Mammola (RC)

Die bunte Seele der Museumsstadt

Mammola ist eines der meistgeschätzten Kunst- und Tourismuszentren auf der ionischen Seite Kalabriens, zwischen Aspromonte und Serre, in der Mit-te zwischen Meer und Gebirge.
 
Die charakteristische mittelalterliche Ortschaft und ein Teil ihres Gebietes fallen in den Nationalpark Aspromonte, dessen Eingangstor es ist.
img
MUSABA ist ein Museumspark unter freiem Himmel, ein echter Wissen-schaftspark, der im Laufe der Jahre Künstler aus der ganzen Welt zu Gast hatte.
 

Einst war es - so Thukydide - eine Kolonie von Locri, im Mittelalter wurde es ein Zufluchtsort für byzantinische Mönche und entwickelte sich alsdann zu einem blühenden Zentrum für handwerkliche und bäuerliche Aktivitäten wie die Seidenverarbeitung und den Anbau von Orangen- und Olivenhainen. In Mammola wurden die ersten Wassermühlen ganz nach modernsten Tech-niken gebaut.
Von der jahrhundertealten Anwesenheit der Mönche gibt es noch einige Zeugnisse, wie die Abtei San Biagio und die Grancia di Santa Barbara, wo sich das Museum für Moderne Kunst befindet, das jedes Jahr Hunderte von Künstlern aus aller Welt zur Teilnahme an Ausstellungen und anderen kultu-rellen Initiativen anzieht.

 
Mammola
 

Die Ortschaft bewahrt noch heute die faszinierende Schönheit eines mittel-alterlichen Ortskernes, mit den typischen engen Gassen der Kasbah, den malerischen kleinen Plätzen, den kleinen eng aufeinanderfolgenden Häu-sern und den prächtigen Palazzi, deren herrlicher Baustil von Klassik bis Ba-rock reicht, wobei auch der maurische Stil nicht zu kurz kommt.
Besonders hervorzuheben sind die Kirchen, wahre Meisterwerke der Archi-tektur- und Malkunst, wie die majestätische dreischiffige Mutterkirche, die aus dem 16. Jh. stammende Kirche SS. Annunziata, die Kirche Madonna del Carmine und San Filippo Neri sowie die Abtei San Biagio. Von besonderem Interesse ist Grancia di Santa Barbara, Sitz des renom-mierten Museums für Moderne Kunst Santa Barbara, das vom Maler Nik Spatari gegründet wurde und jedes Jahr Hunderte von Künstlern aus der ganzen Welt anzieht, die an bedeutenden Ausstellungen und Veranstaltun-gen sowie anderen kulturellen Initiativen teilnehmen.
Im Museumspark Santa Barbara kann man zahlreiche Skulpturen berühm-ter Künstler bewundern. Das „Gästehaus“, von Nik Spatari konzipiert und erbaut, stellt mit seinen riesigen Mosaiken eine Art Anlaufstelle für Künstler und Studenten dar, die hier ein Praktikum absolvieren. Der Museumspark Santa Barbara gilt als eines der wichtigsten Museen der Welt.
Ein religiöses Touristenziel ist die Wallfahrtskirche San Nicodemo, Schutz-patron der Kleinstadt und Gründer des gleichnamigen Klosters auf dem Monte Kellerano. Die Wallfahrtskirche liegt im Nationalpark Aspromonte und ist ein historischer, religiöser und spiritueller Bezugspunkt, da er einem der meistverehrten Heiligen Kalabriens gewidmet ist.
Ein dichtes Wegenetz durchzieht das gesamte Gebiet von Mammola, wobei einige Wege auch zum Radfahren und Reiten einladen. Es gibt viele Wan-derer, die während des Jahres aus dem In- und Ausland bis hierher kom-men, um den Berg von Mammola zu erkunden, der im Nationalpark Aspro-monte und in der Gebirgskette der Serre Calabre liegt.

 
Mammola
 
Die Kirchen
Das basilianische Kloster Grangia San Biagio

Es befindet sich zwischen den Flüssen Chiaro und Torbido und geht auf das 10. Jh. zurück. 1783 wurde das Kloster durch ein Erdbeben beschädigt, so dass die Reliquien von San Nicodemo in die Mutterkirche gebracht wurden, wo sie dann geblieben sind.
In diesem Kloster hatte der Mönchsorden der Basilianer unter der Führung berühmter Kirchenmänner wie Barlaam von Kalabrien, später Lehrer von Petrarca, Apollinare Agresta, gebürtig aus Mammola und Generalabt der Basilianer, eine solch große Bedeutung erlangt, dass es zu einem kulturellen, moralischen und religiösen Bezugspunkt von Kalabrien wurde. Die einschiffige Abteikirche verzaubert noch heute mit ihrem wunderschönen Altar mit Marmorintarsien. Über dem Altar befindet sich ein Gemälde, auf dem der Heilige im basilianischen Gewand dargestellt ist. In der Kapelle links kann man ein wertvolles Gemälde mit der Verkündigung bewundern, das Weihwasserbecken dagegen wird der Bildhauerfamilie Gagini zugeschrieben.

 
Mammola
 
Die Mutterkirche

Sie stammt aus der byzantinisch-normannischen Zeit, hat einen verformten lateinischen Kreuzgrundriss und wurde dann im 16. Jahrhundert im Renaissancestil dreischiffig umgebaut. In ihrem Innern befindet sich die Kapelle San Nicodemo, Schutzpatron von Mammola, in der in einer bronzenen Urne seine Reliquien aufbewahrt werden.

 
Mammola
 
Die Kirche Carmine

Sie wurde 1590 einschiffig erbaut und befindet sich gegenüber dem antiken Palazzo des Feudalherren, der sich durch ein imposantes Portal mit Bossenquadern aus Granit auszeichnet. Der Baustil der Kirche ist recht bescheiden. Im Innern sind eine harmonische und massive Holzgruppe der Madonna del Carmine, eine Holzstatue von Sant’Antonio di Padova eines unbekannten Künstlers, eine Statue aus Pappmaché von Santa Lucia, ein Jugendwerk von Rodolfo del Pozzo, und eine Herz-Jesu-Statue zu sehen.

 
Die Kirche Annunziata

Sie wurde mehrmals durch Erdbeben beschädigt, wurde aber stets unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Formen im Barockstil wieder aufgebaut. Die typischen Elemente der eleganten und zugleich schlicht gehaltenen Fassade sind zwei kleine Glocken. Der Innenraum ist einschiffig, mit den Statuen der Verkündigung, von San Cosimo und Damiano sowie Santa Rita. Über dem mit Intarsien verzierten Marmoraltar erblickt man ein prächtiges Gemälde von Valerioti und ein Gemälde von Mazzola.

 
Die Kirche San Filippo Neri

Sie stammt aus dem Jahr 1621 und besteht aus einem einfach strukturier-ten kleinen Schiff. Im Inneren des Gotteshauses sind die Statuen von San Filippo Neri und San Sebastiano zu sehen, die Innenwände sind mit drei wertvollen Ölgemälden verziert, von denen eines der Schule Caravaggios zugeschrieben wird.

 
Musaba

Das Museum Santa Barbara wurde von Nik Spatari und Hiske Maas gegründet, die Ende der 1960er-Jahre Mammola für die Entwicklung eines globalen Projektes wählten, das die Produktion von Kunst mit präzisen historischen und ökologischen Bezugspunkten umfassen sollte. Die Wahl fiel dabei auf die Grangia di Santa Barbara, ein verfallenes Klostergut der Kartäuser aus dem 10. Jh. Die geographische Lage gilt als einer der Haupttore und Zugangswege zum Naturschutzgebiet des Nationalparks Aspromonte.
MUSABA ist ein Museumspark unter freiem Himmel, ein echter Wissenschaftspark mit einem hochgradig interaktiven Programm, ein produktiver Laborpark, der im Laufe der Jahre Künstler aus der ganzen Welt zu Gast hatte.
MUSABA definiert, aktiviert und realisiert seine Programme durch die Förderung von Projektinitiativen, die auf die Vervollständigung der Anlage abzielen. Alle Projekte und Arbeiten wurden unter der Leitung der Gründer ganz im Zeichen der Sparsamkeit ausgeführt.
Der 7 Hektar große Park umfasst die alte Klosteranlage mit der renovierten Kirche aus dem Jahr 1000, in der das monumentale dreidimensionale Werk „Der Traum des Jakobus“ zu sehen ist; hinzu kommen der neue Museumstrakt „Die Windrose“; das ultrabunte Dach des Gästehauses mit seinen Mosaiken, tausend Quadratmeter in progress an den Außenwänden des Kreuzgangs, die Nik Spatari errichtete; die imposanten Monumentalskulpturen, der Umbau des alten Bahnhofes und die angegliederten Kunstwerkstätten, aber auch ein Kunstpark mit mediterranen Gärten und Gemüsegärten.

 
Mammola
 
Gastronomie

Stockfisch ist seit Jahrhunderten das Symbol der Ortschaft Mammola, die sich mit getrocknetem Kabeljau einen wohlverdienten, wahren Ruf aufgebaut hat. Denn es ist in der Tat ein typisches lokales Produkt, das hier nicht nur hergestellt, sondern auch auf verschiedene Art und Weise ganz nach traditionellen Rezepten zubereitet wird. Stockfisch ist so tief in der Kultur von Mammola verwurzelt, dass er das Gütesiegel De.Co. - kontrollierte Herkunftsbezeichnung - erhalten hat. Darüber hinaus hat das Ministerium für Landwirtschaftspolitik es in die Liste der traditionellen landwirtschaftlichen Produkte und Lebensmittel aufgenommen.
Der Stocco di Mammola ist von recht bescheidener Herkunft und wurde hauptsächlich von den weniger wohlhabenden Schichten verzehrt. Der Tradition nach kommt Stockfisch in der Weihnachtszeit auf den Tisch und ist auch ein hoch willkommenes Geschenk, das für den persönlichen Verzehr und Eigenbedarf gedacht ist.
Die Stadt Mammola feiert dieses Gericht mit dem traditionellen Stockfischfest, das jedes Jahr im August im historischen Ortskern stattfindet.
Das Volksfest zieht Hunderte von Personen an, die in den Genuss dieses Gerichtes kommen möchten, das unter Wahrung der Tradition in den verschiedenen örtlichen Restaurants angeboten wird.

 


 


Adresse Via Dante Alighieri 10
  89045 Mammola (RC)
Telefonnummer 0964 414025
Fax 0964 414003
Webseite http://www.comune.mammola.rc.it
 

 

Das Gebiet von Mammola fällt in den Aspromonte Nationalpark und die Serra Calabra Kette und wird von einem Netz von Wegen überquert, von denen sind einige zum Wandern und Radfahren geeignet . Seine geographische Lage und die Schönheit der Landschaft machen das Gebiet von Mammola zu einem Ziel für Wanderer. Es gibt mehrere landschaftliche  Wanderwege, darunter der Pfad der Griechen, Salino Falls, Monte Sant'Elia, Montano-Monte Schlitten Berg, Monte Scifo und Borgo Chiusa.

Das Dorf hat eine mittelalterliche Struktur, die von zahlreichen Plätzen (Ferrari, Magenta, Parlament, Largo Pace, San Giuseppe), Gassen aus Kasbah (Casba) und kleinen Häusern und Palästen (De Gregorio, Ferrari, Del Pozzo, Florimo, Spina und Casa Tarantino), gebaut aus dem 16. Jahrhundert.  Interessant  die Vielfalt der architektonischen Stile von klassisch bis zum barock.

Die Matrixkirche, benannt nach dem Nikolaus von Bari, stammt aus der byzantinisch-normannischen Zeit und hat eine deformierte lateinische Kreuzpflanze. Die Struktur, im Renaissance-Stil mit drei Gängen im sechzehnten Jahrhundert umgebaut, ist eine der größten heiligen Architektur der Provinz Reggio Kalabrien. Im Inneren befindet sich die Kapelle des hl. Nikodemus, Schutzpatron von Mammola, wo seine Reliquien in einer Bronzeurne gehalten werden.
San Nikodemus heißt das Heiligtum, wo der Heilige im X. Jahrhundert zusammen mit anderen Mönchen lebte. Das Heiligtum befindet sich auf dem Plateau von Limina, Gebiet des Nationalparks Aspromonte.
Die anderen Kirchen sind die der Madonna del Carmine, Annunziata, San Giuseppe, San Filippo Neri, die Basilika San Biagio, die Kirche der Assunta alla Limina, die Kirche von Reito in den Weilern und das alte Kloster Santa Barbara, teilweise restauriert in Santa Barbara Museum Park.

Ort des großen künstlerischen Interesses ist Musaba, ein Museum der modernen und zeitgenössischen Kunst von den Künstlern Nik Spatari und Hiska Maas am Ende der 1960er Jahre gegründet. Die beiden Gründungskünstler wählten Santa Barbara, ein Jahrzehnt altes Kartäuser-Charisma, als Ort, um ein globales Projekt zu entwickeln, das die Kunstproduktion mit präzisen historischen und umweltbezogenen Referenzpunkten betrachtete. Geographische Lage gilt als eines der Grundtore und Zugangswege zum Schutzgebiet des Nationalparks Aspromonte. MUSABA ist ein Freilichtmuseum, eine aktive Garnison, ein wahrer Wissenschaftspark mit einem starken Interaktivitätsprogramm, ein Produktions-Workshop-Park, der über die Jahre Künstler aus aller Welt gehostet hat.



mappa-header.png
MAPPE
IHRE PERFEKTE REISE





 
meandcalabria-header.png
ME AND CALABRIA
ERSTELLEN SIE IHREN REISEPLAN UND TEILEN SIE IHN MIT WEM SIE MӦCHTEN




LASSEN SIE SICH FÜHREN