AMENDOLARA

Amendolara ist eine Kleinstadt, gelegen auf einer Folge von Ebenen, die zum Meer hin abneigen. Sie liegt zwischen Marina di Roseto Capo Spulico und Trebisacce, in einer Umgebung, die reich an archäologischen Schätzen ist. Die beachtlichen Fundstücke weisen darauf hin, dass die Umgebung bereits im Neolithikum (6000-4000 vor Christus) besiedelt war und dass die menschliche Anwesenheit im Zeitalter der Frühgeschichte (3500-8000 vor Christus), als eine süditalienische Kommune sich in der Zone des heutigen “Rione Vecchio” niederließ, definitiv wurde. Der Name dieses uralten Zentrums stammt wahrscheinlich vom Griechischen Amygdalaria (Mandelhersteller) ab. Oft wird Amendolara gerade aufgrund der beachtlichen Mandelproduktion Il paese dei mandorli (das Dorf der Mandelbäume) genannt. Laut anderen Quellen hingegen, entspringt der Name der Familie Mendelèa. Verschiedenen Quellen nach, könnte Amendolara mit der antiken Stadt Lagaria identifiziert werden, die durch Epeios, Erbauer des sagenhaften trojanischen Pferdes, erbaut und zusammen mit Sibari im 510 vor Christus zerstört wurde. In der Zone der aktuelle Masseria Lista wurden besondere Überreste eines Zisternensystems zur Wasserversorgung entdeckt, das bezeugt, dass zur römischen Zeit eine Kreuzwegstation der Küstenstraße bestand, die wahrscheinlich Statio ad Vicesimum hieß und sich 20 Meilen von der Stadt Thurii entfernt befand.




 


Adresse Piazza A. Sassone
  87071 Amendolara (CS)
Telefonnummer 0981 911050
Fax 0981 1987139
Webseite http://www.comune.amendolara.cs.it/
 

 

In der Nähe von Amendolara Marina befindet sich eine Untiefe, die bloß 20 Meter unter den Meeresspiegel reicht. Letztere hat eine beachtliche Ausdehnung und entspricht mit großer Wahrscheinlichkeit den Überresten einer alten Insel, die aufgrund der Erosion überflutet wurde. Diese Theorie wird durch einige antiken Karten aus dem 17.-18. Jahrhundert bezeugt, die von einer kleinen Insel namens Monte Sardo sprechen. Laut einer Legende sowie auch laut jüngeren Studien, entspräche der Monte Sardo, der bereits seit einigen Jahrhunderten versunken ist, der Insel Ogygia, wo die Nymphe Kalypso laut Homer Odysseus festhielt.

Verschiedene Adelsgebäude in Amendolara haben einen ganz besonderen Wert. So beispielsweise das Palazzo Andreassi - ein ursprüngliches Adelsgebäude, welches das Resultat zahlreicher Umwandlungen ist und während einer gewissen Zeit das Rathaus der Ortschaft beherbergte. Weitere nennenswerte Gebäude sind das Palazzo Melazzi im barocken Stil, das wiederholt renoviert wurde und im Parterre eine Ölmühle und eine Zisterne bewahrt; die Palazziata, ein adliges Gebäude der Familie Gallerano im barocken Stil, das zunächst als Kaserne und anschließend als Primarschule genutzt wurde; das Palazzo Grisolia, das an der Stelle des ehemaligen Dominikanerklosters im 1521 erbaut und um 1660 herum restauriert wurde und den Kreuzgang sowie den Kirchenschiff der Kirche San Domenico bewahrt.

Zu den kulturellen und künstlerischen Schätzen Amendolaras gehört die Hauptkirche der Santa Margherita Vergine und Martire. Die Kirche wurde im romanischen Stil gebaut und im siebten Jahrhundert neubearbeitet. Sie bewahrt das Tor aus Anfangs 1300. Die Kirche der Santa Maria, die wahrscheinlich auf den Trümmern eines Tempels gebaut wurde, weist eine byzantinische Apsis und Kuppel auf und wurde zur Zeit der Renaissance und des Barocks verändert.

Das wohl antikste Schloss, im 1239 durch Federico II von Svevia restauriert und anschließend umarbeitet, bewahrt einen Fresko einer Kreuzigung stammend aus Ende 1200.

Das staatliche archäologische Museum Vincenzo Laviola ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Museum wurde im 1996 eingeweiht und bewahrt di Überreste, die in den Ausgrabungen im Rione Vecchio (geschlossene Ortschaften der Bronze- und Eisenzeit), in der Hochebene San Nicolas (archäologisches Gebiet der altgriechischen Stadt Lagaria) und in den Nekropolen gefunden wurden. Es bestehen außerdem zahlreiche byzantinische Kirchen, die außerhalb der Ortschaft im neunten und zehnten Jahrhundert in einer Zone, die viele Grotten aufweist, erbaut wurden. Es ist anzunehmen, dass letztere Treffpunkte der Eremiten waren.



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