Taverna (CZ)

Mattia Pretis Stadt der Kunst

Taverna ist ein kleiner Ort in der Gegend von Catanzaro, der sich zwischen zwei Bächen in einer wunderschönen Naturlage in den Wäldern der Sila Piccola erhebt und einen spektakulären Blick auf das Tal und die ringsum aufragenden Gipfel bietet. Die Gegend von Taverna liegt zum Teil im Nationalpark Sila und umfasst einige malerische Touristenorte wie Villaggio Mancuso und Villaggio Racise.
 
Taverna ist eine perfekte Kombination aus Kunst, Kultur und Natur. In der Umgebung gibt es viele Naturorte, die man besuchen kann, darunter die inmitten des Nationalparks entstandenen Dörfer mit ihren typischen Holzhäusern, die perfekt in die Vegetation der Sila eingebettet sind.
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Taverna ist aber auch eine Stadt der Kunst, steht hier dich die Wiege Mattia Pretis, eines der größten italienischen Maler des siebzehnten Jahrhunderts und des größten kalabrischen Malers aller Zeiten.
 

Es gibt zahlreiche, von den Forstbehörden ausgewiesene Wege, die zu spannenden Abenteuern in der Flora und Fauna der Silahochebene im Schatten hoher Kiefern führen.
Im Nationalpark kann man in Ruhe spazieren gehen, frische und saubere Luft atmen, die vielen Tierarten, die in der Gegend leben, beobachten und die reiche Flora bewundern, die die gesamte unberührte Umgebung belebt und sie einzigartig und faszinierend macht. In der dafür günstigsten Jahreszeit ist die gesamte Gegend zudem sehr reich an äußerst köstlichen, ja geradezu berühmten Steinpilzen.
Im Besucherzentrum Monaco, einem kleinen Museum der lokalen Fauna, können Sie Damwild, Eulen und andere Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. In Villaggio Cutura wird am letzten Sonntag im Oktober das Fest der geografisch geschützten Würste und Kartoffeln der Sila gefeiert, das Tausende von Besuchern aus der ganzen Region und darüber hinaus anzieht.
Teilweise zu Taverna gehören außerdem die Ufer des Ampollino-Sees, eines der drei künstlichen Seen der Sila, die angenehme Momente der Entspannung inmitten einer wilden und atemberaubenden Natur bieten.

 
Taverna
 

Taverna ist aber auch eine Stadt der Kunst, steht hier dich die Wiege Mattia Pretis, eines der größten italienischen Maler des siebzehnten Jahrhunderts und des größten kalabrischen Malers aller Zeiten, der auch Cavaliere Calabrese genannt wird. Im Laufe seines Lebens malte Mattia Preti zahlreiche Werke zu religiösen Themen und über die Annäherung an Gott von beträchtlichem künstlerischem Wert, die heute weltweit zu finden sind. Das Museum, das Gemälde Mattia Pretis beherbergt, ist ein ständiges Ziel für Besucher aus aller Welt.
Das historische Zentrum beherbergt wichtige historische und künstlerische Meisterwerke. Auf der historischen Piazza San Sebastiano befinden sich einige Adelsgebäude und die herrliche alte Kirche San Domenico aus dem 15. Jahrhundert, die im Laufe der Jahrhunderte mehrmals restauriert und erweitert wurde. Der stufenförmig angelegte Platz bietet auf seinem höchsten Punkt einen wunderbaren Blick auf das Tal und auf die Gipfel der Sila, die sich mit den Farben der reichen Vegetation abwechseln.
Das Innere der Kirche San Domenico bietet eine besondere hölzerne Kassettendecke aus dem 18. Jahrhundert und elf Ölgemälde auf Leinwand von Mattia Preti. Der Kirche angeschlossen ist das Stadtmuseum, das im Cenobio dei Padri Domenicani aus dem fünfzehnten Jahrhundert untergebracht ist.
Nicht weit entfernt befindet sich die Kirche Santa Barbara, die weitere Werke Mattia Pretis beherbergt. Weitere interessante Kirchen sind die Kirche Santa Maria Maggiore und die Kirche San Nicola aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts sowie die Kirche San Martino.

 
Taverna
 
Stadtmuseum von Taverna

Das Stadtmuseum ist im ehemaligen Dominikanerkloster untergebracht, das an die Monumentalkirche San Domenico angegliedert ist, und beherbergt herrliche Werke von Meistern des 17. und 18. Jahrhunderts, wie Gregorio und Mattia Preti, Giovan Battista Spinelli, Antonio Samelli und Di Mattia.
Die chronologische Ausstellung reicht von der Abteilung der archäologischen Dokumentation bis ins 17. Jahrhundert, wo auch die Gemälde der beiden Brüder Preti zu finden sind. Von Gregorio Preti sind San Giacinto und ein San Vincenzo Ferrer zu sehen, während man von Mattia Preti die Madonna degli Angeli mit den heiligen Erzengel Michael und Franz von Assisi bewundern kann sowie ein heiliger Hieronymus und eine Skizze, die die heiligen Petrus und Paulus zeigt.
In den folgenden Sälen sind neben plastischen Werken auch Gemälde von neapolitanischen und kalabrischen Künstlern des 16. und 17. Jahrhunderts zu sehen, darunter Giovan Battista Spinelli, Antonio und Giovanni Sarnelli, Mario Minniti und Antonio De Bellis. Es folgen Räume, die den jüngsten Erwerbungen des Museums gewidmet sind, darunter eine vorbereitende Studie Pretis für die Apotheose des heiligen Petrus Coelestinus. Im zweiten Stockwerk, das der zeitgenössischen sowie der Kunst des vergangenen zwanzigsten Jahrhunderts gewidmet ist, befinden sich Werke von Carmelo und Angelo Savelli, Ercole Drei, Francesco Guerrieri, Lia Drei, Mimmo Rotella, Mirella Bentivoglio, Concetto Pozzati, Giuseppe Gallo und Francesco Correggia.

 
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Die Kirchen

Das Dominikanerkloster, das 1662 durch ein Erdbeben beschädigt wurde, wurde an den ursprünglichen Bau der Chiesa di San Domenico angegliedert. Die zwischen 1670 und 1680 umgebaute Kirche erhielt barocke Formen, wobei ein Seitenschiff auf der linken Seite verbreitert wurde, während 1794 der Glockenturm wieder aufgebaut wurde. Ihr heutiges Aussehen und ihr gegenwärtiger Stil sind das Ergebnis der Intervention Mattia Pretis, übrigens ganz wie der Freskenzyklus mit den Geschichten aus dem Leben des Heiligen Dominikus auf den Bögen des Kirchenschiffs, der 1693 von weniger bedeutenden Künstlern vollendet wurde.
Die Kirche hat eine bemalte Holzkassettendecke aus dem 18. Jahrhundert und beherbergt viele Kunstwerke, darunter 8 Gemälde Mattia Pretis, die in der Nacht vom 26. Februar 1970 entwendet und in späteren Jahren wieder entdeckt wurden. Nach diesen Vorkommnissen wurde San Domenico geschlossen und das künstlerische Erbe an andere Orte verlegt.

 
Taverna
 

Unter den Gütern, die derzeit in San Domenico aufbewahrt werden, befinden sich 11 Ölgemälde auf Leinwand von Mattia Preti, zahlreiche weitere Gemälde aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, eine kreisrunde Pietà von Giovan Battista Ortega, die Front des Hochaltars in farbiger und gravierter Scagliola, der hölzerne Chor mit bemalten Leinwänden, eine geschnitzte, bemalte und verzierte Holzorgel, eine vergoldete und geschnitzte Holzkanzel aus dem 17. Jahrhundert.
Die Erzpriesterkirche Santa Barbara wurde von den Franziskanern im 15. Jahrhundert erbaut und später mit Gemälden, Statuen und Mobiliar bereichert.
Sie beherbergt derzeit mehrere Werke, darunter 6 Ölgemälde auf Leinwand von Mattia Preti, während an der Rückwand der Apsis das Patronat der Heiligen Barbara, das Grabmal von Ignazio Poerio aus Marmor und polychromen Steinen, antike Altäre und Holzeinrichtungen, der Schatz unbekannter Silberschmiede und südländischer Handwerker, kostbare sakrale Gewänder und eine Pfarrbuch-Sammlung zu bewundern sind.
Die Kirche Santa Maria Maggiore gilt als die älteste in Taverna. Die ursprüngliche Struktur und ein Teil der Inneneinrichtung wurden durch das Hochwasser von 1957 stark in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt Werke von Giovanni Balducci, Giò Bernardino Azzolino und Cristoforo Santanna. Zu sehen ist das Oratorium der Madonna del Carmelo, das eine Holzdecke aus dem achtzehnten Jahrhundert und reiche Stuckverzierungen aufweist.
Im Laufe der Zeit hat die Kirche Santa Maria del Soccorso zahlreiche Restaurierungen durchlaufen und ihre gesamte Originaldekoration eingebüßt. Eine polychrome Skulptur der Madonna del Soccorso aus dem 17. Jahrhundert steht auf dem Altar.

 
Thematisches Museum für Biodiversität

Im Museum Le Foreste della Sila geht es um die Entwicklung und Struktur der Waldungen der Sila, wobei einige der Wechselwirkungen, die das Funktionieren dieser empfindlichen Ökosysteme bestimmen, hervorgehoben werden.
Bei der Vermittlung dieses Themas wird nämlich die Wechselwirkung zwischen der dynamischen Natur jeder Pflanzenlandschaft, die durch klimatische, geologische und genetische Faktoren bedingt wird, und der Komplexität der Beziehungen, die zwischen Pflanzenorganismen und anderen lebenden Formen hergestellt werden, hervorgehoben, um ihren Wert und ihre Verwundbarkeit zu verdeutlichen.

 
Gastronomie

Taverna ist der Ursprung alter gastronomischer Traditionen mit schmackhaften Gerichten. Wie die Pitta 'Mpigliata, eine volkstümliche Süßspeise, die aus Früchten hergestellt wird, die spät im Jahr geerntet und für den Winter eingelagert werden. Die für diese Zubereitung verwendeten Zutaten sind Mandeln, Rosinen, Walnüsse, Pinienkerne und getrocknete Feigen. Die Pitte haben die Form kleiner gefüllter Rechtecke, die wie eine Blume auf einem runden, mit Zucker, Zimt und Honig bestreuten Blätterteig angeordnet sind. Sie haben eine goldene Farbe und sind durchaus würzig. Der Ursprung dieser Süßspeise geht auf alte Traditionen der Gegend zurück und ihre perfekte Zubereitung wurde einst von der Braut im Ehevertrag ausdrücklich verlangt.

 


 


Adresse Piazza del Popolo 27
  88055 Taverna (CZ)
Telefonnummer 0961 921058
Fax 0961 923671
Webseite www.comune.taverna.cz.it
 

 

Taverna befindet sich im Herzen des kalabrischen Parco Nazionale, im Gebiet von Sila Piccola. Der Park streckt sich auf eine 5939 Hektar großen Fläche und es besteht aus den Forstflächen Gariglione, im östlichen Gebiet der Sila Piccola, Buturo im westlichem Gebiet der Sila Piccola und Wälder sowie auch Grundstücke in Privatbesitz, die sich auf der rechten Seite des Flusses Tacina befinden. Heutzutage gibt es drei verschiedene biogenetische Reservate in der Sila Piccola: Villaggio Mancuso, Cuturelle und Gariglione. Villaggio Palumbo ist das meistbesuchte Skigebiet in Kalabria. Es befindet sich an den Hängen des Berges Gariglione und es hat einen Ausblick auf dem See Ampollino, wo man Ruderboot fahren kann. In der renovierten Eissporthalle kann man sogar Schlittschuhlaufen. Im Gebiet der Sila Piccola befinden sich Anlagen, Naturlehrpfade und Picknick-Bereiche: der Tourismus ist eine Ressource, die verschiedene Betriebe beteiligt, die sich auf dieser Weise vergrößern und entwickeln können. Es gibt zahlreiche Hotels, Ferienorte, Restaurants und Pizzerien, die alle für den Touristenempfang geeignet sind; dank einer wichtigen historischen Tradition, gibt es in diesem Gebiet auch elf Schreiner und eine kleine Schmiedeeisenfirma.

Es besteht kein Zweifel, dass der Staatliche Museum sehr beachtenswert ist, hier befinden sich, in zweitausend Quadratmeter Ausstellungsräumen, viele lobenswerte Werke von Gregorio und Mattia Preti. In der Kirche San Domenico, in einem wunderschönen barocken Rahmen, befinden sich elf großartige Gemälde von Mattia Preti, wie z. B. Il Cristo Fulminante, Il Martirio di San Sebastiano und La Crocifissione, mit pompösen Einrichtungsgegenstände aus jener Zeit geschmückt und auf dem Altargemälde, das an Johannes der Täufer gewidmet ist, kann man ein Selbstportrait des Künstlers betrachten, in der zweiten seitlichen Kapelle der Kirche. In der Kirche Santa Barbara befinden sich sieben weitere Gemälde von Mattia Preti, u. a. Il Battesimo di Cristo, La Presentazione di Gesù al Tempio und das hervorragende Gemälde Patrocinio di Santa Barbara, zusammen mit andere wichtige Werke von Gregorio Preti, Fabrizio Santafede, Fra Umile da Petralia und Fra Silvestro da Bologna.



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