/website/portalmedia/2017-05/Comune Mendicino Panorama.jpg  

Mendicino (CS)

Die Seidenstraße

Mendicino liegt am Fuße des prächtigen und beeindruckenden Monte Cocuzzo, den Homer bereits in der abenteuerlichen Reise von Odysseus erwähnte.
Es ist eine bezaubernde Ortschaft, mit terrassenförmig angelegten Gassen, Plätzen, antiken Palazzi, mit alten Geschichten und Traditionen, die heute dank des Engagements der Kommunalverwaltungen wieder aufleben, allen voran die Seidenraupenzucht, die Mendicino zum Seidenort macht.

 
Die Natur dieses Gebietes ist besonders üppig, mit Felswänden, engen und dichten Überhängen, grünen Tälern und prachtvollen Hügeln, die sich mit steilen und dunklen Bergen abwechseln.
img
Die Gemeinschaft hat eine sehr alte Bindung zum Wasser, von den Mühlen bis hin zur alten Seidenspinnerei Filanda Gaudio, dem Ausdruck des Wissens der Vergangenheit, als die Familien von der Pflege der Seidenraupe und des Maulbeerbaums lebten.
 

Die Entdeckung dieses mannigfaltigen Gebietes beginnt auf dem Gipfel des Monte Cocuzzo, dem höchsten Gipfel des Apennins Paolano, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf eine der charakteristischsten Landschaften Kalabriens hat.
Monte Cocuzzo ist eine der Etappen des Wanderweges Sentiero Italia CAI, die von allen Trekkingfans durch einen historischen Buchenwald und eine anschließende frei liegende Strecke zwischen Dolomitaufschlüssen und einem großen Karsttrichter erreicht werden kann.
Der beeindruckende Verlauf öffnet sich und lässt Olivenbäume und Weinreben hinter sich, um in Kastanienwälder, Kiefernwälder und schließlich Buchenwälder einzutauchen. Vom Gipfel des Monte Cocuzzo kann man an klaren Tagen den Stromboli und Ätna, die Sila und den Pollino bewundern, schaut man hinunter, so sieht man auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite das Tal Crati.
Einen Besuch sollte man unbedingt den antiken Naturhöhlen Alimena auf dem felsigen Gebirgskamm hoch über dem Fluss Acheronte abstatten. Die Höhlen verwahren noch einige Zeugnisse von Personen, die sie vor langer Zeit aufsuchten, und sind Gegenstand zahlreicher Legenden, die sie mit Alarich, dem König der Westgoten, verbinden, der 410 n. Chr. in der Nähe von Cosenza starb, nachdem er Rom geplündert hatte. Der Legende nach wurde er zusammen mit seinem Schatz in dieser Gegend begraben.

 
Mendicino
 

Wenn man zur Ortschaft Mendicino hinunterläuft, entdeckt man den Flusspark, eine echte Grünoase gleich neben dem historischen Ortskern, wo eine perfekte Bindung zwischen der vom Menschen geformten Landschaft und der Natur bestehend aus dem Tal Caronte und einem blühenden botanischen Garten erreicht wird.
Der Park zeugt von der Geschichte einer Gemeinschaft, die eine uralte Bindung zum Wasser hat. Sie reicht von den Mühlrädern und Mühlsteinen bis hin zur alten Seidenspinnerei Filanda Gaudio und zum bezaubernden Dynamischen Seidenmuseum, dem aktuellen Ausdruck des Wissens der Vergangenheit, als die Familien von der Pflege der Seidenraupe und des Maulbeerbaums lebten.
Das mittelalterliche Dorf Mendicino sollte unbedingt zu Fuß erkundet werden.
Von der Piazza Municipio geht es durch die engen Gassen des historischen Ortskerns bis zu der Piazzetta San Giuseppe und ihrem Amphitheater, einem einfachen und modernen Gebäude, das bis zu 200 Personen Platz bietet und als Bühne einen Schachbrettboden hat.
Auf der Piazzetta di San Giuseppe befindet sich auch der wunderbare Palazzo Del Gaudio Campagna.  Der Palazzo galt im 19. Jh. dank des Dichters Giuseppe Campagna, der die größten Intellektuellen der damaligen Zeit nach Mendicino rief, als Zentrum der Hochkultur.
Auf der Piazza del Duomo erblickt man die majestätische, antike Kirche San Nicola mit ihrer Fassade aus rosafarbenem Mendicino-Tuffstein und daneben dem Glockenturm. Direkt vor der Kathedrale steht die kleine, eindrucksvolle Kirche San Sebastiano, Sitz einer Bruderschaft, mit einer Fassade aus rosafarbenem Mendicino-Stein, an der das Portal aus Tuffstein hervorsticht.
Im antiken Rione Castello, das sich entlang der antiken Einfriedungsmauer mit den daran angrenzenden älteren Häusern schlängelt, erreicht man den Uhrturm, der auf den Ruinen der antiken Burg errichtet wurde. Der Uhrturm befindet sich auf der Spitze des Hügels und bietet ein herrliches Panorama. Es handelt sich um einen zinnenbewehrten Turm mit seitlich angebrachten Uhren und ist über eine in den Fels gehauene lange Treppe (132 Stufen!) erreichbar. Obwohl das genaue Baudatum nicht bekannt ist, existierte der Turm in seiner heutigen Form sicherlich bereits 1838.
Erwähnenswert ist die Wallfahrtskirche Santa Maria dell'Accoglienza im oberen Ortsteil. Sie ist eine der Jubiläumskirchen für das von Papst Franziskus im Jahr 2015 ausgerufene außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit, weist eine Stirnseite im gotischen Stil und die typischen Farben des Mendicino-Steins auf.

 
Mendicino
 
Flusspark

Der Flusspark Tre Valloni ist eine naturwissenschaftliche und ländliche Sehenswürdigkeit.
Das am Fluss Caronte liegende Tal wurde kürzlich neu gestaltet, aufgewertet und durch einen beleuchteten Naturpfad mit allerlei Rastplätzen und Aussichtsterrassen nutzbar gemacht. Er verläuft am Fluss entlang und führt an zahlreichen Wasserfällen und alten Gebäuden wie der Wassermühle, Ölmühle und einigen Seidenspinnereien vorbei. Darüber hinaus gibt es hier einen interessanten botanischen Garten mit einer Vielfalt an Bäumen und Pflanzen, deren Merkmale auf den verschiedenen Schautafeln erläutert werden.
Der Weg führt den Besucher zur antiken Seidenspinnerei Filanda Gaudio, in der man originale Arbeitswerkzeuge bewundern kann, die mit der traditionsgebundenen Seidenraupenzucht verbunden sind, und zum beeindruckenden Dynamischen Seidenmuseum.
Der Flusspark fügt sich in den historischen Ortskern harmonisch ein und stellt damit eine außergewöhnliche Kombination von Natur, Kunst, Kultur und Tradition dar.

 
Mendicino
 
Dynamisches Seidenmuseum

Das im Dezember 2015 eingeweihte Museum wurde mit dem Ziel gegründet, ein jahrhundertealtes Erbe an Praktiken und Wissen rund um die tradierte Seidenraupenzucht zu schützen und zu verbreiten.
Die Ausstellung befindet sich in der historischen Filanda Gaudio und umfasst Exponate, die es auf zwei Stockwerken zu bestaunen gilt: im Erdgeschoss einen echten Brennofen, aus dem die Seidenraupensekrete extrahiert wurden, die dann zu Textilfasern verarbeitet wurden; im Obergeschoss Arbeitswerkzeuge, Haspeln und Mangeln aus Holz, den Arbeitstisch, verschiedene Maschinen zur Verarbeitung von Rohseide und einen Multimediaraum für audiovisuelle Dokumente, also wertvolle direkte Zeugnisse all derer, die die Geburt und Blütezeit der Seidenspinnerei miterlebt haben.
Die Sanierung der Filanda Gaudio, die somit zu einem Aushängeschild von Mendicino wurde, ist Teil des umfangreichen Projekts, das die Seidenraupenzucht und damit eine umweltverträgliche Wirtschaft vor Ort wiederbeleben möchte. 

 
Mendicino
 
Festival Radicamenti

Radicamenti ist das von der Kommunalverwaltung von Mendicino geförderte Kulturfestival mit dem Ziel, neue Räume der Aggregation, Sozialisierung und künstlerischen Entfaltung zu schaffen.
Das Festival bietet jedes Jahr kulturelle Begegnungen und künstlerische Veranstaltungen an, die im eindrucksvollen Rahmen des historischen Ortskerns, im herrlichen Palazzo Del Gaudio-Campagna, bis hinauf auf dem Monte Cocuzzo, dem Wahrzeichen dieses auf über tausend Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Gebietes, stattfinden.
Die Abfolge der Ereignisse lädt zu einem angenehmen Rundgang ein, der den Besucher zum antiken Palazzo Campagna, zum Seidenmuseum, zu Piazza Duomo, zum Amphitheater San Giuseppe, zur Piazza Municipio, zum Uhrturm und durch die Gassen des behaglichen historischen Ortskerns entlang führt. Darin inbegriffen ist auch der Flusspark, der tagsüber von Familien besucht wird und in den Festivalnächten den Musik- und Unterhaltungsfans offen steht.
Der letzte Tag findet in Monte Cocuzzo statt und möchte einem breiten Publikum die Schönheiten dieses außergewöhnlichen Ortes näher bringen. So hat man die Möglichkeit, einen ganzen Tag im Freien zu verbringen und das Abschlusskonzert beim Sonnenuntergang hoch über dem Tyrrhenischen Meer zu genießen.
Es gibt viele musikalische Themenkonzerte, nicht nur mit einheimischen Künstlern, sondern auch mit solchen, die das populäre Genre erneuerten und gleichzeitig der Tradition sehr verbunden geblieben sind. Das Programm des Festivals, das jedes Jahr zwischen Ende August und den ersten Septembertagen stattfindet, umfasst zudem Initiativen zur Förderung der Seidenindustrie, künstlerische Installationen, die in Zusammenarbeit mit dem Comic-Museum von Cosenza organisiert werden, und Vorführungen in Synergie mit La primavera del Cinema Italiano.

 
Gastronomie

Mendicino ist dank der zahlreichen Backöfen, die über das gesamte Territorium verstreut sind, eine Stadt des Brotes und zugleich Hüter einer großen Käsetradition.
Hier wird dank der zahlreichen Kastanienhaine der Ortschaft das ortstypische Kastanienfest ausgerichtet, auf dem man jedes Jahr die lokalen Kastanien und viele typische Gerichte der kulinarischen Tradition von Mendicino kosten kann.
Das Herzstück der kulinarischen Tradition vor Ort gibt es am 13. Dezember, wenn auf der Piazza Municipio die Cuccìa zu Ehren von Santa Lucia zubereitet wird. Dieses Gericht wird nach alten Bräuchen in einem großen Topf namens a quadara zubereitet, in dem dreizehn verschiedene Zutaten wie Getreide und Hülsenfrüchte zusammen gekocht werden. Die Cuccìa wird gleich am Nachmittag von Santa Lucia ausschließlich in geselliger Atmosphäre gekostet.

 


 


Adresse Piazza Municipio
  87040 Mendicino (CS)
Telefonnummer +39 0984 638911
Fax +39 0984 630847
Webseite http://www.comune.mendicino.cs.it/
 

 

Monte Cocuzzo, der höchste Berg der Paolana-Küste, mit über 1500 Metern über dem Meeresspiegel, ist einer der schönsten Orte der Provinz und unter den empfohlenen Ausflügen für diejenigen, die eine der charakteristischsten Naturlandschaft Kalabriens genießen möchten. Von seinem Gipfel aus kann man eine fantastische Aussicht bewundern: die Aspromonte und den Ätna im Süden, die Äolischen Inseln im Westen, die Berge des Ornosarso und Pollino im Norden und das Crati-Tal mit den Bergen der Silos im Osten. In der Nähe von Terreforte nehmen Sie den Weg nach oben. Der erste Teil des Weges kreuzt einen hohen Baumwald, während die nächste Strecke durch dolomitische Aufschlüsse läuft. Einmal im großen Karsttal von Scaglioni erreichen Sie die kleinen Dolomiten des Monte Cocuzzo, von denen der gesamte Südhang beherrscht wird.

Radicamenti ist das von der Gemeinde Mendicino geförderte Kulturfestival mit dem Ziel, neue Räume der Aggregation und des künstlerischen Genusses zu schaffen. Es ist ein Container, der in der Lage ist, eine fokussierte Reflexion über die Rolle zu vermitteln, die die Gemeinden für den Zweck der lokalen Entwicklung ausüben können, insbesondere auf den Bereich der Serre Cosentine.
Das Festival bietet kulturelle Begegnungen und künstlerische Veranstaltungen, angereichert mit den Geschmäcken der traditionellen Tradition , die in der reizvollen Umgebung des historischen Zentrums von Mendicino, im herrlichen Palazzo Del Gaudio-Campagna und, seit einigen Jahren auch in Monte Cocuzzo stattfinden und  die das Emblem des Gebiets sind.
Die Lage der Veranstaltungen schlägt einen angenehmen Weg vor, die durch den alten Palazzo Campagna, das Seidenmuseum, den Duomo Platz, das San Giuseppe Amphitheater, den Rathausplatz, den Glockenturm und die Gassen der gemütlichen Altstadt durchquert ganz in der Nähe von Cosenza. Vergessen Sie nicht den Flusspark, der den alltäglichen Familien und Musikliebhabern und Interpreten auf den Festivalabenden zugänglich gemacht wird.

Palazzo del Gaudio, jetzt Campagna, stammt aus dem Jahr 1780 und befindet sich im alten Pilacco Bezirk.
Erbaut mit handgefertigten Tuffsteinblöcken von örtlichen Steinarbeiter, ist es derzeit von einem Restaurierungsprojekt der Stadtverwaltung betroffen.
Der 1907 erbaute Turm der Uhr befindet sich in der alten Burg Rione, von der aus das ganze Land dominiert und durch eine charakteristische Treppe von 132 Treppen erreicht wird, die in den Felsen ausgegraben wurde.

Die Pfarrkirche San Nicola di Bari befindet sich in der alten Piazza Duomo und zeichnet sich durch eine Fassade in Tuffsteinblöcken mit angrenzendem Glockenturm aus.
Auf der gleichnamigen Seite befindet sich die kleine Kirche San Sebastiano.
Die Kirche von San Pietro erhebt sich auf den Ruinen eines Dominikanerklosters und wird zwischen Dezember und Januar zu einem touristischen Ziel durch die Anwesenheit der künstlerischen Krippe, die von den Handwerkern des Ortes gebaut wurde.
Das Heiligtum von S. Maria der  Empfängnis hat eine charakteristische Tufa-Fassade. Der Ort, an dem das Heiligtum heute aufsteigt, war von der ersten christlichen Siedlung um das 7.-8. Jh. N. Chr. betroffen. Im Inneren befindet sich eine Steinstatue, die die Madonna di Schiavonea darstellt, die vor kurzem nach dem Diktat der modernen Ikonographie wiederhergestellt wurde.
Die neugebaute Kirche Christi, der Erlöser, ist die größte und wichtigste der Gemeinde.

Im Jahr 2015 wurde das Silk Dynamic Museum ins Leben gerufen, ein industrielles Archäologie-Projekt, das  versucht neben der alten Filanda auch die Verwendungen und Traditionen im Zusammenhang mit dem Waldbau wiederaufzubauen , einschließlich der inländischen, weit verbreitet in Kalabrien bis zum Jahrhundert, im letzten Jahr.
Das Silk Dynamic Museum zielt darauf ab, eine traditionelle Praxis zu schützen und vorzustellen, mit dem Ziel, eine umweltfreundliche Wirtschaft zu schaffen, die auf, das Wohlbefinden der Gemeinschaft zielt.



mappa-header.png
MAPPE
IHRE PERFEKTE REISE





 
meandcalabria-header.png
ME AND CALABRIA
ERSTELLEN SIE IHREN REISEPLAN UND TEILEN SIE IHN MIT WEM SIE MӦCHTEN




LASSEN SIE SICH FÜHREN