San Sosti (CS)

Das spirituelle Beispiel der Madonna del Pettoruto

San Sosti liegt in einem Talkessel in der Alta Valle dell'Esaro, in einer heilsamen natürlichen Umgebung von seltener Schönheit, auf der natürlichen Verlängerung der tyrrhenischen Küstenseite des Pollino-Gebirges. Hier gibt es die Flüsse Esaro und Rosa, viele Wälder und hohe Berggipfeln.
Der Protagonist der natürlichen und spirituellen Landschaft von San Sosti ist zweifellos die in 600 m Höhe an den Hängen des Monte Montea gelegene Wallfahrtskirche Madonna del Pettoruto mit ihrer in Tuffstein gehauenen Madonnenstatue. Es ist ein berühmter Wallfahrtsort, der eine große Zahl von Gläubigen aus Kalabrien und Süditalien anzieht. Jeden September kommen Pilger zu Fuß aus dem Dorf herauf, begleitet vom Klang charakteristischer Instrumente, wie kleiner Akkordeons, Sackpfeifen, Gitarren und Tamburine.
 
In der Nähe der Wallfahrtskirche befinden sich die Überreste der antiken byzantinischen Stadt Artemisia, die zu Fuß über einen Waldweg erreichbar ist.
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Die Wallfahrtskirche liegt an einem einsamen und geheimnisvollen Ort, um-geben von den Wundern der Natur zwischen den hohen Gipfeln des Pollino-Massivs.
 

In San Sosti sind unter anderem die Kirche Madonna del Carmine, die Kirche Santa Caterina V.M., der Wasserfall Fra Giovanni am Fluss Rosa bewundernswert, wo auch die Ruinen der alten Wassermühle und des alten Wasserkraftwerks zu sehen sind.

 
San Sosti
 

Während einer Ausgrabung im Jahre 1848 wurde in der Umgebung von San Sosti eine sehr wertvolle Votivaxt aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. gefunden, die später an das British Museum in London verkauft wurde, wo sie noch heute ausgestellt ist.
Bemerkenswert sind die Überreste der Burg aus dem 13.-14. Jahrhundert, die auf einem Felssporn steht, von dem man auf das ganze Tal von San Sosti und die Schlucht Gola del Rosa blickt.

 
Wallfahrtskirche Madonna del Pettoruto

Die Wallfahrtskirche liegt an einem einsamen und geheimnisvollen Ort, oberhalb der Ortschaft San Sosti, und ist umgeben von den Wundern der Natur zwischen den hohen Gipfeln des Pollino-Massivs.
Ihre Ursprünge liegen weit zurück. Die erste Nische wurde vermutlich bereits 1274 auf Wunsch der Abtei Acquaformosa errichtet, auch wenn den ersten Dokumenten zufolge die Pilgerungen zu diesem Ort auf 1449 rückführbar sind.
Der Name „petruto“ bedeutet steinig, felsig und bezieht sich auf das gesamte Berggebiet der Kirche.
Die auf das 17. Jahrhundert zurückgehende Tradition besagt, dass ein taubstummer Hirtenjunge seinen Namen hörte. Er blickte auf und sah die Madonna mit Kind in ihren Armen, die ihn aufforderte, eine Kirche zu gründen.
Einer Legende zufolge wurde die Statue der Madonna, die sich auf der rechten Seite des mittleren Kirchenschiffes befindet, von Nicola Mario di Altomonte geschaffen. Er wurde fälschlicherweise eines Verbrechens beschuldigt und meißelte das Bild der Madonna mit Lilie und des Jesuskindes mit Weltkugel in die Felsspitze, damit seine Unschuld ans Licht käme.
Seitdem ist dieser Ort, der bereits eine Einsiedelei des östlichen Mönchstums war, zu einem Pilgerziel einer ständig wachsenden Zahl von Gläubigen geworden, die bei der Besteigung des Sacro Monte einen Augenblick des Trostes und des geistigen Friedens suchen.
Heute wird die Statue in einem Schrein in der Wallfahrtskirche aufbewahrt, die 1979 von Papst Johannes Paul II. zur Basilika Minor erhoben wurde.
Die Kirche weist eine einzigartige Fassade im neoromanischen Stil auf und ist in drei Teile mit einem dreibögigen zentralen Atrium untergliedert. Der Glockenturm ist viereckig, weist zweibögige Fenster auf und endet mit einem Spitzgiebel. In den letzten Jahren wurden rund um die Wallfahrtskirche Arbeiten durchgeführt, um dem Andrang der vielen Gläubigen gerecht zu werden.
Obwohl der Weg zum Heiligtum lang und recht mühsam ist, steigen jedes Jahr Tausende von Christen aus der ganzen Region auf die Anhöhen des Pollino-Massivs hinauf, um die Madonna zu verehren. Die Madonna di San Sosti wird auch in anderen fernen Ländern wie Argentinien und Kanada verehrt, wo die Auswanderer in ihrer neuen Heimat weiterhin die mit der Madonna del Pettoruto verbundenen Bräuche aufrecht halten.
Während der Feierlichkeiten zu Ehren der Madonna, die vom 1. bis 8. September während des tausendjährigen Jahrmarktes der Madonna del Pettoruto stattfinden, füllen sich die Straßen von San Sosti mit Gläubigen und Pilgern, die zur Madonna beten und ihre Votivgaben darbringen.

 
San Sosti
 
Die Burg Rocca

Die Burg stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. und wurde auf einem Felssporn erbaut, von dem es auf das ganze Tal von San Sosti und die Schlucht Gola del Rosa blickt.
Dadurch überwachte es das Territorium und war vor allem ein Verbindungsweg, der durch die Gola del Rosa bis zum Tyrrhenischen Meer führte.
Archäologische Studien brachten Münzen aus der Zeit der Hohenstaufen und Anjou sowie Zeugnisse anderer Epochen ans Licht, z.B. römische Keramikgegenstände aus dem 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. und Fragmente feiner Votivkeramik aus der griechischen Zeit des 6. bis 5. Jahrhunderts v. Chr. Andere Funde zeigen, dass die Stätte bereits in der Bronze- und Eisenzeit besucht war.
Wahrscheinlich wurden für den Bau des massiven mittelalterlichen Gebäudes die Fundamente eines älteres Bauwerkes, vielleicht ein Phrourion aus griechischer Zeit, verwendet, das zur Bewachung der Schlucht, dem Vorposten von Thuri, diente. 
Die Untersuchungen in der Burg Rocca und in der Kirche Carmine von San Sosti zeigen neue Perspektiven für die Deutung der Archäologie des Gebietes und die Identifizierung des Ortes auf, an dem die berühmte bronzene Votivaxt gefunden wurde, die man 1846 im Gebiet von San Sosti entdeckte und heute im Britischen Museum zu sehen ist.

 


 


Adresse Largo Orto Sacramento
  87010 San Sosti (CS)
Telefonnnummer 0981 60151- 0981 60152
Fax 0981 61631
Webseite http://www.comune.sansosti.cs.it
 

 

Im Gebiet von San Sosti erhebt sich die Wallfahrtskirche Santuario della Madonna del Pettoruto, in 1247 gegründet, die das Ziel vieler Wallfahrten ist. Jedes Jahr, zwischen dem 1. und dem 8. September, wird die Kirche von vielen Wallfahrern/innen zu Fuß besucht, die aus der naheliegenden Gemeinde San Sosti, beim Klang typischer Musikinstrumente laufen, d. h. kleine Akkordeons, Dudelsäcke, Gitarren und „Tamburini“ (eine Art von Tamburin, mit kleine Blechschalen versehen). Die Wallfahrer/innen werfen Rosen und Steine in den Fluss, die ihre Sünden darstellen, um sich davon zu befreien.



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