Belcastro (CZ)

Die Stadt des Heiligen Thomas von Aquin

Der Ursprung Belcastros liegt sehr weit zurück und ist nicht mit Sicherheit geklärt; es wird von den Überresten des Schlosses der Grafen von Aquino aus dem vierzehnten Jahrhundert dominiert und bewahrt eine bezaubernde Altstadt.
 
Die für ein mittelalterliches Landgut so typische Siedlung Belcastro liegt auf einem bewaldeten Sporn am Fuße des Schlosses der Grafen von Aquin, wo sich beeindruckende und historische Gassen mit neu errichteten Bereichen abwechseln.
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An der Spitze des Spornes erhebt sich die mittelalterliche Burg der Grafen von Aquin im normannischen Stil, die als Geburtsort des heiligen Thomas von Aquin bezeichnet wird.
 

An der Spitze des Spornes erhebt sich die mittelalterliche Burg der Grafen von Aquin im normannischen Stil, die als Geburtsort des heiligen Thomas von Aquin bezeichnet wird.
Das Land ist umgeben von Olivenhainen, aus denen man ein sehr feines Öl gewinnt. Belcastro liegt an den südöstlichen Hängen der Sila Piccola in Richtung der ionischen Küste, was den erheblichen Vorteil bietet, dass man in wenigen Minuten das Meer oder die Berge erreichen kann. Nach nur einer halben Autostunde erreicht man berühmte Badeorte wie Capo Rizzuto und Le Castella in der Gegend von Crotone, sowie Catanzaro Lido, Copanello, Soverato und den archäologischen Park von Scolacium auf der gegenüberliegenden Seite.
In der gleichen Zeitspanne erreichen Sie die Berge der Sila Piccola. Links vom Dorfzentrum liegt das Tal des Nasari, eines Nebenflusses des Crocchio und ein sehr reizvolles Stück unberührter Natur.

 
Belcastro
 

Die imposanten Ruinen des Schlosses der Grafen von Aquino dominieren die gesamte Landschaft, deren historischer Kern dem Verlauf des Berges und seiner gewundenen Hänge folgt. Aus der Höhe, zwischen den strengen Ruinen der Festung aufragend, scheint die Statue des Heiligen Thomas über Belcastro und seine Bewohner zu wachen. Von den bewohnten Ausläufern aus erstreckt sich eine endlose Reihe lehmhaltiger Hügel, die wie Wellen hintereinander verlaufen und dem Panorama Bewegung verleihen. Bereichert wird dieses Hügellandschaft durch die Marina, die sich im Ionischen Meer verliert und einen breiten Strand aus leichtem und sehr feinem Sand zurücklässt.

 
Die Kirchen des Ortes

Gleich hinter dem Stadttor befindet sich im gleichnamigen Stadtteil die Chiesa della Santissima Annunziata, die bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet und später zwischen 1607 und 1622 umgebaut und erweitert wurde.
Die mit einem hohen Glockenturm im romanischen Stil ausgestattete Kirche hatte ursprünglich drei Schiffe und bildete ein ziemlich imposantes Ganzes samt angeschlossenem Hospiz für Pilger und „Berg der Ehemänner“ für mittellose Mädchen. In der erhaltenen kleinen Kirche ist die ursprüngliche Ausführung des Hochaltars zu sehen, die im unteren Teil des Presbyteriums entstand. Die Bedeutung dieses in Kalabrien einzigartigen Altars liegt im architektonischen Stil, der den Übergang von der religiösen zur zivilen Architektur markiert.
Die kleine Kirche San Rocco befindet sich im Zentrum auf der Piazza Giuseppe Poerio; sie wurde um die Mitte des siebzehnten Jahrhunderts von den örtlichen Feudalherren als Familienkapelle erbaut.
Die kleine Kirche hat eine sehr schlichte Fassade, deren Portal ein bewundernswertes Meisterwerk der lokalen Steinmetzkunst des siebzehnten Jahrhunderts der Schule von Rogliano darstellt. Über dem Portal befindet sich ein kleines Fenster und links darüber eine Uhr und ein kleiner Glockenturm mit zwei Glocken.
Die Vorderseite der Kapelle ziert die Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, die 1927 von einheimischen Arbeitern angebracht wurde.

 
Belcastro
 
Das Schloss der Grafen von Aquin

Die Burg von Belcastro erhebt sich auf dem höchsten Punkt des Dorfes und dominiert das gesamte darunter gelegene bewohnte Zentrum. Zur Verteidigung der bischöflichen Autonomie, genauer gesagt jener der Kathedrale und des Bischofspalasts, diente der „Mastra“-Turm, ein massiver Bau aus der Zeit zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert. Sein Eingang befand sich im ersten Stock oberhalb seiner Basis und ließ sich über eine steile Außentreppe erreichen, die bequem entfernt werden konnte. Dieser an der höchsten Stelle gelegene Turm war von Verteidigungsmauern umgeben, innerhalb derer sich die Dienstgebäude der Bischofsresidenz und der Kathedrale befanden. Die strategische Bedeutung von Belcastro hing hauptsächlich mit der Kontrolle der Straße zusammen, die die Grafschaften Catanzaro und Crotone verband. Zu diesem Zweck wurde die Burg gegen Ende des 15. Jahrhunderts von den Aragoniern befestigt und neue Strukturen in die bereits bestehenden Mauern integriert, während der „Mastra-Turm“ an der Basis durch den Bau einer Barbakane verstärkt wurde, die als weitere Verteidigungslinie diente.
Nach dieser Zeit und aufgrund der Weiterentwicklung des Kriegshandwerks in Verbindung mit dem Einsatz fortschrittlicherer Schusswaffen, verlor die Burg von Belcastro ihre militärische Funktion und wurde zur Residenz der örtlichen Feudalherren.
Das auch „Schloss der Grafen von Aquin“ genannte Gebäude beherbergt die Kapelle, die oberhalb der Ruinen des vermuteten Geburtszimmers des heiligen Thomas errichtet wurde. Vom einst majestätischen Herrenhaus sind heute nur noch der mächtige dreistöckige quadratische Bergfried, Reste der Umfassungsmauern mit quadratischen, zylindrischen und halbkreisförmigen Türmen und aragonische Ruinen erhalten. Vom Innenhof des vor Kurzem restaurierten Schlosses, einem natürlichen Aussichtspunkt auf die gesamte Umgebung, überblickt man den gesamten Golf von Squillace, von Le Castella bis Soverato.

 
Belcastro
 
Gastronomie

Die Belcastresische Küche basiert in der Regel auf bescheidenen Zutaten, die auf traditionelle Weise zubereitet werden, wobei viel Schweinefleisch und hausgemachte Pasta verwendet werden.
Unbedingt verkosten sollte man die „Mparrettati e sazizza“ (Makkaroni mit Brätwurst), ein Nudelgericht aus hausgemachten Nudeln, die unter Zuhilfenahme einer Stricknadel hergestellt und dann zusammen mit Tomatensugo und Brätwurst gekocht werden.
Erwähnenswert ist zudem das klassische und für die gesamte Gegend um Catanzaro typische Morzeddu, ein Eintopf aus Kalbskutteln, der mit Schmalz und Peperoni gekocht wird.

 


 


Adresse Piazza S. Tommaso d’Aquino
  88050 Belcastro (CS)
Telefonnummer 0961 932090
Fax 0961 932189
Webseite http://www.comune.belcastro.cz.it/
 

 

Die Wurzeln von Belcastro liegen weit in der Vergangenheit zurück. Sie weisen auf das Neolithikum, auf die Enotria und die Magna Grecia hin. Nachdem Belcastro Lehnsgut der d’Aquinos war, verlieh Roberto von Angiò aufgrund der Pracht der Ortschaft im 1300 ihr den Namen Bellocastrum. In der Kirche der Pietà werden eine griechische Ikone aus der Schule Veneto-Cretese, welche die Madonna mit dem Kind darstellt und ein byzantinisches Werk (1000-1200), sowie drei barocke Skulpturen, die die Maria Verkündigung mit dem Erzengel Gabriele, der S. Anna und Gott der allmächtige darstellen, aufbewahrt. Besonders faszinierend ist die verlängerte Fassade mit Spitzbogen, die im 15. Jahrhundert kreiert wurde und aus Tuffstein besteht. Die Kirche von San Rocco wurde im 1645 konstruiert und bewahrt das rechteckige Steintor aus Säulen, das durch lokale Steinmetzen im 17. Jahrhundert erschaffen wurde. Im Laufe der Zeit wurden der Kirche viele Veränderungen unterzogen, wie zum Beispiel die Restaurierung des Verputzes der Hauptfassade. Der imposante Palazzo Poerio wurde von der Familie der Herzoge Sersale gegründet und verdankt seinen Namen der letzten Lehensherren. Dieser Bau wird umgangssprachlich auch Palazzo Cirillo genannt. Der Bau wurde vom Herzog Francesco Sersale im 1645 in Folge des Erdbebens, das den Großteil des Dorfes und des Schlosses zerstörte und 61 Opfer verursachte, errichtet. Das Äußere des Baus weist ein gebogenes Tor, das Teil der Architrave ist und von Säulen unterstützt wird, rechteckige Fenster mit Steinkonturen und verzierten Simsen, eine Seitenfassade aus Tuffstein mit Balkonen aus der Renaissance, die wahrscheinlich von den Trümmern des Schlosses herkommen, auf. Im Inneren befinden sich ein Hof und bogenförmige Steintreppen. Die Altstadt im Viertel Castellaci ist besonders interessant.

Noch heute sind die Überresten des byzantinischen Schlosses aus dem Mittelalter auf dem Hügel Timpe, sowie Bruchstücke der Umfassungsmauer sichtbar. Auf dem entgegengesetzten Kap ragt das mittelalterliche Schloss der Grafen von Aquino empor. Der Bau wurde kürzlich restauriert und besitzt einen gewaltigen, dreistöckigen und viereckigen Bergfried. Die Überresten der Außenmauer bestehend aus viereckigen, zylindrischen und halbrunden Türmchen (Ruinen aus dem 13. bis 15. Jahrhundert), umreißen den Grundriss des Schlosses. Besonders interessant ist die im 1334 konstruierte Kapelle. Sie wurde auf den Überresten des Zimmers, in welchem S. Tommaso von Aquino geboren wurde, gebaut. Im Hof des Schlosses befand sich die sogenannte „magella“ des sechseckigen Steinbrunnens. Dieser Bau weist verschiedene, im 14. Jahrhundert eingemeißelte Wappen auf und befindet sich heute bei der ehemaligen Kathedrale und dient als Taufbecken.



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