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San Mango d'Aquino (CZ)

Die Wurzeln der Bauernkultur

San Mango d'Aquino erhebt sich 480 Meter über dem Meeresspiegel. Durch die Ortschaft fließen der Fluss Savuto, der auch auf einer Teilstrecke die Grenze zur Provinz Cosenza bildet, der Casale und der Bach Giurio.
 
Der historische Dorfkern wurde im Herzen eines geschichtsträchtigen Gebiets erbaut, in dem sich einst reiche und mächtige Städte wie Temesa, Terina und Mamerto entwickelten.
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San Mango ist ein Land mit großen ländlichen Traditionen, ein wahres Reservoir an Anregungen und Kultur.
 
Im Ortsteil Buda erhebt sich die Wallfahrtskirche, die der Madonna delle Grazie geweiht ist. Jedes Jahr wird am ersten Juniwochenende eine Prozession mit der Statue zelebriert.
 
San Mango d'Aquino
 
San Mango ist eine Ortschaft in Kalabrien, die in ihrer kurzen Geschichte Momente großer Konflikte und Gewalt erlebt hat, in denen die Bevölkerung der Selbstherrlichkeit der Lehensherren ausgesetzt war: von der Bourbon-Regierung über die französischen Besatzungstruppen bis hin zu den Gewalttaten der lokalen Bourgeoisie und Landbesitzer nach der italienischen Einheit.
 
San Mango d'Aquino
 
Geschichte und Folklore

San Mango ist ein Ort mit großen ländlichen Traditionen, ein wahres Reservoir an Suggestionen und Kultur. Die Identität des gesamten Gebietens basiert auf einer Fülle von Kenntnissen und Erfahrungen, die sich auf das Leben auf den Feldern beziehen und durch den Lauf der Zeit und der Jahreszeiten gekennzeichnet sind.

AIn San Mango d'Aquino finden jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen, Festivals und Messen statt, in Zuge deren die Besucher die Gerichte und Traditionen dieses Dorfes entdecken können. Am 28. Januar wird das Fest des Schutzpatrons, der heilige Thomas, gefeiert, während das dem heiligen Franziskus von Paola gewidmete Fest 15 Tage nach Ostern stattfindet.

 
San Mango d'Aquino
 

Zu den ältesten und plakativsten Ereignissen zählt sicherlich die „Mietitura“ (Getreideernte), ein Lied in Mundart, dass von den Erntehelfern unter der sengenden Sonne zwischen den Feldern des reifen Weizens gesungen wird. Diese Lied entstand als Reaktion auf die ständigen Quälereien, denen die Bevölkerung in der Vergangenheit ausgesetzt war. Das Lied erzählt von der Lebenserfahrung der Bauern dieser Zeit auf eine sehr direkte und harte Weise. Jedes Jahr wurde am Faschingsdienstag dieses Lied entlang der Dorfstraßen theatralisch, von den Bauern in traditionellen Kostümen gekleideten, dargestellt. Leider ging diese bewegende Tradition im Laufe der Zeit verloren.

Eine weitere interessante Tradition war die Strina, ein originelles Ritual, bei dem die Glückwünsche für das neue Jahr ausgesprochen wurden: Am Abend des letzten Dezembertages begann eine Gruppe von Musikern von Haus zu Haus zu gehen, und ein Lied vorzutragen. Am Ende der letzten Strophe wurde die Tür geöffnet und die Gruppe trat in das Haus ein, wo Grüße ausgetauscht und auf das neue Jahr angestoßen wurde. Danach kehrte die Gruppe auf die Straße zurück und ging zu den nächsten Türen, um das Lied erneut anzustimmen.

Hingegen konnte die Tradition des Tanzes und Platzens von Ciuccio und Signorina - mit Knallern überzogene Pappmaché-Puppen -, die von zwei verborgenen Puppenspielern belebt werden und zum Klang einer Ratsche Tanzschritte vollführen, bis in die heutige Zeit erhalten werden. Während sich die Puppen bewegen, explodieren die Kracher, die den Körper bedecken, und der Tanz endet mit dem Platzen der beiden Köpfe, die das Ende der Feierlichkeiten anlässlich der Madonna di Luglio kennzeichnen. Diesen Brauch, ein heidnisches Ritual zur Reinigung, findet man in vielen Ortschaften Kalabriens, aber auch Siziliens, Südspaniens und Belgiens, wobei die dargestellten Figuren allerdings voneinander abweichen.

 
San Mango d'Aquino
 
Gastronomie

Die Gastronomie von San Mango d'Aquino spiegelt die bäuerlichen Wurzeln seiner Geschichte wider, die sehr einfache, aber gut gewürzte Gerichte hervorbrachten. Typisch sind die Tagljiarini, hausgemachte Nudeln, die oft mit Schweinefleischsauce serviert werden, das Omelett mit Salami, Käse und gekochten Eiern, die Monacheddhe, mit Sardinen gefüllte Kartoffelnudeln und die Grispeddhe, gebratene Kartoffelkringel. Zu den bekanntesten Süßspeisen zählen die Turdiddi, ein süßes Gebäck, das mit Zucker oder Honig überzogen ist.

 


 


Adresse Piazza Municipio, 1
  88040 San Mango d’Aquino (CZ)
Telefonnummer 096896003
Webseite http://www.comunedisanmangodaquino.it
 

 



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