CIRÒ

Cirò ist eine mittelalterliche Gemeinde mit einer gut erhalten Altstadt, die reich an suggestiven Ausblicken, engen Sträßchen, Unterführungen und Treppen ist. In einer strategisch gut gelegenen Position befindet sich das imposante Schloss, das eine trapezförmige Basis mit vier unterschiedlichen Türmen hat. Die Stadt ragt zwischen der ionischen Küste Crotones und den nordöstlichen Ausläufern der Sila empor. Auf der einen Seite befindet sich das hügelige Vorgebirge, wobei Punta Alice die höchste Spitze darstellt, auf der anderen Seite die Wasserscheide des Malocutrazzo im Dorfzentrum, das die Flachküste zwischen dem Bach Santa Venere und dem Becken des Flusses Lipuda dominiert. Die Stadt von Cirò ist die antike Psycròn, eine Lokalität, die den Winden ausgesetzt und reich an Charme ist. Die archäologischen Funde bezeugen die Anwesenheit indigener Völker ab der Eisenzeit. Die Stätte war Schauplatz einer harmonischen Begegnung zwischen zwei Kulturen: die Geschicklichkeit und der Reichtum der Griechen vereinte sich mit der Eleganz und Gegenständlichkeit der lateinischen Kultur. In den folgenden Jahrhunderten, während der Feudalherrschaft, waren die Ruffo und die Carafa Lehensherren, die ein imposantes Verteidigungssystem aufstellten, das aus dem Schloss und kleinen Festungen, die sich in der Ortschaft Madonna d’Itria, Madonna di Mare und Spinelli befanden. Die relevanten archäologischen Entdeckungen bestehen aus Waffenresten, Manufakturen, Mauern und Gräbern, die auf eine Zeitspanne zwischen dem 14. und zehnten Jahrhundert vor Christus zurückgehen und in den Stadtvierteln „Cozzo Leone“, „S. Elia“ und „Serra Sanguigna“ gefunden wurden. Dies führt zur Annahme, dass die tausendjährige Geschichte Ciròs auf die Bronzezeit zurückgeht. Doch zwischen dem achten und sechsten Jahrhundert vor Christus, wurde mit der Ankunft der griechischen Ansiedler, wahrscheinlich aus Crotone, das Gebiet stark besiedelt und der sehr antike, bereits vorhandene italische Kern gefestigt. So entstand die großgriechische Stadt Psycròn und später Krimisa (Crimisa oder Crimissa). Die genaue Lage der Stadt Krimisa war unter den Archäologen Diskussionsgegenstand. Heute aber ist aufgrund der Funde eindeutig, dass die Stadt in der hügeligen Gegend des ionischen Meeres und in der Nähe von Cirò Superiore empor ragte. Der Mythos besagt, dass die Philokteten die Stadt gründeten und Crimissa nannten. Nach dem griechischen Geograf Strapone, lag die Stadt im Vergleich zur Küste, in einer erhobenen Position auf den Hügeln. Die imposante Fläche befand sich wahrscheinlich im Stadtviertel „Cozzo Leone“ von Cirò, während die Nekropole sich in der Nähe des Quartiers „S. Elia“ erstreckte. Die Ausdehnung des urbanen Raums entlang der Küste bis zur Punta Alice, fand wahrscheinlich in der Klassik statt, als die Stadt bereits die ökonomische Blütezeit erreicht hatte, die eine ausreichende Verteidigung und militärische Kontrolle des Territoriums versicherte. Die Stadt erlebte eine Blütezeit, in welcher einige Tempel, in verschiedenen Zonen der Gegend, errichtet wurden. Der dem Apollo gewidmete Tempel ist, dank seinen wenigen aber eindeutigen Funden einiger Kapitelle und verschiedener architektonischen Elemente des Werks des Archäologen Paolo Orsi, der wohl berühmteste. Heute weisen verschiedene Gegenden nämlich Namen im Dialekt der lokalen Bevölkerung auf, die in der hellenischen Antike ihren Ursprung finden. Santa Venere ist ein erschöpfendes Beispiel dafür. Während den Punischen Kriegen wurde die Stadt Krimisa durch die Römer und Karthager geplündert und während den griechisch-gotischen Kriegen mehrmals zerstört. Aufgrund dieser Plünderungen und Verwüstung im Küstenteil, verließen die Bewohner nach und nach diesen Stadtteil und ließen sich auf den Hügeln nieder, die eine optimale strategische Lage boten und zur Wiederbevölkerung des antiken Stadtkerns des heutigen Ciròs dienten. Die lokale Wirtschaft wird durch den Export in die ganze Welt des Cirò Weines dominiert, gefolgt vom ebenso traditionellen Öl, das kürzlich zur verstärkten Produktion im agrarindustriellen Rahmen geführt hat.




 


 

Das städtische Ballungszentrum besitzt, aufgrund seines jungen Ursprungs, der auf das Jahr 1952 zurückgeht, keine Altstadt. Stattdessen findet man innerhalb des urbanen Raums bedeutende architektonische Werke, wie die Reste der Torre Nuova (neuer Turm) auf dem Lipuda, die Casa Taverna, das Gebäude Porti, welches das archäologische Museum beherbergt, die Casa Sculco, die Casa Saverona und weitere ländliche Residenzen, die von Weinbergen und Orangen- und Olivenhainen umgeben sind und zur typischen Landschaft des mediterranen Garten gehören.



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