Reggio Calabria

Ein Spaziergang entlang des schönsten Kilometers Italiens

Reggio Calabria ist ein Land der Zauber, besungen vom Dichter D'Annunzio und gefeiert von englischen Reisenden im 19. Jahrhundert, das sich durch seine Vielfalt an künstlerischen Werken und Reiserouten auszeichnet.
Nicht viele wissen, dass Reggio Calabria nicht nur die Stadt der Bronzefiguren, sondern auch die Stadt der Fata Morgana genannt wird, denn hier kann man ein besonderes optisches Phänomen, eine Luftspiegelung im schmalen Band über dem Horizont miterleben, wo es so aussieht, als ob die Küste Siziliens nur wenige Meter vom Meeresufer Kalabriens entfernt ist, und die Gegenstände auf der gegenüberliegenden Seite deutlich zu unterscheiden sind.
 
Dieses Phänomen bezieht sich auf die Morgana der keltischen Mythologie, die in Seefahrern Visionen fantastischer Burgen in der Luft oder an Land hervorrief, um sie anzulocken und dann in den Tod zu führen.
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Das herrliche Lungomare Falcomatà ist eine Apotheose von Palmen und exotischen Arten in einer Atmosphäre intensiver Düfte und Farben, wo man von der Meeresbrise liebkost vor dem zauberhaften Panorama der Meerenge flanieren kann.
 

Die Stadt ist typisch mediterran, voller Zauber und mit dem unwiderstehlichen Charme eines Urlaubsortes. Das herrliche Lungomare Falcomatà, der schönste Kilometer Italiens, ist eine Apotheose von Palmen und exotischen Arten in einer Atmosphäre intensiver Düfte und Farben und ist in der Tat das schlagende Herz der Urlaubssaison im Frühjahr und Sommer sowie das Zentrum des kulturellen Lebens, wo man von der Meeresbrise liebkost vor dem bezaubernden Panorama der Meerenge flanieren kann.
In dieser wunderschönen Umgebung gehen Natur und Geschichte, Kultur und Traditionen, Unterhaltung und Kuriositäten Hand in Hand. Der Spaziergang entlang der Via Marina weist Spuren der Antike auf wie z.B. die Griechischen Mauern und Römischen Thermalbäder, und am Ende der Promenade das Archäologische Nationalmuseum, das zusammen mit den Bronzestatuen von Riace prachtvolle und antike Erinnerungen aus prähistorischer, griechischer und römischer Zeit birgt. Das Museum ist mit seinen bedeutenden Sammlungen von der Urgeschichte bis zur griechischen Kolonialisierung und seiner großen Sammlung römischer, byzantinischer und mittelalterlicher Kunstwerke äußerst sehenswert.

 
Reggio Calabria
 

Das Herz der Altstadt schlägt auf dem Corso Garibaldi, zwischen Boutiquen und Jugendstilgebäuden, mit dem herrlichen Cilea-Theater, der imposanten Kathedrale, dem in der Nacht beleuchteten Dom und der Aragonesischen Burg. Auf der griechisch-römischen Straße erblickt man die Kirche Ottimati, die einzige Kirche der Stadt im arabisch-normannischen Stil, und die Cattolica dei Greci.
Die Villa Genoese Zerbi weist in ihrem venezianischen neugotischen Stil rote Backsteinfassaden auf, die an die venezianischen Palazzi erinnern, und natürlich mangelt es nicht an gotischen Bögen, Säulen, Pfosten und Balustraden. Bis vor einiger Zeit war die Villa süditalienischer Ausstellungsort der Biennale von Venedig und hier waren die drei Statuen von Rabarama zu sehen, gigantische Skulpturen, die heute fester dekorativer Bestandteil der Promenade sind.
Die lange Allee gipfelt im herrlichen Park der Villa Comunale, in deren Nähe sich die Versuchsanstalt für Essenzen und Öle aus Agrumen befindet, ein renommiertes Zentrum für Studien über Jasmin und Bergamotte, mit Forschungslabors, einer Fachbibliothek und dem Bergamotte-Museum mit Objekten, die in der Vergangenheit zur Herstellung dieser wohlduftenden Zitrusfrucht verwendet wurden.
Reggio Campi ist durch eine Reihe künstlerischer Freitreppen mit Via Marina verbunden und stellt einen Balkon auf der Meerenge dar, von dem aus man die ganze Stadt bewundern kann. In dieser Gegend befindet sich die herrliche Basilika S. Paolo alla Rotonda.
An der tyrrhenischen Küste von Reggio Calabria liegt die Bucht Scilla, ein weltweit einzigartiges Schauspiel und absolutes Wunder, mit der hoch über dem Wasser emporragenden Burg Ruffo und ihrem großartigen Panorama. Am Fuße der Burg liegt Marina Grande, eine traumhafte Bucht, die ihre Besucher stets von Neuem verzaubert.
Doch die wahre Perle von Scilla ist der märchenhafte Ortsteil Chianalea, bei dem es den Anschein hat, dass seine Häuser aus dem Wasser wachsen. Bei Sonnenuntergang kann man vom Viertel San Giorgio mit Blick auf Marina Grande die sizilianische Küste zwischen Himmel und Meer in einer violetten bis orangeroten Farbenpracht erspähen.

 
Reggio Calabria
 

Zahlreiche künstlerisch sehenswerte Kirchen prägen die Stadt.
Die moderne Basilika Santa Maria della Consolazione ist das Ziel zahlreicher Pilger, da hier das Gemälde der Madonna della Consolazione, der Schutzheiligen von Reggio Calabria, verehrt wird. Die ebenfalls recht junge Kirche San Giorgio al Corso ist den Toten des Ersten Weltkriegs gewidmet und an ihrer klassischen Fassade ist der hl. Georg zu sehen, während er den Drachen tötet.
Mit einer romanischen Fassade präsentiert sich die Kirche San Paolo, in deren Inneren man einen Zauber aus Mosaiken mit wichtigen Episoden aus dem Evangelium bewundern kann. Vor der Burg befindet sich die Kirche Ottimati, die durch ihre rote Kuppel im normannisch-byzantinischen Stil hervorsticht und das Wahrzeichen der spanischen Herrschaft von Reggio Calabria ist. Die Kirche weist neben wichtigen Werken wie dem Gemälde der Verkündigung von 1597 und dem Gemälde mit dem heiligen Ignatius von Loyola das wertvollste Mosaik der Welt auf, das vor über 1000 Jahren erschaffen wurde, aus 33 verschiedenen Marmorarten besteht und Gott mit den Evangelisten in den vier umliegenden Kreisen und den Aposteln in den anderen Kreisen darstellt.
Wer das Meer liebt, so ist der Strand par excellence von Reggio Calabria sicherlich der mit zahlreichen Bäumen und Palmen geschmückte Lido cittadino, der an der Rada dei Giunchi nördlich der Altstadt liegt und auf die Meerenge von Messina blickt.
Die weiteren sehenswerten Strände sind Calette di Grotta Perciata, delle Sirene und delle Rondini in Scilla, an der Ostküste von Reggio Calabria Bova Marina und Melito Porto Salvo.

 
Archäologisches Nationalmuseum

Das Archäologische Nationalmuseum von Reggio Calabria wurde mit der Einführung der Autonomie durch die MiBACT-Reform 2014 als eines der prestigeträchtigsten archäologischen Museumsinstitute Italiens anerkannt.
Sein Gebäude ist eines der ersten in Italien, das ausschließlich für Museumsausstellungen konzipiert wurde. Benannt wurde es nach Marcello Piacentini, einem der größten Exponenten der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts, der ihm nach dem Besuch der wichtigsten Museen Europas eine moderne Form verlieh.
Das im Herzen der Stadt liegende Museum entstand aus der Fusion des Staatlichen Museums mit dem Stadtmuseum von Reggio Calabria, das am 18. Juni 1882 eröffnet worden war, um die zahlreichen archäologischen Funde dieses Gebiets aufzunehmen.

Das Museum selbst besteht aus vier Ausstellungsebenen sowie einer Terrasse und einem Bereich für Wanderausstellungen.
Im Erdgeschoss werden die Besucher von den Bronzestatuen von Riace, dem Symbol der Stadt Reggio Calabria, und den Bronzestatuen von Porticello willkommen geheißen. Die Statuen befinden sich in einem Raum, dessen konstant beibehaltene Temperatur die Funde schützen soll.
Das Zwischengeschoss bietet dem Besucher die Möglichkeit, in die Fußstapfen der Bewohner der Magna Grecia zu treten und dabei Gebrauchs- und Alltagsgegenstände, männliche und weibliche Beigaben, Dekormosaike und alles, was mit den Bestattungsbräuchen der damaligen Zeit zu tun hatte, wie z.B. die prächtigen Amphoren in typischer schwarzer und roter Verchromung, zu betrachten.
Anhand der Touchscreen-Monitore zwischen den Vitrinen können die Besucher in diese Welt eintauchen, dank der Vertiefungen und 3D-Darstellungen der Häuser, Umgebungen und Räume, aus denen die Exponate stammen.

Im ersten Stock verschafft man sich einen Einblick über die Städte und Heiligtümer der Magna Grecia, mit mehreren Heiligenstätten, von denen zahlreiche Kultobjekte gefunden wurden und hier ausgestellt sind, z.B. Statuetten, Krüge, eingravierte Steine, architektonische Fragmente der verschiedenen Tempel. Die Protagonisten dieses Sektors sind die Pinakes, Tafeln aus gebranntem Ton mit Reliefdarstellungen zu kulturell höchst faszinierenden historischen Ereignissen.
Im zweiten Stock findet ein Exkurs in die prähistorische Epoche von der Steinzeit zur Metallzeit mit einem Einblick über die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen statt. Unter diesen Exponaten befinden sich Objekte aus der Nekropole von Macchiabate, weibliche und männliche Ornamente und Gebrauchsgegenstände, Waffen, Amphoren, glatt geschliffene Steine, vor allem aber Tier- und Menschenskelette und die wunderschöne Felszeichnung eines Ochsen.
Im Untergeschoss des Museums kann man in einem beeindruckenden und von bläulichem Licht erhellten Raum einige Meeresfunde bewundern, darunter die Überreste von Booten und zahlreiche Amphoren, die aus dem Meeresboden geborgen wurden.

Auf der Terrasse erblickt man von einem außergewöhnlichen Aussichtspunkt aus schließlich das Naturschauspiel der Meerenge in ihrer ganzen Pracht.
 
Reggio Calabria
 
Aragonesische Burg

Die Burg befindet sich auf dem gleichnamigen Platz und stellt die wichtigste Festungsanlage der Stadt dar. Im Jahr 1059 ging sie von den Byzantinern an die Normannen und 1266 an Karl I. von Anjou über, wurde dann im Laufe der Jahrhunderte mehrmals restauriert und umgebaut, um der Entwicklung der Belagerungsmaschinen und Artillerie angepasst zu werden.
Im Jahr 1458 ließ König Ferrante zwei mit Zinnen versehene Türme und den Wassergraben errichten, während 1539 Pietro da Toledo die Anlage vergrößerte, so dass die Bevölkerung von Reggio Calabria darin Schutz vor den türkischen Invasionen finden konnte.
Unter Ferdinand I. war es eine Kaserne, im Risorgimento ein politisches Gefängnis und Hinrichtungsstätte für Rebellen.
Nach dem Erdbeben von 1908 wurde der Abriss der extrem beschädigten Burg in Betracht gezogen, wobei jedoch der Teil der Bastion gerettet werden konnte. Und so verschwanden neun Zehntel der Festung für immer.

In der Burg befand sich bis 1986 das Observatorium des Nationalen Instituts für Geophysik, heute finden hier Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt.
 
Reggio Calabria
 
Kathedrale Maria SS. Assunta

Das größte religiöse Gebäude Kalabriens befindet sich auf der Piazza Duomo, mitten in der Altstadt.
Die Kathedrale wurde zu Beginn des zweiten Jahrtausends errichtet, als die Stadt durch die Invasion der Normannen in Süditalien allmählich latinisiert und der griechisch-byzantinische Kult aufgegeben wurde.
In der Mitte der imposanten Fassade befindet sich ein dreibogiges Fenster, das von einer Rosette und drei Bronzeportalen überragt wird. Die Statuen der hl. Paulus und Stephanus von Nicäa, von Francesco Jerace, blicken auf den Kirchplatz herab.
Beim Betreten des von großen polychromen Fenstern erhellten Gebäudes befindet sich der Besucher in einer dreischiffige Basilika, die durch drei Querschiffe unterbrochen und durch Reihen von Marmorsäulen unterteilt ist.
Von großem künstlerischem Interesse ist die Kapelle Santissimo Sacramento, das wichtigste Denkmal der Barockkunst des 17. Jahrhunderts der Erzdiözese von Reggio Calabria, das zum Nationaldenkmal erklärt wurde.  

 
Reggio Calabria
 
Städtische Pinakothek

Die Pinacoteca Civica wurde am 26. Mai 2008 in einem Flügel des Stadttheaters Francesco Cilea eröffnet und bietet die Gelegenheit, die prestigevollsten Kunstwerke der Stadt Reggio Calabria aus der Zeit zwischen dem 15. und 20. Jahrhundert zu erleben.
Zu sehen sind die Sammlungen des ehemaligen Stadtmuseums sowie Werke aus dem Staatsbesitz wie z.B. Die Rückkehr des verlorenen Sohnes von Mattia Preti. Hinzu kommen berühmte Kunstwerke von Antonello da Messina wie der hl. Hieronymus als Büßer und Luca Giordano, Lavagna Fieschi und Enrico Salfi, Jerace, Rodriguez, Covelli und den aus Reggio stammenden Künstlern Cannizzaro und Benassai. Im Bereich über das 20. Jahrhundert befindet sich auch ein Gemälde von Renato Guttuso, das den Schwertfischfängern gewidmet ist. 

 
Diözesanmuseum Mons. Aurelio Sorrentino

Das Museum befindet sich im Erdgeschoss des Erzbischöflichen Palastes, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts neben der Kathedrale Maria SS.ma Assunta erbaut wurde.
Unter den ausgestellten Werken sind nennenswert: Die Auferstehung des Lazarus, die dem neapolitanischen Maler Francesco De Mura, einem Schüler von Francesco Solimena, zugeschrieben wird; die von Francesco Jerace aus Polistena anlässlich des Regionalen Eucharistischen Kongresses in Reggio Calabria entworfene Strahlenmonstranz; der Hirtenstab von Mons. Antonio de Ricci, 1453 bis 1490 Erzbischof von Reggio, aus Silber und Emaille der neapolitanischen Schule; ein Kreuz aus Elfenbein, das Erzbischof Alessandro Tommasini der Kathedrale stiftete; ein kostbarer französischer Kelch aus Silber und bemalter Keramik, ein Geschenk aus dem Jahre 1879 von der Königin von Spanien Maria Christina an Kardinal Luigi Tripepi; wertvolle Textilobjekte, die einst der Bruderschaft Confraternita dell'Immacolata der Kirche der SS. Annunziata gehörten, darunter eine Tapete aus edlem Seidenbrokat aus Lyon (2. Viertel des 18. Jahrhunderts); zwei Silberkronen aus dem Jahr 1614 der Marmorbüste Madonna mit Kind aus der Renaissance, die in der Konkathedrale Madonna Isodia in Bova zu sehen ist.

 
Planetarium

Das Planetarium Pythagoras der Metropolitanstadt Reggio Calabria wurde am 12. März 2004 eingeweiht.
Es zeigt fast alle astronomischen Phänomene, die sowohl bei Tag als auch bei Nacht in allen Breitengraden beobachtbar sind, und bietet vor allem aber die Möglichkeit, sie zeitlich beschleunigt zu sehen. Möglich ist dies dank einer Vorrichtung, die das Bild und die Bewegungen des Himmelsgewölbes so projiziert, wie sie einem Beobachter in einem Augenblick und an einem bestimmten Ort erscheinen würden.
Mit dem Bau des Planetariums, das in puncto Größe und Schönheit der äußeren Geode eines der schönsten in Europa ist, gehört die Metropolitanstadt Reggio Calabria zu den europäischen Städten, die über ein spektakuläres und effizientes Mittel zur Lehre und Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse verfügen.

 
Gastronomie

Die Küche von Reggio Calabria ist mehr als andere regionale Küchen Italiens mit dem religiösen und spirituellen Leben sehr eng verbunden und zeichnet sich durch Regeln und Gepflogenheiten aus, die oft im Zusammenhang mit Feierlichkeiten aus der Antike stehen, da es das Ergebnis einer fast 3.000 Jahre währenden Geschichte - von der Magna Grecia bis zur Einheit Italiens - ist.
Zu Weihnachten und am Dreikönigstag werden dem Brauch nach dreizehn Gänge serviert, und in der Fasnachtszeit gibt es traditionsgemäß Makkaroni und Schweinefleisch.
Ostern wird mit gebratenem Lammbraten und geistlichen Broten gefeiert.
Die heutigen Gepflogenheiten halten viele der alten Bräuche aufrecht, so dass sich hier die Essgewohnheiten im Laufe der Jahre nicht viel verändert haben und die verschiedenen Gerichte ihren Ursprung bei den verschiedenen Völkern haben, die die Gegend einst bewohnten.
Von großer Bedeutung sind eingemachte Lebensmittel wie Sardellen, Schweinewürste, Käse, in Öl eingelegtes Gemüse und getrocknete Tomaten, mit denen man in Zeiten der Hungersnot überleben sowie die langen Belagerungen durch türkische Piraten überstehen konnte.

 


 


Adresse Palazzo San Giorgio - Piazza Italia, 1
  89125 - Reggio Calabria (RC)
Telefonnummer 0965 3622111
Fax -
Webseite Comune di Reggio Calabria
 

 

Reggio Calabria ist ein Schatz gefüllt mit wunderbaren zu besuchenden Plätzen. Die prächtige Villa Genovese-Zerbi (1925), welche an die venezianischen Häuser des vierzehnten Jahrhunderts erinnert, mit gotischen Bögen; Palazzo Spinelli, aus dem Jahre 1920, Heute Sitz des Rektors der Universität, mit einer herrlichen schmiedeeisernen Tür; klassische Motive sind auch in dem prächtigen Palazzo Guarna (1921) enthalten. Parallel zu der Promenade erstreckt sich für etwa zwei Kilometer der Kurs Garibaldi, lebendig und voll von neuesten Modeläden. Und genau von Reggio Calabria begann das Glück von Gianni Versace, der große kalabrische Designer, der in der Schneiderei der Mutter arbeitete, in der Via Tommaso Gulli 13, wo er sein Talent und seine Leidenschaft für die Mode entdeckte. Von Reggio Calabria reiste er nach Mailand wo er dann die Märkte der ganzen Welt eroberte. Trotz der Erfolge, hat der große Schneider seine Ursprünge nie vergessen, und hat sich von dieser inspirieren lassen in einigen der prächtigen Sammlungen: Stile und Farben mit dem Einfluss seiner tief verwurzelten Mittelmeerkultur. Diejenigen, die laute und malerische Atmosphären lieben, müssen den Markt auf der Piazza del Popolo besuchen, wo es üblich ist den Preis der Gegenstände stark zu verhandeln. Die Liebhaber der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts werden zweifellos glücklich sein zu wissen, dass an der Hausnummer 41 in der Via Cavour, der Geburtsort des futuristischen Malers Umberto Boccioni ist. Gemeinsame Elemente vieler seiner Werke sind schräge Perspektiven und die Ansicht von oben. Seine Bilder sind durch eine wirbelnden und unkontrollierbaren Bewegung durchdrungen, weil für die Futuristen, das Leben ein kontinuierlicher Fluss ist, der es nicht ermöglicht, ein Objekt aus seinem Kontext zu isolieren. Der Termin mit der Geschichte der Kunst befindet sich am Dom, klar und hell: eine Nacherzählung des gotischen Stils; in den Ruinen der Burg (zwei mächtige zylindrische Türme und ein Teil der Vorhangfassade); in der Kirche der Optimaten aus mittelalterlichen Ursprungs und wieder aufgebaut im achtzehnten Jahrhundert, welche im Inneren Säulen und Teile eines Mosaikboden des alten Gebäudes aufbewahrt; Im Stadttheater Francesco Cilea, in Erinnerung nach dem kalabrischen Komponisten benannt. Das Gebäude befindet sich gegenüber dem Palazzo San Giorgio, zwischen dem Corso Garibaldi im Westen, der via Cattolica dei Greci im Süden, der via del Torrione im Osten und der Via Osanna im Norden, und ist mit einer Kapazität von 1.500 Sitzplätzen das größte Theater in Kalabrien. Astronomieliebhaber können das Provinz Planetarium besuchen, in dem das Bild der Sterne und Himmelskörper auf einen hemisphärischen Bildschirm über den Zuschauern projiziert wird. Mit dem Begriff Planetarium ist im allgemeinen auch das gesamte Gebäude identifiziert, welches die Projektionsvorrichtung und die Kuppel umfasst. Die äußere Kuppel der Druse des Planetariums hat einen Durchmesser von 12 Metern. Die gesamte Struktur (sowohl der Rahmen als auch die äußere Abdeckung) ist vollständig aus Edelstahl. Die inneren Sitzplätze sind 70. Die innere Kuppel ist aus Aluminium hergestellt, mit einem Durchmesser von 8 Metern. Die innere Kugel ist 440 mm, mit 3.200 Sternen.

Der Hafen von Reggio Calabria bildet zusammen mit Villa S. Giovanni, eine wichtige maritime Drehscheibe für die Verbindungen mit Sizilien, mit regelmäßigen Verbindungen nach Messina und zu den Äolischen Inseln. Entlang der Passage Reggio Calabria-Messina wird der Passagierverkehr weitgehend durch einen Schnelltransport durchgeführt, während der Transport von kommerziellen Fahrzeugen durch private Fähren garantiert ist. Die Verbindungen mit den Äolischen Inseln, die ausschließlich für den Passagierverkehr bestimmt sind, werden von privaten Linien mit Tragflügelbooten durchgeführt. Der Hafen wird von einem Meer U-Bahn-Service für die schnelle Beförderung von Passagieren zwischen den Städten der Enge (Messina, Reggio Calabria und Villa San Giovanni) ausgeführt. In Hafen von Reggio sind auch zwei mal die Woche Verbindungen mit der Insel Malta aktiv, mit Fähren für den Transport von Personen und Fahrzeugen. Der Hafen von Reggio Calabria hat nicht nur eine für den Passagiertransport oder kommerzielle Nützlichkeit, sondern auch eine sportliche Funktion; im Hafengebiet ist in der Tat ein Touristenboot Dock für Sportboote reserviert, mit 48 Anlegeplätzen. Das Hafengebiet verfügt über eine direkte Anbindung an das Straßen- und Autobahnnetz (direkte Verbindung mit der A3). Der Hafen von Reggio Calabria besteht aus einem Reservoir welches im Westen geschützt ist durch einer Pier in Richtung N-S, und vollständig gestegt ist. In Richtung NE von der Zugangsöffnung befindet sich das Touristenboot Dock.

Das Schloss von Reggio Calabria ist das Ergebnis von vielen Änderungen, Ergänzungen, Einbrüchen - verursacht von Menschen, Zeit und Natur - die das ursprüngliche Aussehen grundlegend verändert haben. Der Hügel, auf dem das Schloss steht, beherbergte wahrscheinlich schon in der byzantinischen und normannischen Epoche, einige defensive Strukturen, die nach Meinung einiger Wissenschaftler, während der Schwäbischen Vorherrschaft, zum Teil, in die Festung eingebaut wurden. In der aragonesischen Zeit wurden neue Arbeiten für die Erweiterung und Stärkung der Seiten in Richtung der Hügel durchgeführt, um die Angriffe der Türken und Bedrohungen der Invasion von Carl VIII abzuwehren. In der aragonesischen Zeit wurden, in der Tat, die beiden runden stabilen Türme auf der Südseite gebaut (noch Heute sichtbar), die Gräben, und auf der nordöstlichen Vorderseite, der Ravelin, der durch das Erdbeben von 1908 und der ebenso destruktiven Aktion der Männer im "Wiederaufbau" des Post-Erdbebens, zerstört wurden. Das Schloss hielt das Aussehen des späten fünfzehnten Jahrhunderts bis in die frühen neunzehnten Jahrhundert, als es als Kaserne genutzt wurde. In diesen Jahren wurde es umfangreich renoviert, einige Zimmer wurden abgerissen und der neuen Nutzung angepasst. Das heftige Erdbeben von 1908 zerstörte Teil der Befestigung, und löschte permanent einen Teil seines ursprünglichen Aussehens.

Das Nationalmuseum von Reggio Calabria ist eines der angesehensten archäologischen Museen in Italien, da es zahlreiche und wichtige Beispiele der Magna Grecia Kolonien beherbergt, die in Kalabrien blühten. Der Sitz der es beherbergt, mit Blick auf die zentrale Piazza De Nava und kurz entfernt vom Eingang der Promenade «I. Falcomatà», ist ein unter den ersten in Italien entworfenes Gebäude, für den alleinigen Zweck der Museumsausstellung, ausgelegt von Marcello Piacentini, einer der größten Architekten des Faschismus, der es auf einer modernen Art konzipierte, nachdem er die wichtigsten Museen Europas besucht hatte. Die Einrichtung eines Landesmuseum wurde von dem Superintendent Paulo Orsi gesponsert, welcher die Objekte des Stadtmuseums, dort seit 1882, mit den Ergebnissen der Ausgrabungen von ihm selbst durchgeführt auf kalabrischen Boden, vereinen wollte. Eröffnet im Jahre 1959 hat sich das Museum im Laufe der Jahre sehr verändert, wie die Einrichtung, im Jahr 1981, der Abschnitt der Unterwasserarchäologie, erforderlich um eine ausreichende Sicht auf die berühmten Riace-Bronzen zu geben, ausgegraben im Jahre 1972, sowie die Einrichtung im zweiten Stock des Abschnitts der Kolonien der Magna Grecia. Die Ausstellung des Museums beginnt im Erdgeschoss mit einem Abschnitt der Vor- und Frühgeschichte welche die Geschichte von Kalabrien durch das Auftreten des Menschen bis in die Eisenzeit darstellen soll, Zeit in der die Griechen kamen um in der Region die Kolonien zu gründen. Der prähistorische Abschnitt zeigt dekorierte Vasen, Grabbeigaben und Bronzeobjekte. Es folgt der reiche Abschnitt an Locri gewidmet, einer der am meisten untersuchten und blühenden Kolonie. Hier werden die vielen Zeugnisse aus den Ausgrabungen in der antiken und blühenden kalabrischen Stadt der Magna Grecia ausgestellt. Ein reiches und wertvolles Angebot von Pinakes (aus dem fünften Jahrhundert vor Christus) und Votivtafeln aus Ton, die der Göttin Persephone gewidmet sind, um den Schutz der Hochzeiten zu verlangen. In diesem Abschnitt befinden sich auch die Ritter des Hauses Marafioti (eine Skulptur aus Terrakotta), das Gebälk eines Tempels mit Tierköpfen und dem Giebel eines anderen Tempels mit der Gruppe der Dioscuri; Vasen mit schwarzen und roten Figuren, Bronzespiegel, Terrakotta-Figuren, weibliche Köpfe, arule (betrachtet als Objekte im Zusammenhang mit Kulten und verbunden) und polychrome Relief Platten. Die Sektion Magna Grecia bewahrt die Überreste der kalabrischen griechischen Kolonien auf, vor allem aus den heiligen Stätten und Friedhöfen, einschließlich Grabinschriften und Münzen aus Gold und Silber. Die mittelalterliche byzantinische und moderne Kunst Abschnitt, umfasst unter anderem, zwei Gemälde die in jungem Alter von Antonello da Messina produziert wurden, einer der wichtigsten italienischen Maler des fünfzehnten Jahrhunderts, und Il ritorno del figliol prodigo des kalabrischen Mattia Preti, einer der größten Maler des italienischen sechshundert. Der faszinierendste Bereich ist, ohne Zweifel, der Abschnitt der Unterwasser –Archäologie. Nicht nur für das Wrack eines gesunkenen Schiffes zwischen dem fünften und vierten Jahrhundert vor Christus, für die Amphoren aus dem kalabrischen Meer oder das Ritratto del Filosofo (ein Bronzekopf aus dem fünften Jahrhundert vor Christus), sondern vor allem für die berühmten Bronzi von Riace, zwei großartige Krieger des fünften Jahrhunderts vor Christus, hergestellt laut des perfekten Kanon des klassischen Griechenland. Im Erdgeschoss befindet sich der Unterwasser-Abschnitt, während im ersten Stock die numismatische Abteilung gelegen ist und von dort führt der Weg durch die wichtigsten antiken Städte die in Kalabrien entstanden: Reggio, Metauros, Medma und Hipponion, Kaulonia, Cirò, Laos und Temesa. Man weist darauf hin, dass sich auf der zweiten Etage bis jetzt die wertvolle Sammlung von Gemälden des Stadtmuseums befinden, übertragen um in einer Galerie des Stadttheaters von Reggio ausgestellt zu werden.



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