Cropani (CZ)

Zwischen Ionischem Meer und Sila, im Herzen Kalabriens

Der Name Cropani wird vom griechischen Wort Kropos abgeleitet, was reiches, fruchtbares Land bedeutet. Vom zentral gelegenen Ort in der Provinz von Catanzaro erreicht man schnell sowohl das Ionische Meer als auch die Hänge der Sila.
 
m hügeligen Teil des Territoriums, der von mediterranem Gestrüpp und ausgedehnten Olivenhainen geprägt ist, befindet sich die älteste Stadt.
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Der Tourismus am Meer ist die Haupteinnahmequelle für Cropani, die in den Sommermonaten die Bevölkerung verfünffacht.
 

Auf der anderen Seite des Flusses Crocchio, der das gesamte Gebiet durchfließt, bis er in das Ionischen Meer mündet, liegt der Weiler Cuturella di Cropani. In der ebenen Randzone liegt sich der andere Ortsteil Cropani Marina, eine Stadt, die sich vom Meer bis zur Ionischen Staatsstraße 106 erstreckt. Der Tourismus am Meer ist mit Sicherheit die Haupteinnahmequelle für Cropani, die in den Sommermonaten die Bevölkerung verfünffacht. Im Stadtteil Marina befinden sich unzählige Beherbergungsbetriebe. Aber auch im historischen Stadtkern können für den gewünschten Zeitraum Wohnungen gemietet werden.

 
Cropani
 

In der Gegend von Cropani Marina liegt sich die Mündung des Crocchio, die zu den von der Europäischen Union anerkannten Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung (SCI) für die vegetative und zoologische Artenvielfalt sowie für die Wasserqualität zählt. In der hügeligen Gegend gibt es einige Natur- und Wanderwege, zu denen auch Cropani zusammen mit den Nachbargemeinden gehört. Entlang dieser Wege können Wasserfälle des Flusses Crocchio, Schluchten und Monolithen bewundert werden. Die Fauna ist an diesen Orten reich und zeigt seltene Arten wie den Brillensalamander, den Milan, die Waldohrheule und den Uhu, den Turmfalke, den Raben und den Geier.
Das Gebiet von Cropani beherbergt wichtige archäologische Stätten. Einige Ausgrabungen, die von der Archäologischen Aufsicht von Kalabrien mit Hilfe der Archäologischen Gruppen von Italien durchgeführt wurden, ermöglichten eine Kartierung der archäologischen Stätten und der Hinweise auf die Populationen, die sie besuchten: Eine Reihe von Stätten zwischen dem Neolithikum und der Mittel- und Spätantike konnten vor dem Entstehen des heutigen Dorfes Cropani identifiziert werden.
Den künstlerischen Kern von Cropani bilden der Dom und andere kleinere Kirchen. Bei den Zivilgebäuden sind einige historische Gebäude, der Wachturm von Crocchia und das antike Tor zu erwähnen, die in der Vergangenheit den Zugang zum heutigen historischen Stadtzentrum zuließen.

 
Cropani
 

Der Torre di Crocchia, von dem nur noch die Ruinen übrig sind, war der alte Wachturm, der errichtet wurde, um sich gegen mögliche Angriffe von der ionischen Küste aus zu verteidigen. Die Antica Porta (XIII. Jahrhundert) besteht aus einem großen Granitbogen am Dorfeingang in der Nähe des Hauptplatzes; direkt an der Hauptfassade der Stiftskirche Mariä Himmelfahrt stehen, bekommt man über sie Zutritt zur Stadt.
Neben dem Dom steht sich die Kirche der Hl. Lucia, die Kirche der Hl. Katharina, zwischen den Vinedhe (den alten Gassen des historischen Zentrums) und dem Oratorium der Hl. Anna, die Kirche des Hl. Johannes in der Nähe des alten Pilgerkrankenhauses mit seinem hohen Glockenturm, in dem ein Glockenkonzert stattfindet, die Kirche der Madonna della Catena, die Kirche des Hl. Antonious oder die Kirche der Santa Maria degli Angeli (Hl. Maria von den Engeln), zu der auch das Kapuzinerkloster gehört.

 
Cropani
 
Der Dom

Im Jahr 831 kamen einige venezianische Kaufleute in der Nähe von Cropani, die aus Alexandria in Ägypten zurückkehrten, an, wo sie die Überreste des Evangelisten Markus mitgenommen hatten. Nach dieser Rekonstruktion war das Schiff einem heftigen Sturm ausgesetzt und wurde am Cropanese-Strand zerstört. Die Einheimischen halfen den Kaufleuten und gaben ihnen als Zeichen der Dankbarkeit ein Fragment der Patella des rechten Knies des Heiligen, das in der Kirche Santa Maria Assunta (dem Dom) aufbewahrt wird. Später verliehen die Venezianer den Cropans die Ehrenbürgerschaft von Venedig.
Die Mutterkirche oder der Assunta ist ein monumentales Gebäude, dessen Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Das Gebäude wurde aus großen Blöcken aus Tuffstein-Granit gebaut und zeichnet sich durch einen imposanten Glockenturm aus, der heute, im Gegensatz zu seinen ursprünglichen 47 Metern, 43 Meter hoch ist. Die Kirche der Assunta beherbergt bemerkenswerte Kunstwerke wie Statuen, Relikte, Gemälde und Fresken im Barockstil des 18. Jahrhunderts und eine bemerkenswerte arabeske Holzdecke mit Gemälden aus dem 15. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen das ellipsoide Gemälde von Giuseppe Pascaletti aus dem achtzehnten Jahrhundert „Die Herrlichkeit Mariä im Himmel“ und die Himmelfahrt von Cristoforo Santanna, der auch für die „Vertreibung der Verkäufer aus dem Tempel“ verantwortlich ist, das majestätische Panorama-Fresko an der Innenwand des Hauptportals. Das Werk von größtem künstlerischen und historischen Interesse ist das „Dormitio Virginis“, eine Tafel aus dem 15. Jahrhundert, die auf dem Hauptaltar aus polychromem Marmor aus der neapolitanischen Schule des 18. Jahrhunderts angebracht ist.
Im Inneren des Doms kann das kleine Museum „Diözesan-Antiquarium“ besichtigt werden, das zahlreiche sakrale Kunstwerke beherbergt, darunter: halblange, runde Reliquien, die mit Damastgoldblättern aus dem 16. Jahrhundert verziert sind; kostbare Silbergegenstände und Gewänder aus dem 18. Jahrhundert sowie ein interessanter Tabernakel aus gemeißeltem Basreliefmarmor aus dem Jahr 1545.

 
Cropani
 
Archäologisches Museum Antiquarium

Vor einigen Jahren wurde das Archäologische Museum Antiquariums, das sich im Komplex der Kirche der Santa Caterina d'Alessandria befindet, vom Landesdenkmalamt renoviert. Das Antiquarium ist auf zwei Ebenen gegliedert: Im Erdgeschoss befinden sich elf Tafeln, die die geomorphologischen Eigenschaften des Gebiets des Mittleren Ionischen Meeres und der wichtigsten archäologischen Stätten (Sellia Marina, Sersale, Cropani, Botricello, Marcedusa) veranschaulichen. Der Raum im Obergeschoss, der mit der entweihten Kapelle des Oratoriums S. Anna verbunden ist, beherbergt sechs mit Lehrmaterial ausgestattete Vitrinen, in denen Dokumente aus der prähistorischen und protohistorischen Zeit bis zur griechischen, hellenistischen und römischen Zeit und dem Mittelalter in chronologischer Reihenfolge ausgestellt sind. Besonders zwei Vitrinen, die dem spätarchaischen Griechenland gewidmet sind, sind zu erwähnen. Sie stammen aus der heiligen Stätte (6.-5. Jh. v. Chr.) in Acqua di Friso im Stadtteil Cropani Marina. Ebenso interessant sind die Artefakte aus der im Ortsteil Basilicata gelegenen Kirche und aus der Basilika von Botricello, die beide aus dem VI-VIII Jahrhundert stammen.

 
Gastronomie

Im kulinarischen Bereich ist die Rolle lokaler Lebensmittel von großer Bedeutung. Ihre Umwandlung und Konservierung stellen Laufe des Jahres fixte Termine und echte Rituale dar. Der Herbst ist durch die Produktion von Öl gekennzeichnet, das durch das Pressen der Oliven gewonnen wird, die in den vielen Olivenhainen auf den Hügeln von Cropani geerntet wurden. Eine wichtige Rolle spielen das Trocknen von Kastanien und das Sammeln von Pilzen, mit denen eingemachte Produkte zubereitet werden. An den Weihnachtstagen werden viele typische Süßigkeiten wie Pitta'nchiuse, gezuckerte Crêpes und Pignolate zubereitet. Auch zu Ostern werden typische Süßspeisen zubereitet. Zu den bekanntesten zählt Cuzzupa, dir mit Geschenkriten zwischen verlobten Paaren verbunden waren. Der Sommer ist die Zeit der Herstellung von Marmeladen, von typischen Likören wie Zedratella und Limettenlikör, der Ernte von Oregano und der verschiedenen eingemachten Produkte mit Tomaten und Paprika. All diese große Vielfalt an typischen Produkten findet Ausdruck in den zahlreichen Dorffesten, die normalerweise im Zuge der Feiertage organisiert werden.

 
Cropani
 


 


Adresse Via P. Giovanni Fiore
  88051 Cropani (CZ)
Telefonnummer 0961 965714 - 965744
Fax 0961 965742
Webseite http://cropani.asmenet.it/
 

 

In Cropani befindet sich das prächtige Gebäude der Mutterkirche oder Kirche der Assunta aus der Renaissance, das ein wahrer architektonischer Schatz aus dem 16. Jahrhundert ist. Die Kirche wurde aus großen Granitblöcken und aus Tuffstein gebaut. Das Innere weist ein Kirchenschiff auf und wurde größtenteils im 18. Jahrhundert wiedergebaut. Die Stätte bewahrt wichtige Kunstwerke wie die wunderschöne Holzdecke mit einem großen zentralen Leinwandgemälde der Assunta von Cristoforo Santanna. Diesem Künstler verdanken wir auch die suggestive "Cacciata dei Venditori dal Tempio" (die Vertreibung der Verkäufer vom Tempel). Doch das interessanteste Werk ist die "Dormitio Virginis", ein Gemälde aus dem 15. Jahrhundert, das sich auf dem Hochaltar befindet. Zwischen Gassen und alten Gebäuden, die größtenteils ihre schlichte Eleganz bewahren, gelangt man zur Kirche der Santa Caterina aus Alessandria aus dem 17. Jahrhundert, die in ihrem Innern Altare aus Holz und Marmor aus dem 18. Jahrhundert beherbergt. Entlang der Straße, die zum antiken Kloster der Kapuzinerväter führt, trifft man die Kirche von San Giovanni Battista an, die eine Fassade aus dem 16. Jahrhundert aufweist und einen Glockenturm hat, der innerhalb ein bemerkenswertes Gemälde von Andrea Vaccaro, nämlich "Il Battesimo di Cristo" (die Taufe Christus) besitzt.



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