BOVA

Auf einer Anhöhe des orientalischen Aspromontes verschanzt, wird Bova als Hauptstadt des Griechentums in Kalabrien, das wichtigste Zentrum der griechischen Gemeinschaft oder Bovesia, betrachtet. Die Orte Bova, Condofuri, Gallicianò, Roccaforte del Greco und Roghudi bilden zusammen eine sprachlich bedingte Enklave, in welcher noch heute ein Dialekt griechischen Ursprungs gesprochen wird und wo die Traditionen aus dem antiken Orient bewahrt werden. Die aus Griechenland importierten Bräuche leben im Textilhandwerk, in der Produktion von vielfarbigen Decken und Teppichen nach orientalischer Art und in vielen anderen Kreationen, weiter Die berühmte Geschichte von Bova begann mit dessen Gründung im Neolithikum (siebtes bis achtes Jahrhundert vor Christus). Bova war nämlich ab dem sechsten Jahrhundert vor Christus Ansiedlungsgebiet des “Großen Griechenlands” (Magna Grecia). Im Laufe der Jahrhunderte hat die Ortschaft manche Angriffe verschiedener Völker erlitten, die aus Albanien und aus anderen ionischen Zonen stammten und ihre Sitten, Bräuche und Sprachen importierten. Bova entwickelte sich mit mächtigen Festungen rund um das alte Schloss, das durch die Sarazenen im Jahr 1000 belagert wurde. Trotz der Umzingelung, konnte Bova Widerstand leisten und so weiter bestehen. Im 1099 wurde die Ortschaft Lehnsgut von Guglielmo von Framundino und dann der Bischöfe von Reggio, die kontinuierlich bis zum 1806 (Zeitpunkt der Befreiung von der Feudalherrschaft) die Obrigkeit über Bova hatten. Im 1807 wurde die Ortschaft durch die Franzosen und Bourbons verwüstet. Über die Jahrhunderte hinweg erlitt Bova die Pest, die Plünderung durch die Araber und die Hungersnot. Am schlimmsten war aber das Erdbeben im 1783. Trotz allem hat Bova nach dem Wiederaufbau die architektonischen Eigenheiten ihres Ursprungs, die Charme und Schönheit des Ortes untermauern, bewahrt. Bova wurde die Auszeichnung als eine der schönsten Gemeinden, den Borghi più belli d’Italia, verliehen.




 


Adresse Piazza Roma 2
  89033 Bova (RC)
Telefonnummer 0965 762013
Fax 0965 762010
Webseite www.comune.bova.rc.it
 

 

In der Ortschaft herrschen die Ruinen des normannischen Schlosses vor. Auch die Kathedrale von Bova hat ihren Ursprung in derselben Epoche des Schlosses. Letztere wurde in den folgenden Jahrhunderten stark umgebaut. Die Kirche von S. Leo aus dem 17. Jahrhundert, die Kirche von S. Caterina und die Kirche von San Rocco aus dem 15. Jahrhundert sind auf alle Fälle einen Besuch wert. Besonders interessant sind außerdem die Adelspaläste wie zum Beispiel das Palazzo Nesci und das Palazzo Mesiano. Die treppenartig gebaute Altstadt, bietet in ihrer Gesamtheit, ein sehr suggestives und faszinierendes Panorama. Ebenso interessant ist das Palazzo Nesci von Sankt Agata, das zu den Kunstschätzen der Ortschaft gehört und in den ersten Jahren des 18. Jahrhundert gebaut und in Folge des Erdbebens im 1783 komplett restauriert wurde. Der Palast weist eine L-förmige Gliederung auf und beinhaltet zwei, auf zwei Stockwerken verteilte Bauten, die auf einem quadratischen Grundriss gebaut wurden und über einen zentralen Innenhof verfügen. Die gesamte Fassade wiederspiegelt klar in ihren Formen und im Wechselspiel von Fenstern und Balkonen, den ebenen Klassizismus. Erwähnenswert sind auch die Brunnen. Es gibt drei antike Quellen: diejenige von Petrafilippo, die Quelle von Sifoni und die Quelle do Clistì.

Die Kathedrale normannischen Ursprungs, die sichtbare Restaurierungen und Renovierungen aus den folgenden Jahren aufweist, ist der Madonna der Presentazione (Vorstellung) oder Isodia gewidmet. Der Dom ragt in einer, verglichen mit dem Stadtzentrum, erhöhten Position empor und weist eine Säulenvorhalle mit gemauerten Arkaden und Überresten der Ziegelsteine zweier Fenster, die einer antiken Kirche der Hodegetria angehörten, auf. Besonders interessant ist der Besuch der Kirche von San Leo, die ebenso anfangs 17. Jahrhundert, auf einer bestehenden Stätte, wieder aufgebaut wurde. Die Kirche bewahrt in ihrem Inneren Kunstwerke und – Schätze aus verschiedenen Epochen auf. Die Hauptfassade besitzt ein Eingangstor als einziger, dekorativer Bestandteil der äußeren Mauern, auf wessen Frontispiz das Wappen der Stadt und darunter das Jahr 1606 eingemeißelt sind. Nicht weit von Bova entfernt, kann man die Überreste des antiken, basilanischen Klosters der Santa Maria von Tridetti (10. bis 12. Jahrhundert) bewundern, die jonische Kapitelle aufweist, die vielleicht aus Locri stammen.

Das Kennzeichen der Ortschaft Bova ist das Schloss, das auf die normannische Zeit zurückgeht. Ebenso aus dieser Epoche stammt die antike Kathedrale, die nach dem Erdbeben des 1783 wieder aufgebaut wurde. Das Schloss von Bova, wovon bloß noch die Ruinen übrig sind, ragte auf der Spitze eines Felssporns empor, an wessen südliche Flanke sich das Dorf erstreckt.



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