Cosenza (CS)

Der alte Stolz von Italiens Athen

Cosenza, auch bekannt als die Stadt der Bruzi, ist eine der ältesten Städte Kalabriens und liegt auf den sieben Hügeln des Crati-Tals, am Zusammenfluss mit dem Busento.
 
Die Ursprünge der Stadt gehen auf das 4. Jahrhundert v. Chr. zurück, als der Ort für die Bruzi von strategischer Bedeutung geworden war.
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Cosenza ist die Heimat von Parrasio und Telesio, zwei jener Gelehrten aus Cosenza, die die Stadt kulturell so berühmt machten, dass sie als Italiens Athen galt.
 

Hier herrschten zuerst die Langobarden, dann die Byzantiner - die Stadt hieß Constantia - und später die Normannen.
Unter den Hauptstädten Kalabriens nimmt Cosenza eine herausragende Stellung im Bereich der expandierenden wirtschaftlichen Aktivitäten, dank der Universität von Kalabrien im kulturellen Bereich und in der Kunst ein.
Die Akademie von Cosenza, die der Humanist Parrasio zu Beginn des 16. Jahrhunderts gründete und der der Naturphilosoph Bernardino Telesio im gleichen Jahrhundert angehörte, existiert immer noch. Beide Philosophen gehören zu den Gelehrten aus Cosenza, die die Stadt kulturell so berühmt machten, dass sie als Italiens Athen galt.
Dieser kulturelle Geist wird heute durch die Universität von Kalabrien, die größte staatliche Universität der Region und erster Universitätscampus Italiens, ideal unterstützt.

 
Cosenza
 

ber dem Zusammenflusses liegt am Hang des Colle Pancrazio und in der Nähe der Ufer des Crati die Altstadt mit ihrer mittelalterlichen Atmosphäre, eingedenk ihrer Geschichte, die als Zentrum der Bruzi begann. In der Ebene darunter hat sich die Neustadt seit den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in regelmäßigen Abständen erweitert.
Die antike Stadt ist in den letzten Jahren wieder lebendig geworden. Das historische Zentrum ist eines der schönsten und ältesten Italiens, mit monumentalen Gebäuden, Herrenhäusern, Kirchen und einem Stadtbild, das durch enge und gewundene Gassen gekennzeichnet und geprägt ist. 

Das kulturelle Leben der Stadt bietet unzählige Theaterinitiativen, die hauptsächlich im Traditionstheater Alfonso Rendano, im historischen Kinotheater Italia und im Innovationstheater von Kalabrien auf dem Programm stehen. Das Brettii-Museum, 2009 im monumentalen Komplex S. Agostino aus dem 15. Jh. eingeweiht, ist das kulturelle Zentrum der Stadt.
Von großer Bedeutung ist das Museum unter freiem Himmel Bilotti mit seinen zahlreichen Reproduktionen von Kunstwerken entlang der Hauptstraße der Stadt.
Von großer kultureller Wirkung ist das neue Wissenschaftsmuseum und Planetarium, eine große Kuppel, die den Mittelpunkt einer weißen Stahlkonstruktion bildet. Das nach Giovan Battista Amico, einem cosentinischen Astronomen und Gelehrten aus dem 16. Jh., benannte Museum soll ein neues Kulturzentrum der Stadt werden. 

 
Cosenza
 

Was die Schönheit der Landschaft betrifft, so umfasst das Territorium von Cosenza viele unterschiedliche Gebiete, von der fast 2000 Meter hohen Hochebene der Sila Grande bis hin zur legendären Schönheit der tyrrhenischen und ionischen Küsten, sowie die zahlreichen, über die ganze Provinz verstreuten Kunst- und Kulturstätten.
Der Nationalpark Sila und der Park Pollino umfassen ausgedehnte Gebiete der Artenvielfalt und bieten sowohl in den Sommer- als auch in den Wintermonaten zahlreiche Freizeit- und Urlaubsaktivitäten.
Mehr als 230 Kilometer Küstenlinie entlang der Provinz locken mit Ortschaften an, die für die Schönheit ihrer Küsten und die Vielfalt ihrer Landschaften bekannt, zwischen dem Tyrrhenischen und dem Ionischen Meer gleichmäßig verteilt sind und unterschiedliche, spektakuläre Merkmale aufweisen.

 
Diözesanmuseum

Das Diözesanmuseum von Cosenza befindet sich zwischen dem erzbischöflichen Palazzo und dem Dom und fungiert somit als ideales Bindeglied zwischen der Geschichte von gestern und heute. Es ist ein Bezugspunkt, um den herum das Projekt der Neuauslegung der Vergangenheit und der Entdeckung der Gegenwart unter oft unbekannten Aspekten belebt wird.
In den verschiedenen Museumsälen sind zahlreiche Werke aus einigen Kirchen der Diözese zu sehen, darunter das schöne Polyptychon der Verkündigung (1545) der Schule des Negroni aus der Kirche von Turzano, dem heutigen Borgo Partenope. Es gibt auch Gemälde, Silbergeschirr, Paramente, die von den Erzbischöfen Cosenzas im Laufe der Jahrhunderte in Auftrag gegeben wurden, darunter der Kelch „des Papstes“, ein großes Werk aus Silber und Filigran von Marano Marchesato, zwei Elfenbeinstatuetten, die der Schule des Michelangelo zugeschrieben werden, und der Glaskelch von Celico aus dem 16. Jahrhundert.
In einem halbkreisförmigen Raum wird die kostbare Staurothek (auch Reliquiarkreuz genannt) aufbewahrt, ein einzigartiges Kunstwerk aus geprägtem Gold, fadenartigem Filigran, Emaille, Adamanten und Bergkristall aus dem 12. Jahrhundert. Der Überlieferung nach wurde sie von Friedrich II. von Hohenstaufen im Jahr 1222 anlässlich der Domweihe gestiftet und damit zum Wahrzeichen der Stadt.
Sehenswert sind auch der Kelch Torquemada aus dem 15. Jh., die Ikonen aus dem 16. Jh., Gemälde aus dem 17. und 18. Jh. und einen Teil des Schatzes der Madonna von Pilerio, der Beschützerin der Stadt und der Erzdiözese, mit Goldkronen, Schmuckstücken, Edelsteinen und Juwelen.
Die Pinakothek verwahrt das herrliche Gemälde der Unbefleckten Empfängnis von Luca Giordano (17. Jh.), den kostbaren San Gennaro von Andrea Vaccaro (17. Jh.) aus Luzzi und die atemberaubend schönen Mariengemälde von Guseppe Pascaletti (18. Jh.).

 
Cosenza
 
Der Dom

Der Dom von Cosenza, seit 2011 von der UNESCO als Botschaftsstätte der Friedenskultur anerkannt, gehört zu den berühmtesten und besonderen sakralen Bauwerken Süditaliens. Das Gebäude befindet sich auf der Piazza Duomo, dem ehemaligen Gravitationszentrum von Cosenza und Zeuge aller Arten von Ereignissen, die das Leben der Stadt prägten.
Seine Ursprünge sind unbekannt, aber nach Architekturstudien und zahlreichen Essays, die Ende der 1940er Jahre durchgeführt wurden, könnte es Mitte des 11. Jahrhunderts erbaut worden sein.
Die Fassade gliedert sich in der unteren Querlinie in drei Teile auf, die der inneren Einteilung mit drei Schiffen entsprechen. Darüber sieht man eine antike Rosette, einst Vielpass, mit zwei kleineren Rosetten über den Portalen. Alles ist im Stil der Zisterziensergotik, der auch in der Florenser Abtei San Giovanni in Fiore zu sehen ist.
Im Inneren befindet sich die Kapelle der Madonna del Pilerio mit dem gleichnamigen Tafelbild, das in puncto Kunst eines der bedeutendsten Kunstwerke der Kunst- und Kulturbewegung der Epoche darstellt.
Die Kapelle der Erzbruderschaft vom Gebet und Tod verwahrte die sterblichen Überreste der Brüder Bandiera, die später nach Venedig überführt wurden. Im Querschiff befindet sich das Grabdenkmal von Isabella von Aragon, der Gemahlin von Philipp dem Kühnen, König von Frankreich, eine Skulptur, die in den Büchern über Kunstgeschichte als eines der ersten Beispiele der französischen Gotik in Italien erwähnt wird.
Bewundernswert ist auch ein Holzkreuz aus dem 15. Jh., das eine deutliche spätgotische Ausdruckskraft aufweist und aus der heute nicht mehr existierenden Kapelle der Familie Telesio stammt.
Die Fragmente des Fußbodens aus der damaligen Stauferzeit, der in einer antiken Kapelle zum Vorschein kam, lassen vermuten, dass der Dom bei seiner Gründung nicht nur vollständig mit Fresken bemalt, sondern auch mosaikartig bepflastert war, ähnlich wie dem Patirion von Rossano und der Kirche Sant'Adriano in San Demetrio in Corone.

 
Cosenza
 
MAB Museum unter freiem Himmel Bilotti

Im Jahr 2006 gegründet und in den Folgejahren erweitert, stellt es ein Unikum im Kunstpanorama des Südens dar: eine echte Open-Air-Kunstgalerie in der Hauptverkehrsader der Stadt, die für die Spaziergänge der Stadt Cosenza bestimmt ist. Zu sehen sind Werke der modernen und zeitgenössischen Kunst von national als auch international bekannten Künstlern, die dank einer Schenkung der Familie Bilotti hier exponiert sind.
Hinzu kommen einige Werke des französischen Künstlers Sasha Sosno (Die drei dorischen Säulen, Die Bronzestatuen von Riace und Die Herzsieben), Giorgio De Chirico (Der große Metaphysiker, Die Archäologen, Hektor und Andromache), Giacomo Manzù (Der große Kardinal und Der Kopf der Medusa) und Salvador Dalì (die schöne Bronzegruppe mit dem hl. Georg und dem Drachen).
Ebenfalls anwesend ist der aus Catanzaro stammende Künstler Mimmo Rotella, dessen große bildhauerische Fähigkeiten in der bronzenen Wiedergeburt der Kultur und in dem massiven Wolf der Sila aus grünem Travertin zu sehen sind.
Die Große Badende von Emilio Greco, ein Symbol der weiblichen Schönheit, die Werke von Pietro Consagra (Das Rote Eisen, Die vier Prellsteine und Das Bifrontal) und der jüngste Karyatidenkopf von Modigliani vervollständigen den Museumsrundgang.

 
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Stauferburg

Die Normannen-/Stauferburg am Colle Pancrazio ist das Hauptmonument der Stadt.
Sie wurde sicherlich von den Sarazenen auf den Ruinen der alten Festung der Bruzi erbaut, 1130 durch Roger II. angepasst, aber nur 54 Jahre später infolge des katastrophalen Erdbebens von 1184 unbewohnbar. Es war Friedrich II. von Hohenstaufen (Stupor Mundi), der sie wiederherstellte und 1239 den achteckigen Turm hinzufügte.
Ausgangspunkt ist der so genannte Gang von Anjou, dessen Name auf das als Schlussstein eingelassene Wappen mit den Blumen, dem Symbol der französischen Dynastie, zurückgeht. Der Gang von Anjou grenzte einst rechts den großen Burghof, links den aus sechs miteinander verbundenen Räumen bestehenden Wappensaal ab.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Saals betritt man den so genannten Thronsaal, gleich danach sind Überreste des im 18. Jh. errichteten Mauerwerks zu sehen, mit dem man das Gebäude in ein Priesterseminar umzuwandeln gedachte. Etwas weiter vorn ragen die Bollwerke aus dem 19. Jh., wahrscheinlich auf einem Untergrund von Anjou, empor.
Neben der Burg befinden sich die Ruinen der Kirche und des Kapuzinerklosters.

 
Cosenza
 
Theater Rendano

Die Geschichte des Theaters Rendano hat ihre Wurzeln in der Renaissance, einer Zeit, in der die ersten Theaterstücke und die ersten musikalischen Erfahrungen in der Stadt Fuß fassten, ein Beweis für die tiefe kulturelle Gärung, die die Stadt Cosenza bis ins 19. Jahrhundert geprägt hat.
Es ist dem Pianisten Alfonso Rendano gewidmet und wurde 1887 nach einem Entwurf des Architekten Zumpano erbaut, 1909 fertiggestellt und im selben Jahr mit der Aufführung von Verdis Aida eingeweiht, inmitten von Streitereien und Unmut wegen des kostspieligen Prunks der Soiree und der eleganten Toilette der Damen des gehobenen Bürgertums und der Aristokratie der Stadt.
Das Gebäude ist im neoklassizistischen Stil, mit einer eklektischen Fassade im umbertinischen Stil, die sich durch eine mit glatten Bossenquadern verzierte Pfeilerarkade und einem Obergeschoss mit Lisenen auszeichnet, die der Abgrenzung der Balkone dienen.
Das Innere, ursprünglich mit Gemälden und Stuckaturen verziert, die im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe zerstört wurden, ist hufeisenförmig angeordnet und weist achthundert Sitzplätze auf, die auf drei Logenreihen und die Galerie verteilt sind. Im Theater gibt es noch den Originalvorhang, der die Ankunft des Herzogs von Kalabrien Ludwig III. von Anjou und Margarethe von Savoyen in der Stadt schildert und auf den Neapolitaner Paolo Vetri zurückzuführen ist.
Auf der 14 Meter tiefen Bühne finden Opern, Prosa, Sinfoniekonzerte, Tanzaufführungen und Konferenzen statt.
Rendano ist Dreh- und Angelpunkt der künstlerischen Aktivitäten der gesamten Region, auch um die Nachfrage eines immer anspruchsvolleren und zahlreicheren Publikums zu befriedigen.

 
Cosenza
 
Nationalgalerie Palazzo Arnone

Sie befindet sich im prestigeträchtigen Palazzo Arnone und ist über einen großen Eingang mit Tonnengewölbe zugänglich, auf dem das Wappen des Königreichs Neapel von 1755 gemalt ist.
Die Galerie stellt die Sammlung von Gemälden aus, die seit den 1980er-Jahren in die Staatsgüter aufgenommen wurden, und zeigt die bedeutendsten Momente der italienischen Kunst unter besonderer Berücksichtigung der Kunst des Südens vom 16. bis zum 20. Jh. auf.
Zu sehen sind hoch geschätzte Werke sowie Arbeiten von Mattia Preti, zwei Skizzen von Sebastiano Conca, Werke von Pietro Negroni, Corrado Giaquinto, Luca Giordano und Umberto Boccioni.

 
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Die Calatrava-Brücke

Seit einigen Jahren hat sich die klassische Skyline der Stadt durch den Bau der beeindruckenden Calatrava-Brücke des berühmten Architekten Santiago Calatrava, die als die höchste Schrägseilbrücke Europas gilt, mit einem einzigen, 104 Meter hohen geneigten Pylon, von dem die Stahlseile und der Fahrbahnüberbau ausgehen, erheblich verändert.
Das dem heiligen Franziskus von Paola gewidmete Bauwerk gilt als eines der wichtigsten Süditaliens und verbindet im Südosten der Stadt zwei durch den Fluss Crati geteilte Gebiete von Cosenza.
Das Design lehnt sich an die Form einer riesigen Harfe, dem Symbol der Harmonie, an und erinnert an zwei andere Werke desselben Architekten: Sevilla im Jahr 1992 und Kalifornien im Jahr 2004.

 
Cosenza
 
Gastronomie

Neben den landschaftlichen, historischen und künstlerischen Schätzen bietet Cosenza eine Vielfalt an Gerichten, Genusserlebnissen und Düften.
Die hiesige Gastronomie zeichnet sich durch eher einfache Spezialitäten aus, bei denen Gewürze eine große Rolle spielen.
Typische erste Gänge sind fusilli, pasta und Kartoffeln ara tijeddra, Bratkartoffeln und pipareddre (gebratene Paprikaschoten), Rüben und Wurstwaren, lagane und ciciari (Bandnudeln und Kichererbsen).
Und es gibt ein großes Angebot an Rotweinen mit einem im Allgemeinen hohen Alkoholgehalt, aber auch Weißweine.
Unter den typischen Süßspeisen, die hauptsächlich mit religiösen Festen verbunden sind, kann man die mostaccioli di San Giuseppe kosten, Fladenbrote mit Bienen- oder Feigenhonig, gekochtem Most, Mehl und Mandeln, deren typische Formen von den antiken Opfergaben an die Götter herrühren.
Die cuddrurieddri, gesalzene Kringel, die anlässlich der Unbefleckten Empfängnis und während der gesamten Weihnachtszeit zubereitet werden, verdienen eine gesonderte Erwähnung, da sie zu Recht in die Kultur von Cosenza eingegangen sind. Man findet sie sogar an speziellen Imbissbuden auf den Hauptstraßen der Stadt. Die turididdri sind frittierte Weihnachtskuchen mit einem Überzug aus Feigenhonig, die scaliddre dagegen haben einen Zuckerguss.

 


 


 

 

Cosenza ragt auf sieben Hügeln empor, wo die Flüsse Crati und Busento zusammenfließen. Der antike Teil, der einst ein politisches und ökonomisches Zentrum war, wurde in den letzten Jahrzehnten dank einer Restaurierungsaktion, die nach wie vor in Gange ist, wiederbelebt. Von der Kirche von S. Domenico ausgehend und die Brücke von Mario Martire überquerend, geht man entlang eines Pfades, der zurück in die Vergangenheit führt. Wenn man in Corso Telesio mit seinen neuen Handwerkergeschäften einbiegt und die Gassen, die in kleinen Treppen enden, betrachtet, gelangt man ins Herz der Altstadt, wo sich Piazza Duomo, auch Piazza degli Speziali oder degli Aromatari aufgrund der Anwesenheit in der Vergangenheit von Apothekern, Drogisten und Gewürzhändler genannt, befindet. Zu den zahlreichen Kulturschätzen unschätzbaren Wertes, gehört der sehr antike byzantinische Reliquienschrein aus dem 13. Jahrhundert in der Kathedrale und die Kapelle der Madonna des Pilerio, Schutzpatronin der Stadt. Wenn man in Piazza Parrasio angelangt ist, kann man die kürzlich entdeckten Funde von Piazza Toscano bewundern. In Piazza Prefettura schweift der Blick auf die architektonischen Schönheiten des Teatro Rendano, des Palazzo del Governo und der Villa Vecchia mit ihren hundertjährigen Bäumen. Vom Hügel Pancrazio aus, dominiert das normannisch-schwäbische Schloss die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Quartieren und der neuen Stadt, die sich bis nach Rende erstreckt und zwischen den Tälern des majestätischen Pollinos verschwindet. Entlang der Mauern der Parkanlage, gelangt man zu Piazza Spirito Santo und anschließend auf die Flusspromenade des Cratis, wo am 19. März jedes Jahr die Messe von San Giuseppe stattfindet. Wenn man weiter entlang des Flusses spaziert, erreicht man die Piazza dei Valdesi, wo man das berühmteste Eis der Stadt kosten kann. Von hier aus gelangt man zu einer der schönsten Kirchen der Altstadt, diejenige von S. Francesco aus Assisi, in welcher verschiedene Werke aus dem 15. und 17. Jahrhundert beherbergt werden. In dieser Kirche wird jedes Jahr eine Krippe eingerichtet. Cosenza ist reich an Denkmälern und Gebäuden großen kunsthistorischen Wertes. Jede Ecke dieser Stadt verbirgt Schätze, die es zu besuchen gilt. So zum Beispiel die wundervolle Piazza XV Marzo, auf welchem sich die Accademia Cosentina befindet, die im 1501 durch Aulo Giano Parrasio gegründet wurde, das Theater Rendano, das Gebäude der Provinz, das Stadtmuseum und die Bibliothek. Großen künstlerischen Interessens ist auch die Galleria Nazionale, die vom Gebäude Arnone beherbergt wird und sich in der Altstadt befindet. Hier kann man Werke von Andrea Vaccaro, Francesco de Mura, Pacecco de Rosa, Corrado Giaquinto und weitere bewundern. Zum Schluss ist auch das MAB, das Freilichtmuseum Bilotti, einen Besuch wert, das entlang der Hauptarterie der Stadt eingerichtet wurde und wertvolle Werke ausstellt, die von den großen Künstlern wie Giorgio de Chirico, Salvado Dalì, Mimmo Rotella und Giacomo Manzù inspiriert sind. Das MAB ermöglicht eine authentische Reise im Sinne des ästhetischen Genusses und verfügt über einen didaktischen Pfad, der die Sinne einer kulturellen Atmosphäre eröffnet.

Erwähnenswert ist die Kathedrale, die nach dem Erdbeben im Jahr 1184 auf den Resten eines frühchristlichen Gebäudes wiedergebaut wurde und unter Anwesenheit von Federico II, während der Bischofswürde des Zisterzienser Mönchs Luca Campano, eingeweiht wurde. Es wird überliefert, dass der Schwabe dem Dom das wertvolle byzantinische Kreuz oder Stauroteca spendete. Die Kathedrale bewahrt den Leichnam von Enrico VII aus Schwaben, der Sohn von Federico II war und im Alter von 31 Jahren in der Stadt Martirano im 1242 verstarb. Die antike Kathedrale wurde durch die Erdbeben des 1638, 1783 und 1854 zutiefst beschädigt. Das heute sichtbare Gebäude, bewahrt zwar deutliche Spuren aus dem Mittelalter, wie beispielsweise die Eingangstore und die externen Ausläufer, ist jedoch das Resultat der wichtigen Erneuerungsarbeiten, die nach den heftigen Erdbeben, die die Stadt betrafen, geführt wurden. Innerhalb der Kathedrale befinden sich das Grabmal von Isabella di Aragona aus der Gotik, der Sarg von Meleagro und Atalanta, das hölzerne Kruzifix, das durch die Telesio hinterlassen wurde und ein Gemälde der Unbefleckten von Luca Giordano. An die Kathedrale grenzt der Erzbischofspalast, der das Kreuz-Reliquiar, das von Federico II zur Konsekration des Doms geschenkt wurde, beherbergt. Einen Besuch wert ist auch die Kirche von San Francesco aus dem 14. Jahrhundert, die, trotz der zahlreichen Umbaue, eine Kapelle in ihrem Originalbau bewahrt. Besonders interessant ist auch das Kloster, das durch den apsidialen Teil der Kirche erreichbar ist.

Das Schloss, das sich auf dem Gipfel des Hügels Pancrazio in einer Aussichtsposition befindet, ist eines der am besten erhaltenen Schlösser Kalabriens und auf alle Fälle einen Besuch wert. Der Bau mit rechteckiger Basis und Ecktürmen geht wahrscheinlich auf das 13. Jahrhundert zurück.

Cosenza besitzt ein renommiertes Gemeindetheater, das dem Pianist Alfonso Rendano gewidmet ist. Das Theater präsentiert sich im neoklassischen Stil des 19. Jahrhunderts mit drei Logen und schönen Mal- und Stuckdekorationen, die insbesondere an der Decke, die durch den Maler Enrico Salfi aus Cosenza realisiert wurden, sichtbar sind. Zu den Originalteilen, die nach wie vor vorhanden sind, gehört Il sipario storico, das die Ankunft des Herzogs Kalabriens und König von Neapel Luigi III aus Angiò und seiner Frau Margherita von Savoia darstellt und vom Neapolitaner Paolo Vetri im 1901 gemalt wurde. Die externe Fassade des Theaters ist durch einen Säulengang, der die Piazza XV. März dominiert, charakterisiert. Dieser Säulengang ist mit glatten, mehrfach unterbrochenen Buckelverzierungen versehen, die durch Zarge vom oberen Geschoss getrennt sind. Das darüberliegende Stockwerk ist durch ein Lisenensystem gekennzeichnet, das die Archivolte der Balkone abgrenzt. Das Gefüge ist von einem Rahmen umgeben, der sich über das ganze Gebilde erstreckt und auf welchem ein durchlochtes Geländer, das in der Mitte das Wappen der Stadt präsentiert, besteht. Der hufeisenförmige Saal verfügt über drei Logen, einer Galerie und 800 Sitzplätzen, wovon sich 336 im Parkett und weitere 479 in drei Reihen und in der Galerie befinden. Die Bühne (mit 14 Metern Tiefe, einer Bühnenöffnung von 14 Metern und einer 19 Meter hohen Bühnendecke) kann auch anspruchsvolle Inszenierungen von Opern und Prosaschauspielen beherbergen. Der Rauminhalt der Gestalt ermöglicht es Symphoniekonzerte, Tanzvorstellungen und wichtige Tagungen zu beherbergen.



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