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Sersale (CZ)

Natur am Fuße der Sila Piccola

Das Gebiet von Sersale mit seiner Geschichte und seinen Naturschönheiten, unter denen die Schlucht Valli Cupe eine herausragende Stellung einnimmt, die in Italien aufgrund ihrer geomorphologischen Eigenschaften einzigartig ist, hat sich in wenigen Jahren zu einem Modell für nachhaltigen Tourismus gemausert, das „im Feld“ erprobt und umgesetzt wurde und als solches Aufmerksamkeit und Bewunderung verdient.
 
Die Gegend der Valli Cupe hat vertikal abfallende, unzugängliche und schroffe Wände, deren Konturen oft reich an unzähligen kleinen Schluchten sind, die von den Witterungseinflüssen freigelegt wurden,
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Auf dem Gebiet von Sersale gibt es etwa hundert spektakuläre Wasserfälle, die von einer üppigen subtropischen Vegetation umgeben sind.
 

und das bevorzugte Brutgebiet von Vögeln ist, die hier in großer Fülle vorkommen. Imposant und zahlreich sind auch die Monolithen, die sich zwischen den wilden Hängen des kalabrischen Dschungels verbergen und ein kleines unbekanntes Universum bilden. In der Gegend gibt es etwa hundert spektakuläre Wasserfälle, von denen einige bis zu 100 m hoch sind, die von einer üppigen subtropischen Vegetation umgeben sind und von Bächen gespeist werden, die ungestüm durch die Berghänge bis zum Ionischen Meer hinabstürzen.

 
Sersale
 
Das historische Zentrum von Sersale

Enge und gewundene Gassen steigen an den Seiten des Angaro-Hügels auf und öffnen sich zu kleinen Plätzen und Höfen, auf denen die strengen Fassaden alter Adelspaläste hervorstechen. Das historische Zentrum befindet sich im oberen Teil des Dorfes, wo zwischen engen Gassen, Unterführungen (dem typischen Fhagu), plötzlichen Erweiterungen und steingepflasterten Straßen stattliche Gebäude mit schönen Steinportalen neben eher nüchterner und wesentlicher Architektur bewundert werden kann. Nur wenige Zufahrten führen durch sein Inneres, und die an den Gebäuden vorbeiführenden Gassen sind in eine faszinierende Stille getaucht, die den Besucher in eine surreale Dimension erregender Ruhe und einzigartiger optischer Empfindungen versetzt.
Im Zentrum des Ortes steht die Mutterkirche mit einer neoklassizistischen Fassade und einem Portal, das von Statuen überragt wird. Im Inneren kann man den Stuck- und Scagliola-Altar bewundern, auf dem die Statue der Madonna del Carmelo, der Schutzpatronin des Dorfes, und eine weitere kleine Marmorstatue aus dem Jahr 1600, die am Eingang der Kirche errichtet wurde, aufgestellt ist. Unmittelbar neben der Mutterkirche befindet sich die Chiesa dell’Immacolata mit ihrem polychromen Holzaltar und der Holzstatue der Unbefleckten Empfängnis, beides Werke eines unbekannten Bildhauers aus dem 17. Jahrhundert.
Im oberen Teil des Dorfes, zwischen malerischen Stufen und steilen Anstiegen, steht die Kirche Sant'Anna. Vor dem Dorf, auf dem Berg Crozze, steht eine kleine Kirche, die 1935 zur Verehrung der Madonna del Carmelo nach einem heftigen Erdbeben und einer verheerenden Überschwemmung errichtet wurde, die Sersale im März desselben Jahres heimsuchten.
Der Monte Crozze ist nicht nur ein heiliger Ort, sondern auch ein ausgezeichneter Aussichtspunkt, der Ausblicke von Punto Stilo bis nach Crotone gewährt.

 
Sersale
 
Im Herzen der Sila Piccola

Sersale liegt am Rande der Naturlandschaft der Sila Piccola. Die Umgebung der Sila Piccola hat einen großen Reichtum und eine Vielfalt an Vegetation zu bieten, die ihre Landschaften charakterisiert, von der typischen mediterranen Macchia bis hin zum dichten Nadelwald, der den Besucher an überraschende „nordische“ Landschaften erinnert, die für Kalabrien alles andere als üblich sind.
Der Grund für diesen Reichtum und diese Vielfalt liegt in den starken Höhenunterschieden der Gegend, die eine Differenzierung der Vegetationsgürtel bewirkten. Sie reichen vom Milieu der mediterranen Macchia bis hin zu Laubwäldern aus Kastanien, Zerreichen, Eschen, Espen, Hainbuchen und neapolitanischen Erlen. In den höchsten Lagen beschränkt sich die Vegetation auf Schwarzkiefern, die so sehr mit der dieser Hochebene verbunden sind, dass sie „Sila-Kiefern“ genannt werden. Zur Fauna der Gegend gehören Füchse, Dachse, Siebenschläfer, Wildkatzen, Wildschweine und Hasen. In einer Höhe von über 1400 Metern beginnt das charakteristische Milieu der Sila aus Buchen, Kiefern, Erlen und Weißtannen. Die für den Monte Gariglione typischen Buchen und Weißtannen der Sila Piccola sind nach wie vor von hohem wissenschaftlichen Interesse.
Das mediterrane Klima mit kalten, schneereichen Wintern und sehr kühlen Sommern macht die Sila Piccola zu jeder Jahreszeit besonders angenehm. Im Frühling faszinieren die Farbschattierungen der tausenden von Blumen, die auf den Waldlichtungen blühen, der Sommer macht die Sila zu einem Paradies für neugierige Wanderer und ausflugsbegeisterte Familien, der Herbst ist die Jahreszeit der verlöschenden und dämmrigen Farben der Buchenblätter, die einen dicken Teppich bilden, der in der untergehenden Sonne leuchtet, und im Winter erlauben die reichlichen Schneefälle Wintersportbegeisterten Ski zu fahren oder mit Schneeschuhen und Langlaufskiern einen der vielen natürlichen Abhänge des Plateaus auf der Suche nach Spuren und bezaubernden Landschaften zu begehen.

 
Sersale
 
Schlucht Valli Cupe

Die Gegend von Sersale gehört zum Gebiet der Valli Cupe und des Monte Raga. Das Schutzgebiet der Valli Cupe bietet Wanderern wunderbare Landschaften, sowohl beim Aufstieg entlang des Flusses Fegato als auch beim Abstieg vom Monte Raga, der trotz seiner üppigen Vegetation den Blick freigibt auf ihre rötlich schimmernden Steilwände. Diese charakteristischen Spalten, die sich in die Wände aus sandigem Untergrund gegraben haben, sind auf natürliche Art und Weise entstanden.
Wandert man entlang des Flusslaufes zum Gipfel, fassen diese Wände den Eingang zu einem wunderbaren Canyon ein, einer der faszinierendsten und eindrucksvollsten geologischen Sandsteinformationen Italiens. Die Schlucht mit ihren gewundenen Wänden, die sich häufig hoch oben berühren, verdunkelt den Himmel und schafft einen idealen Lebensraum für geschützte und seltene Tier- und Pflanzenarten.
Der Pfad der Valli Cupe existierte bereits 800 n. Chr. und verband vier basilianische Klöster miteinander.

 
Sersale
 
Die Wasserfälle

Entlang des Flusslaufs des Campanaro, einem der abwechslungsreichsten und spektakulärsten des Vorgebirges der Sila in der Gegend von Catanzaro, zu dem auch Sersale gehört, folgen auf nur zwei Kilometern elf Wasserfälle, die zwischen fünfzehn und vierzig Meter hoch sind. Die bekanntesten Wasserfälle sind der von Campanaro, von dem aus man eine Stein- und Terrakotta-Brücke aus dem letzten Jahrhundert bewundern kann, die ein echtes Meisterwerk der Ingenieurskunst darstellt, die drei Cascate di Rupe, darunter einer von außergewöhnlicher Größe, der sich in eine wunderschöne äquatoriale Waldung stürzt, dann die Cascate dei Muschi bzw. degli Allori, die von Wäldern und herrlich duftenden Gehölzen umgeben sind und Reihern sowie vielen anderen seltenen Vogelarten Zuflucht bieten, und schließlich die Cascata dell'Inferno, die so genannt wird, weil sie eine besondere Form aufweist und in eine Schlucht eingebettet ist, die einen besonders tiefen Wassergraben bildet, der dem Volksglauben zufolge bis zur Hölle reicht.

 
Cascatelle del Crocchio

Um die Crocchio-Schluchten zu erreichen, muss man einem Pfad folgen, der an einer alten, steinernen Ruine vorbeiführt, die Pastillarogenannt wird, und in der einst Kastanien verarbeitet wurden, bis man zur Aussichtsturm Arocha gelangt, einer Holzplattform mit einer maximalen Kapazität von 15 Personen, von der aus man den Wasserlauf inmitten wilder Natur bewundern kann. Weiter entlang des Weges liegt der Wasserfälle der Cascata del Crocchio von spektakulärer Schönheit, deren transparentes Wasser Reflexionen aus funkelnden Farben erzeugt. Dort gibt es kleines Wasserbecken, das an einigen Stellen sogar tief genug ist, um darin unterzutauchen, zu schwimmen und sich von der Strömung bis unter den Wasserfall tragen zu lassen.

 
Gastronomie

Die Hauptattraktion der lokalen Gastronomie sind die hochgeschätzten Pilze, die reichlich und in zahlreichen Sorten vorhanden sind. In jedem Restaurant und jeder Trattoria ist es möglich, den köstlichen Porcino Silano zu genießen, dem wichtigsten und begehrtesten Speisepilz der Gegend, der in Form der zahlreichen Gerichte der Sila-Küche serviert wird, die dieser unverzichtbaren Zutat als Rahmen dienen. Neben dem schmackhaften und duftenden Steinpilzen lässt sich die eigene Neugier aber noch mit weiteren, wenn auch weniger edlen Pilzsorten befriedigen, die aus gastronomischer Sicht ebenso interessant sind und derzeit eine rege Aufwertung erleben. Der typische gastronomische Abstecher wäre nicht komplett ohne die vielen ausgezeichneten Milchprodukte wie Provole, Ricotta, Scamorze, Butirri, Schaf- oder Mischkäsesorten.

 


 


Adresse Via Roma, 14
  88054 SERSALE (CZ)
Telefonnummer 0961930911
Fax 0961936395
Webseite www.comune.sersale.cz.it
 

 



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