Cirò Marina (KR)

Wo der Wein der Götter entsteht

Cirò Marina liegt an der ionischen Küste des oberen Crotone und auf dem Gebiet der antiken Krimisa, einer Kolonie von Magna Grecia, in einem von Weinbergen, Olivenhainen und angebauten Feldern umgebenen Gebiet zwischen Punta Alice und dem Fluss Lipuda.
 
Das Territorium von Cirò ist auch für die hervorragenden Weinberge der Gaglioppotrauben berühmt, aus denen der Wein Cirò DOC (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) hergestellt wird, einer der bekanntesten und gefragtesten Weine Kalabriens.
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Der Weinbau von Cirò hat sehr alte Wurzeln. Tatsächlich wurde in der Römerzeit über die geschätzte lokale Weinproduktion gesprochen.
 
Auf dem Territorium gibt es reichlich Spuren vorhellenischer Ansiedlungen, und die Umgebung ist reich an architektonischen und archäologischen Schätzen von seltener Schönheit. Cirò Marina ist schon seit der Antike besiedelt. Griechischen Kolonisten kamen wahrscheinlich zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert vor Christus in dieses Gebiet und gründeten entlang der ionischen Küste in der Nähe der Mündung des Lipuda die Stadt Krimisa. Die Kolonie war auch bekannt für den am Vorgebirge von Punta Alice stehenden Tempel des Apollo Aleo.
Bis 1952 war die Stadt Teil der Gemeinde Cirò, so dass die städtische Siedlung keinen wirklichen historischen Kern hat, allerdings findet man bedeutende architektonische Bauten, wie die Überreste des Neuen Turms auf der Lipuda, Casa Taverna, Palazzo Porti, Casa Sculco, Casa Saverona und andere ländliche Residenzen, die, umgeben von Weinbergen, Orangen- und Olivenhainen, die ursprüngliche und charakteristische Landschaft des mediterranen Gartens bildeten.
 
Cirò Marina
 

Heute hat sich Cirò Marina zu einem renommierten Küstenort entwickelt, dem im Laufe der Jahre die Blaue Flagge für die Qualität des Meeres und die Grünen Flagge für das Wohl der Kleinsten verliehen wurden. Nach Cirò kommt man schon allein des Meeres wegen und um verschiedene Wassersportarten auszuüben. Allerdings kann man auch die historischen Vorzüge eines Gebiets entdecken, dass zur Zeit der Magna Graecia von großer Bedeutung war, wie die archäologischen Funden belegen.

Ein Gebiet, das von seinen beiden Schätzen, dem Meer und dem Land, lebt. Hier werden weithin bekannte vorzügliche Produkte, wie Weine und Zitrusfrüchte, angeboten. Fischerei und Landwirtschaft mit der Erzeugung von Weinen (Q.b.A.) und den Anbau von Clementinen sowie die Verarbeitung und Konservierung von Gemüse und Fisch sind die Haupttätigkeiten von Cirò Marina, mit denen der Tourismus zunehmend verbunden ist. Im Gemeindewappen von Cirò Marina erscheint das Profil von Bacchus, dem Gott des Weins, schließlich definiert sich die Stadt über ihre Vorzüge, d.h. den Wein und das Meer als Badeort, als „Territorium des zu liebenden Weins“. 
Unter den in Cirò Marina stattfindenden Veranstaltungen sind folgende besonders erwähnenswert: im März die Focareddi di San Giuseppe (Feuer des Hl. Josef), hierbei werden in den verschiedenen Stadtteilen Feuer angezündet. Im April finden zahlreiche religiöse Zeremonien und Märkte, wie die Fiera di San Francesco (Jahrmarkt des Hl. Franziskus) statt. Anfang Mai wird das Fest des San Cataldo, dem Schutzpatron der Stadt, begangen. Während der vier Tage andauernden Festlichkeiten gibt es eine anmutende Prozession am Meer und eine Pilgerfahrt zur Kirche Madonna di Mare, in der seit einiger Zeit die Statue des Heiligen aufbewahrt wird.
Im August finden die Veranstaltungen Calici di Vino (Weinkelche) und das Dorffest des Fettfisches statt.

 
Cirò Marina
 
Der Cirò DOC

Keine andere italienische Region kann sich mit so einer hohen Anzahl und Artenvielfalt der in Kalabrien heimischen Rebsorten rühmen. Der Weinbau in Cirò, der für seine unbestrittene Qualität und auch für die in seinen Weinbergen noch erhaltenen Rebsorten bekannt ist, erlangt aufgrund seiner außergewöhnlich antiken Tradition einen besonderen Wert, so dass bereits in der Römerzeit von der geschätzten lokalen Weinproduktion gesprochen wurde. Und wenn man auf die lange Vergangenheit in den Weinbergen von Cirò zurückblickt, kehrt man in die Antike zurück, ohne die Bedeutung des Experimentierens und Forschens zu vergessen.
Die ersten griechischen Kolonisten, die an den Küsten von Cirò landeten, waren von der Fruchtbarkeit dieses Landes beeindruckt und brachten neue Rebsorten mit. Der produzierte Wein, genannt Cremissa, wurde zum offiziellen Wein der Olympischen Spiele. Wahrscheinlich stellte dies das erste Beispiel der heute als Sponsor bezeichneten Unterstützungsform dar. Die Tradition wurde bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt wiederbelebt, insbesondere um das Image des Cirò-Weins aufzubessern. Alle teilnehmenden Athleten hatten die Gelegenheit den offiziellen Wein Cirò zu verkosten.
In den letzten Jahren hat der Cirò, insbesondere der Rotwein, seinen alten Ruhm wiedererlangt. Dies ist auch zahlreichen Unternehmen zu verdanken, die den Spagat zwischen Modernisierung des Unternehmens und Beibehaltung der Traditionen in Bezug auf die ursprünglichen Reben und die Herstellungstechniken geschafft haben.
Besonders begehrt sind die Weine von Cirò Marina, die in jeglicher Hinsicht eine Weinstadt ist. Diese Weine werden hauptsächlich aus der typischen Gaglioppo-Traube gewonnen, aus der der Cirò DOC (Q.b.A.) in drei verschiedenen Sorten hergestellt wird: Rot-, Rose- und Weißwein. Der fruchtige und einhüllende Duft, das intensive und ausgewogene Aroma sind ideal, um die typischen Rezepte zu verkosten, die eine Harmonie zwischen Meer und Land darstellen.

 
Cirò Marina
 
Archäologisches Museum

Das Gebäude, in dem sich das Museum befindet, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts renoviert und anschließend von der Gemeinde Cirò erworben, die weitere Restaurierungs- und Anpassungsarbeiten für das Museum durchführte. Das Dachgeschoss wird als Konferenzraum genutzt. Das mit einem gewölbten Portal versehene Gebäude zeichnet sich durch verschiedene Eingänge und charakteristische Balustradenbalkone mit Blick auf den Hauptplatz der Stadt aus.
In der Ausstellungshalle des archäologischen Stadtmuseums von Cirò Marina werden Objekte insbesondere aus der Zeit der Brettier, die in den zahlreichen Nekropolen auf dem gesamten Territorium gefunden wurden, sowie Artefakte, die im Bereich des Tempels, der Apollo gewidmet ist, ausgegraben wurden, gezeigt. Die Krönung der Kollektion stellt der Abdruck der Akrolithstatue des Gottes Apollo dar, die vier Jahre lang in den USA im Princeton Museum ausgestellt wurde.
Die reichen Grabbeigaben, bestehend aus Gegenständen von Symposien sowie militärischen Gegenständen, die in den Gräbern der Männer gefunden wurden, zeugen davon, dass die Brettier sich auf die Reitkunst spezialisiert hatten. Bei den Frauen wurden stattdessen Juwelen, Gebrauchsgegenstände und Kosmetika entdeckt. Im Obergeschoss des Museums ist eine Dauerausstellung zur Unterwasserarchäologie eingerichtet.

 
Cirò Marina
 
Gastronomie

Die schmackhaften typischen Gerichte aus Cirò, die der mediterranen Küche treu bleiben, zeichnen sich durch ihre Schärfe aus. Die weit über die Grenzen hinaus bekannte Sardella wird mit neugeborenen Sardellen, würzigem rotem Pfeffer und wilden Fenchelsamen zubereitet. Der Fettfisch wird in tausend Variationen zubereitet: Gebratene „Surici“ (Lippenfisch) abwechselnd mit „Pruppi e Pipi“ (Tintenfisch und Paprika), gefüllten oder „Arriganate“ (in einer Pfanne mit einem Schuss Essig und Oregano anbraten) Sardellen, geröstete Sardinen, Schwertfisch. Eine weitere Köstlichkeit, die diese Art von Fisch als Hauptdarsteller sieht, ist der Sardellensalat. Dabei werden die Fische geputzt, in Zitronensaft eingelegt und eine Stunde ruhen gelassen. Danach werden sie zusammen mit Scheiben frischer Zwiebel, Fenchel, Orangen und Oliven serviert und mit nativem Olivenöl extra, Salz und Pfeffer gewürzt.
Die bäuerlichen Traditionen haben unzählige Rezepte von eingemachten Spezialitäten überliefert. Leckere Oliven „alla calce“ (mit Kalk) und „schiacciate“ (plattgedrückt), in Öl oder Essig eingelegte Auberginen, in der Sonne getrocknete Tomaten und Paprika, die zu „i Pipi ‘e Filari“ werden.
Die beliebten hausgemachten Nudeln, die mit Saucen aus Schweinefleisch, Zicklein, Lammfleisch und Hülsenfrüchten gewürzt werden.

 
Cirò Marina
 


 


Adresse Piazza Kennedy, 1
  88811 Cirò Marina (KR)
Telefonnummer 0962 375111 - 0962 367111
Fax 0962 31266
webseite www.comune.ciromarina.kr.it
 

 

Während der Ausgrabungen 1924, der Archäologe Paolo Orsi  fand  in der Gegend Punta Alice  ein altes altertümliche  Tempel an Apoll Haleo gewidmet.

In der älteste Phase, Ende VI. Jahrhundert vor Christi Geburt, das Tempel Apollo Haleo bestand aus einer sehr lange Zelle (naos) von einer Säulenreihe in zwei Schiffen geteilt, von denen sind nur die Grabsteine geblieben. Die ganzen inneren und äußeren Säulen waren aus Holz. Die Zelle beendete mit einem viereckigen Raum (adyton) von einer Zwischenwand geschlossen und aus vier Wandpfeiler   gegliedert. Die Zelle hatte die Statue des Gottes Apollo.

Das Tempel Punta Alice wurde bis Ende IV. Jahrhundert vor Christi Geburt benutzt. Das neue Gebäude in Stein  verlieb di archaische Zelle ein, dagegen die Säulenreihe  wurde auf der Ost Seite verdoppelt. Die zweite Phase des Tempels Apollo Haleo beweist die letzten interessanten Entwicklungen der  dorische Architektur im Osten, stellte das einzige nachklassische Peripteros Gebäude. Von den Ausgrabungen im Tempel Apollo Haleo wurden der Kopf, beide Füße und Teil der zerstörten Hand der antiken Statue ausgestellt, heute sind sie im Museum „ Museo Archeologico Nazionale“ von Reggio Calabria.

Der 1. April 2015, nach 91 Jahren, der Kopf, die Füße und die Hand kamen nach Cirò Marina wieder zurück, gelegentlich der Eröffnung des Stadtmuseums ausgestellt. 

Die Gemeinschaft Cirò Marina, dank der FEE – Italien (Foundation for Environmental Education), ist  unter den 233 Stränden die eine Garantie für die Qualität der Badewässer, der Küsten, Dienstleistungen und Sicherheits- Maßnahmen und angebotenen Leistungen. 

Das Heiligtum Maria Heilige d’Itria befindet sich wo einmal das Castrum Licia, Alice oder Alichia war. Im Laufe des 700 war es Sitz eines großen Jahrmarkt. Im Inneren befindet sich eine Leinwandgemälde im byzantinischen ikonographischen Stil der heilige Maria mit Kind. Im Hauptplatz Cirò Marina ist die Kirche San Cataldo, Schutzpatron des Dorfes. Das aktuelle heilige Gebäude wurde 1903 gebaut und im Jahr 1950 vergrößert. Das Mittelschiff, mit Fresken bemalt, hat einen Dachstuhl aus Holz. Voller Wert ist das Bronzen Portal mit Stichen der Landes Geschichte vom Künstler Elio Malena. Andere heilige Gebäude sind die Kirche San Nicodemo Abate, das Heiligtum Madonna di Mare und die Kirche San Francesco di Paola.  

Auch wenn Cirò Marina eine sehr junge Gemeinschaft ist, rühmt sie ein sehr bedeutendes archäologisches, historisch und artistisches Vermögen: die Resten des Heiligtum Apollo Aleo in Punta Alice (die fernteste Gegend im Taranto Golf),

i Mercati Saraceni (Saraceni Markt) und einen Turm aus dem 500 Jahrhundert und noch die vielen Funde im Stadt Museum das sich im Hauptplatz des Dorfes befindet. 

Das Gebäude ist seit dem 1966 Sitz des Landeskonservator Kalabriens und, seit 1998  als Museum geöffnet. Das Museum ist auf zwei Ebenen organisiert und enthält wiedererhaltenen Material seit den 70er Jahren, sowohl Funde als auch Resten von den Ausgrabungen des Landeskonservator Kalabriens. Die Schaufenster im Erdgeschoss haben Funde der zwei der wichtigsten Zeiten dieser Gegend: die Gründung der antike Krimisa vom homerischen Held Filottete und der Bretti, die viele Zeugnisse gelassen haben. An der griechische Besiedlung sind Gegenstände vom Apollo ALeo Heiligtum zu zuzählen (Exvoto architektonische Elemente und Gegenstände des Heiligtum Alltagslebens), dagegen die Resten der Bretti ist nach Material ausgeteilt und da waren Grabausstattungen, die von den Nekropolen der Gegend kamen (Töpferware, Gegenstände mit der oikos verbunden, Toilettengegenstände, Waffen, Schmuckstücken usw.).

Zuletzt noch eine kleine Geldschachtel mit dem damaligen Geld der Gegend, vom IV. Jahrhundert vor Christi Geburt bis der romanischen Herrschaft. Im ersten Stock ist eine reiche Bilderausstellung und Landesausstellung, Ergebnis einer langen Unterwasserforschung auf den ionischen und tyrrhenischen kalabrischen Küsten bezeugen die Kontakte die die italische Völker mit dem Ost-Mittelmeer, besonders Griechenland, seit der Mykenischer Zeit hatten. 



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