CROTONE

Crotone ist eine sehr antike Stadt und stellt das Hauptzentrum von ungefähr dreißig Gemeinden dar, die ab dem 16. Jahrhundert die Bezeichnung „Marchesato di Crotone“ erhielten. Die Stadt ragt zwischen Meeresterassen, Schwemmebenen, Sandsteinfestungen und flachen Reliefs vor einem gekräuselten Lehmmeer empor. In der Altstadt kann man wichtige Zeugnisse der glorreichen Vergangenheit dieser ansehnlichen Stadt bewundern. Im antiken Teil kann man zahlreiche, teils zerfallene, Gebäude betrachten, die charakteristisch und suggestiv sind. Die Stadt griechischen Ursprungs wurde von den Achaier aus Kroton im 709-708 vor Christus gegründet. Laut Ovid hatte Herkules dem Miscello, Sohn von Alemone, befohlen, sich zur ionischen Küste zu begeben um dort eine neue Stadt zu erbauen. Strabon hingegen behauptet, dass das Orakel von Delfi für die Gründung der Stadt entscheidend war, da dieses Miscello anordnete, die neue Stadt zwischen Capo Lacinio, dem Fluss Esaro und der Stadt Crimisia zu gründen. Crotone erreichte seinen Glanzpunkt nach dem Sieg über Sibari im 510 vor Christus, als die Stadt das Hauptzentrum Großgriechenlands wurde. Im siebten Jahrhundert vor Christus wurde die Stadt noch berühmter, weil Pythagoras hier seine Schule gründete. Von der antiken Stadt bleiben wichtige Zeugnisse erhalten, die durch die Ausgrabungen im Laufe der letzten Jahre ans Licht kamen. Viele Objekte werden heute im archäologischen Museum der Stadt aufbewahrt. In Crotone kann man eine große Vielfalt typischer Produkte kosten: der Butirro, ein kleiner birnenförmiger Hartkäse, der ein Butterherz einschließt, der renommierte Schafskäse aus Crotone, ein Hartkäse, der ausschließlich aus Schafsmilch der Rasse Gentile besteht, die Cavateddri oder die Maccarruni, hausgemachte Pasta, die mit einem Schweinsragout angerichtet wird und die Fischsuppe. Zu den Süßigkeiten zählen die Pitta da Madonna und das Sanguinazzu. Die Umgebung Crotones ist auch für ihre Doc-Weine wie den Melissa, den Ippolito, den Val di Neto und den Sant’Anna bekannt, wobei der Cirò, der wohl bekannteste, der sowohl rot, weiß oder rosé sein kann, klar hervorsticht.




 


Piazza della Resistenza, 1

88900 CROTONE (KR)

Tel. +39 0962 921111

Fax +39 0962 921360

http://www.comune.crotone.it/home

 

 

Die Strandpromenade von Crotone, in der Via Cristoforo Colombo und im Viale Gramsci, wurde vor kurzem renoviert und vergrößert. Die Promenade beherbergt Bars, Restaurants und Treffpunkte. Direkt dahinter befinden sich die bunten Badeanstalten, welche di Küste beleben und der Schiffsverband, der sich in der Piazza Rino Gaetano befindet. Rino Gaetano war ein berühmter Sänger, der hier im Stadtviertel Marina, an der Kreuzung zwischen der Strandpromenade und dem kleinen Jachthafen, geboren ist.

Der Besuch Crotones beginnt am Platz Pythagoras, dem Knotenpunkt zwischen dem modernen Teil und der Altstadt, die teilweise vom antiken Mauerring umgeben ist und durch eine Vielzahl von Gassen charakterisiert ist. Wenn man entlang der Via Vittoria geht, erreicht man den Dom, wessen Anlage auf das zwölfte Jahrhundert zurückgeht. Das Gebäude wurde gänzlich im 16. Jahrhundert, mit dem Material des Tempels von Hera Lacinia, wiedergebaut. Der Bau, der im 17. und 18. Jahrhundert restauriert wurde, weist eine Fassade mit klassischen Linien auf. Das Innere, das mit drei Kirchenschiffen ausgerüstet ist, bewahrt Originalelemente und prachtvolle Dekorationen aus dem 19. Jahrhundert. Neben dem Dom ragt der Bischofspalast aus dem 16. Jahrhundert empor. Wenn man sich nach links in Richtung Corso Vittorio Emanuele begibt, erreicht man das alte Rathaus mit einem kleinen Turm und einer Uhr. Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert, durch den Umbau eines alten Klosters aus dem 17. Jahrhundert, realisiert. In etwas erhöhter Position ragt die Kirche der Immacolata empor, die im 18. Jahrhundert auf einem Tempel des 15. Jahrhunderts gebaut wurde. In seinem Inneren kann man reiche Stuckarbeiten aus dem Barock, einige Gemälde aus dem 19. Jahrhundert und ein bemerkenswertes Holzkruzifix der neapolitanischen Schule aus dem 18. Jahrhundert bewundern. Das Schloss, dessen Bau vom Vizekönig Pietro von Toledo im 1541 angeordnet wurde, ist ebenso einen Besuch wert und gehörte zum Verteidigungssystem der damaligen Stadt. Es handelt sich hierbei um ein Gebäude mit einer vieleckigen Basis mit einem Wallgraben und zylinderförmigen Ecktürmen. Zurzeit beherbergt das Schloss die Stadtbibliothek und das städtische Museum. Auf dem Platz des Schlosses befinden sich zwei wichtige Gebäude: Palazzo Morelli, das im 1885 gebaut wurde und das Palazzo Barracco aus dem 18. Jahrhundert, gegenüber welchem sich der Stadtpark erstreckt, der in den 40er- Jahren des 20. Jahrhunderts auf dem Außenwerk des Mauerrings errichtet wurde. Zu den Adelspalästen direkt hinter dem Mauerring, der teils noch vorhanden ist, zählen das Gebäude Olivieri Susanna (1526) im Vico Montalcini, das Palazzo Sculco in Via Ducarne mit bogenförmigen Balkonen, das Palazzo Barracco, das sich in der Piazza Castello befindet und heute Sitz von Confcommercio ist, das Palazzo Berlingiere im neoklassischen Stil in Piazza Umberto I aus dem 1880, das Palazzo Albani, das sich auf dem gleichbenannten Eugenio-Albani-Platz befindet (Eugenio Albani war während vielen Jahren Bürgermeister der Stadt), das Palazzo Giunti in Via Fosso und das Palazzo Maijda in der Via Suriano. Die zwei noch vorhandenen Bollwerke der Altstadt, Toledo und Pedro, sind in der Piazza Mercato und am Abhang der Via San Leonardo gut sichtbar. Der Besuch kann mit der Entdeckung eines der antiksten und suggestivsten Quartiere der Altstadt weitergehen, die sogenannte Pescheria, die durch Gassen, wichtige Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert und Überresten von geweihten Stätten charakterisiert ist. Vom Hauptort führt die Straße in Richtung Süden nach Capo Colonna, zur berühmten von den rund 43, einzig hinterbliebene Säule, die einst den Tempel der Hera Lacinia stützten. Rund um die Säule kamen Reste des Tempels ans Licht, während nur wenig von der Säule entfernt, ein imposanter Verteidigungsturm aus dem 16. Jahrhundert empor ragt und wo man das kleine und suggestive Heiligtum der Maria SS. von Capo Colonna bewundern kann.

Das aktuelle Gebäude, das den Dom von Crotone beherbergt, wurde im 17. Jahrhundert komplett, auf einer Anlage aus dem zehnten Jahrhundert, wiedergebaut. Für die Rekonstruktion wurden Materialien aus dem Tempel von Hera Lacinia gebraucht. Zu den wertvollsten Werken, die innerhalb des Doms aufbewahrt werden zählen: das Taufbecken, das mit zoomorphen Motiven an der Basis geschmückt ist und auf das 19. Jahrhundert zurückgeht und eine Tafel mit der Abbildung der Madonna con Bambino, auch als Madonna di Capocolonna bekannt, welche die byzantinische Kultur wiederspiegelt. Bemerkenswert sind auch der Chor aus Holz aus dem 1678, das Gemälde des Nicola Lappicola aus Crotone, das Ritorno di Gesù dal Tempio (die Rückkehr von Jesus aus dem Tempel) heisst und aus dem 19. Jahrhundert stammt und die lokale Kanzel aus dem 20. Jahrhundert.

Der Hafen von Crotone besteht aus zwei unterschiedlichen Becken, die nicht miteinander verbunden sind. Das kleinere ist in der östlich/süd-östlichen Zone der Stadt situiert, ist das ältere und heißt Porto Vecchio, während der Haupthafen sich in der nördlichen Zone der Stadt befindet und Porto Nuovo heißt. Der Porto Vecchio empfängt aufgrund der knappen Wassertiefe (ungefähr fünf Meter) und dem mühsamen Eingang überwiegend Sport- und Fischerboote der lokalen Marine. Im Rahmen des Hafens ist außerdem eine Schiffswert, zur Konstruktion von kleinen Holzeinheiten und zur Reparatur und Wartung der Sportboote, in Betrieb. Der Porto Vecchio in der OSO Zone der Stadt wird durch ein breites Felsenriff, das innerlich mit einem Kai versehen ist, geschützt. Alle Kais sind mit Poller und Ankerplätzen versehen. Der Porto Nuovo (mit Wassertiefen von sechs bis zwölf Metern) weist eine, von allen Winden gut geschützten, Einfahrt und ist für den Handelsverkehr vorgesehen. Die Hafendienste des Lotsen, Abschleppen und der Verankerung wird versichert. Auf offenem Meer befinden sich Plattformen für die Produktion der Kohlenwasserstoffe, die untereinander und mit der Küste durch Unterwasserleitungen verbunden sind. Der Verkehr, der den Hafen angeht besteht zu 35% aus der internationalen Schifffahrt und zu 65% zur Küstenschifffahrt. Der Warenumschlag des Hafens betrifft sowohl die industriellen wie auch kommerziellen Produkte. Die Hauptaktivität ist jedenfalls an den Getreidehandel gebunden. Im Laufe der letzten Jahre, hat eine Abnahme der ableitenden Waren stattgefunden: dies ist auf die Einstellung einiger wichtigen Produktionsanlagen des nahen Industrieraums zurückzuführen. Der Zugang zum Hafen findet von der SS 106 Jonica, von der SS 107, die im Norden situiert ist und von der Stadt erreichbar ist, statt und ist hauptsächlich für den Handelsverkehr und nach Erlaubnis der Meeresobrigkeit auch für Sportboote bestimmt.

Das heutige archäologische Nationalmuseum von Crotone wurde im 1968 gestiftet und sammelt die Materialien aus dem ehemaligen Stadtmuseum. Die ausgestellten Fundstücke gehen auf die Urgeschichte, auf die Eisenzeit, auf das griechische Zeitalter und auf das Mittelalter zurück. Neben den Stücken aus der Jungsteinzeit (Steinbeile, Obsidianschabemesser aus Policastro) und der Eisenzeit (Krüge mit rundem Hals, Fibeln in verschiedenen Formen, Saiteninstrumente aus den Gräbern von Cirò), beherbergt das Museum Funde beachtlichen kunsthistorischen Interessens. Unter diesen befinden sich Funde aus der Frühzeit wie verschiedene korinthische Salbenbehälter, Fragmente einer klassischen Vase mit schwarzen Figuren, einer Vase aus Chalkida, Keramik aus verschiedenen Zentren der Lucania, Vasen aus dem antiken Apulien mit roten Figuren und eine etruskische Tontaube. Zahlreich ist auch das Material aus Crotone: Funde aus dem Neolithikum, ein Stirnziegel aus der Frühzeit von Gorgone, das Kopfstück eines Jünglings aus Terrakotta, ein Marmorblock mit dem Abbild Herkules im Kampf gegen die Zentauren, ein Weihrelief, Keramik mit roten Figuren, Masken und kleine Bronzefiguren mit Herkules im Angriff mit Leontè. Besonders interessant ist ein Grenzstein mit der griechischen Nummer „29“ und ein Bronzestein mit der Inschrift „Acanthropos figlio di Teognide”. Die Abteilung der Dokumentation der Wallfahrtskirche von Hera in Capo Colonna (das Lacinion) sticht klar hervor. Das Heiligtum hatte eine große Wichtigkeit und war bis zur Versetzung nach Tarent, Sitz des großgriechischen Bundes. Von dieser Stätte sind Weihobjekte, Fragmente architektonischer Dekorationen aus Marmor und Terrakotta und Skulpturfragmente, allesamt aus der Frühzeit, ausgestellt. Die beschriebene Stele erinnert daran, dass die Wallfahrtskirche der Hera Eleytheria gehörte. Die Skulpturgruppe aus der römischen Zeit von Eros und Psyche, die im Meer vor Capo Colonna gefunden wurde, ist die lateinische Widmung der Hera Lacinia. Nicht geringeren Interessens sind die Räume, die den Materialien aus anderen Wallfahrtskirchen der Zone, wie diejenige von Apollo Aleo von Cirò (Punta Alice, Kap von Crimissa), des dorischen Tempels von Caulonia und von Punta Stilo gewidmet sind. Das Stadtmuseum von Crotone wurde im Aragonierschloss installiert und beinhaltet eine heraldische Abteilung, in welcher das Wappen und der Ausschnitt mit den Abzeichen der Familie Ruffo, die in einer Wechselfolge bis zum 1531 Feudalherren von Crotone waren. Des Weiteren beherbergt das Museum eine Waffensammlung mit Kanonen, Teile der Schiffsartillerie aus Bronze, die in den Gewässern Crotones entdeckt wurden und Stichwaffen aus dem 19. bis 20. Jahrhundert und eine Abteilung mit Keramikfunden, die während den Restaurierungsarbeiten im Kloster von S. Chiara und im Schloss ans Licht kamen. Es handelt sich hierbei vor allem um Keramikfragmente des Handgebrauchs aus süditalienischer Anfertigung. Eine weitere Abteilung hütet eine Fotosammlung der Zeitspanne zwischen Ende des letzten Jahrhunderts und dem Jahr 1950. Schließlich befindet sich im Museum auch eine Abteilung zu den mittelalterlichen Trachten, die 52 Gewänder von Prinzen, hohen Amtsträgern, Kurtisanen, Volksmännern, Handwerkern und Geistlichen zählt.



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