Campana (CS)

Das Geheimnis der Steinriesen

Campana ist ein kleines in der Presila cosentina gelegenes Dorf in der Provinz Cosenza, das mit seinen Traditionen, Legenden, imposanten Bauwerken und Kirchen auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblickt. Diese Gegend zeichnet sich durch ihr typisch mediterranes Klima mit milden Sommern und ziemlich strengen Wintern aus.
 
Das Dorf war in der Vergangenheit unter dem Namen Kalasarna bekannt, und die Etymologie des antiken Namens hat zu unterschiedlichen Deutungen geführt.
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Viele haben vergeblich versucht, eine Antwort auf die Präsenz von Megalithen in der Nähe der Stadt Campana zu finden.
 

IDas dorische Wort chalà, „Vorsprung“, „Sporn“ als Vorsilbe des Wortes àrna hieße „Festung am Sporn“ oder „vorspringende Festung“. Diese Interpretation wird durch die Tatsache gestützt, dass der antike Bezirk Terra in der Tat die Form eines Sporns hat, der ihn auf zwei Seiten unpassierbar und nur von der dritten Seite aus zugänglich macht, obwohl er immer noch durch eine Schlucht geschützt wird, die nur durch eine Zugbrücke und ein Tor, das immer noch Porta del Ponte heißt, überquert werden kann. Angesichts der diese Gegenden heimsuchenden Überfälle und Belagerungen, ist die Hypothese plausibel, dass in Kalasarna zu einer bestimmten Zeit Wachtürme samt „Glocke“ geschaffen wurden, die weit und breit Alarm auslöste, um sich gegen die drohenden Gefahren zu wappnen.

 
Campana
 
Das historische Zentrum

In der Altstadt von Campana, mit ihren engen Gassen und typisch mittelalterlichen Steinbauten, begegnet man auf Schritt und Tritt dem zeitlosen Charme antiker Bauwerke.
 Viele Häuser sind im Laufe der Jahre verfallen und andere, in grauer Vorzeit errichtete Häuser sind eingestürzt oder mittlerweile unbewohnbar. Deshalb wurde vor einiger Zeit ein Projekt zur Aufwertung des Zentrums ins Leben gerufen, um Besuchern, die gerne durch Gassen und über Plätze flanieren, Besichtigungen zu ermöglichen, in denen man noch Geschichte und Legenden atmen kann.
Campana ist konventionell in zwei Teile geteilt, den alten Teil namens „Rione Terra“ mit seinem historischen Zentrum, und den neuen Teil mit Gebäuden aus den 40er Jahren. Insgesamt gelingt es Campana, den Charme seiner beiden Seelen zu vereinen, indem es faszinierende Dichotomien und aus touristischer Sicht sehr interessante architektonische Merkmale aufweist.
 Im Mittelalter wurde der runde Turm im Dorfkern errichtet, der später Uhrturm genannt wurde. Er ist der einzige noch existierende der Wehrtürme, die entlang der Stadtmauer gebaut wurden. Der Turm sorgte an dieser Stelle für eine optimale Verteidigung gegen Angriffe von außen ein, die über den Fluss „Nicà“ erfolgten. In diesem Zusammenhang kann man noch immer das berühmte „Tor der Ewigkeit“ besichtigen, das in fernen Zeiten von den ersten Siedlern zur Verteidigung gegen barbarische Angriffe errichtet wurde. Das in der Nähe des alten Dorfes gelegene Denkmal wurde kürzlich restauriert.
Es gibt viele Gotteshäuser, die von den starken christlichen Traditionen zeugen.
 Die Kirche San Domenico (des Stadtpatrons), die sich auf der Piazza Parlamento in der Nähe der Altstadt befindet; die Kirche Sant'Antonio, die 1661 gegründet und 1861 von Monsignore Francesco Marino geweiht wurde; die Kirche Santa Maria Assunta, die sich im Herzen der Altstadt befindet und um das 15. Jahrhundert herum gebaut wurde; die Kirche Santa Maria delle Grazie, die sich am Eingang der Stadt befindet und 1569 gegründet wurde; die Kirche Santa Maria di Costantinopoli, die zusammen mit der „Confraternita Maria Santissima Di Costantinopoli“ zwischen 1610 und 1629 gebaut wurde.

 
Campana
 
Die Steinriesen

Die steinernen Riesen von Pietra di Campana sind ein äußerst faszinierendes Monument, das im Laufe der Jahre die Aufmerksamkeit vieler Wissenschaftler und nationaler Fernsehsender auf sich gezogen hat: Zwei riesige Skulpturen aus lokalem Stein, die sich in Incavallicata befinden.
Die Statuen, die vor einigen Jahren wiederentdeckt wurden, waren bereits in der Vergangenheit bekannt, wie in einer Schrift des Bischofs Francesco Marino aus dem siebzehnten Jahrhundert berichtet wird, der eine der Skulpturen als „der große Koloss, der von einem Erdbeben zu Boden gestreckt wurde“ definiert, und in einer Karte von Kalabrien von 1603, wo Incavallicata als „Cozzo dei Giganti“ bezeichnet wird.
Vom Großen Koloss ist heute nur noch der Sockel mit seiner vagen Form erhalten, während die Statue des steinernen Elefanten noch sehr gut erhalten ist.
Viele haben versucht, eine Antwort auf die Entstehung der Megalithen in der Nähe der Stadt Campana zu finden, und es gibt viele Hypothesen über ihren Ursprung, obwohl derzeit keine sichere Antwort gegeben werden kann und die Datierung und die Art der Statuen noch Gegenstand von Untersuchungen sind. Eine der wichtigsten Theorien besagt, dass die beiden Statuen zur Zeit der Ankunft von Pyrrhus in Italien hergestellt wurden, der als erster Elefanten nach Kalabrien brachte. Ein anderer behauptet, dass es sich bei den Statuen um prähistorische Skulpturen handelt und dass die Elefantenstatue einen Elephas antiquus darstellt, einen Dickhäuter, der gegen Ende des Pleistozäns sogar in Süditalien vorkam, wie die Funde aus dem Pollino-Gebiet in der Gemeinde Rotonda belegen.

 
Campana
 
Gastronomie

In Campana ist das Klima im Winter sehr kalt und aus den Küchen steigen vollmundige und intensive Aromen und Geschmäcker auf. Wie in vielen anderen kalabrischen Dörfern gibt es in Campana eine umfassende hausgemachte gastronomische Tradition, wie z.B. die „maccarruni“, hausgemachte Nudeln aus dünnem Teig mit Hülsenfrüchten, die traditionell in der „pignata“ gekocht werden, einem Terrakotta-Geschirr mit breiter Öffnung.
 Die Suraca-Bohnen werden über lange Zeit im Kamin gegart: dabei wird die pignata abseits der Flammen direkt auf die Glut gelegt. Die Zubereitung dauert mindestens einen ganzen Tag und folgt dem Sprichwort „A mindi a matìna e ta màngi a sìra“ (koche morgens und esse abends). Am Ende des Kochvorgangs werden sie in einem Topf mit selbstgemachter Pasta vermengt.

 


 


Adresse Piazza Parlamento
  87061 Campana (CS)
Telefonnummer 0983 93191
Fax 0983 937898 
Webseite http://www.comune.campana.cs.it
 

 

Im der Mitte des Dorfes erhebt sich ein großes Marmor Stück an Aldo Moro und den Opfern von Via Fani gewidmet.  Vom Künstler Cesare Baccelli erschafft.

Nicht weit vom Dorf befindet sich  „Incavallicata”, wo sich ein  kalkhaltiges Megalith aus Stein der Sila   befindet. Es ist ungefähr 5,90 Meter groß, d.h. größer als die reale Größe.

Nicht weit von dem entfernt, befindet sich noch ein großes Megalith, 7,50 Meter groß,  mit menschlichen Beinen  und wird von den Einwohnern  „ der Gigant“  oder „Zyklop“ genannt. In Campana sind sie als „Le pietre della Incavallicata” (Steine der Incavallicata) bekannt.

Seit 2003 sind die Megalithen untersucht worden und als wissenschaftlicher Kenntnisse verbreitet. Besonders der Megalith Elefant, der mit seinen langen Stoßzähnen zu ferner Art zurück führt.

Sie sind einzigartige Exemplare in Europa,  andere amorph- und anthropomorphische Megalithen von Menschen eingeprägt  existieren nicht, außer in Ägypten und in der Türkei.

Von einem Geologischen Gesichtspunkt  gehören die Felsen der Incavallicata zu

den gelbigen Sandsteinen und grau Echiniden Clipeastren aus der Serravalliano-Tortoniano Zeit  (Mittel- Hoch- Miozän).



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