CACCURI

Der Ursprung Caccuris ist unklar. Es handelt sich um ein kleines Dorf im Herzen Crotones, das auf den Hügeln, die das linke Ufer des Flusses Neto beherrschen, liegt. Man findet zahlreiche Überreste einer faszinierenden und weit zurückliegenden Vergangenheit. Einige Forscher behaupten, dass der Name Caccuri dem Wort Cacumina entspringt, dem Gipfel auf welchem sich das Dorf emporhebt. Andere hingegen bekräftigen die These, das der Name aus dem Griechischen Kao-kour stammt und sich auf eine Lokalität in der griechischen Region der Arkadia bezieht, in der Annahme, dass jemand, der aus dieser Zone stammt, dem Ankunftsort in Kalabrien den Namen des Heimatorts verliehen hat. Besonders wichtig ist die Anwesenheit dreier basilianischer Kloster, die bis zur Ankunft der Normannen und die damit einhergehende Latinisierung der griechischen Bräuche, einen großen Einfluss auf das Leben der lokalen Bevölkerung hatten. Die Konvente von Santa Maria der Paganella oder der Tre Fanciulli (drei Kinder), des Abate Marco und der Santa Maria von Cabria wurden allesamt von Heinrich VI im 1195 dem Orden der Florensi (von Gioacchino da Fiore gegründet) hingegeben. Diese Schenkung war Grund langer und blutiger Zusammenstöße. Die Ortschaft spielte im Laufe der Geschichte des Regnos stets eine entscheidende Rolle. Insbesondere im 1844 als die Patrioten auf dem Gebiet Halt machten und die Bewohner Caccuris das revolutionäre Projekt der Brüder Bandiera verhinderten, in dem sie die Botschaft vom Casino des Vuldoj, dem Kommandant der Gendarmerie von San Giovanni in Fiore überbrachten, der so die Gebrüder festnehmen ließ. Am Ende des 14. Jahrhunderts genoss Caccuri eine Phase der Weiterentwicklung und des Wohlstands.




 


Adresse Via Adua, 5
  88833 Caccuri (KR)
Telefonnummer 0984 998040
Fax 0984 998555
Webseite www.comune.caccuri.kr.it
 

 

Das Gebiet rund um Caccuri ist reich an Quellen von Mineralwasser. Das schwefelige und chloridhaltige Wasser des Wildbaches Lepre wird für die Bäder und als Getränk genutzt. Das schwefelige Wasser vom Bruciarello ist für die Bäder geeignet, während das salzhaltige Wasser vom Calderazzi für Heiltränke gebraucht wird.

Im Territorium von Caccuri gibt es zahlreiche Grotten. Von besonderem, archäologischem Interesse ist die Grotte des Palummaro, eine der größten und tiefsten Höhlen in der ganzen Umgebung, die ihren Eingang am Ufer des Flusses Lese bewahrt.

Im Dorfzentrum befindet sich die der Santa Maria delle Grazie geweihte Mutterkirche, auch als Chiesa madre oder Matrice bekannt, die ein typisches Beispiel des kalabrischen Barocks darstellt und die Altstadt dominiert. Der Kirchturm bewahrt eine wertvolle Glocke aus dem Jahr 1578, die der Madonna gewidmet wurde und von der Universität von Caccuri Angelo Rinaldi in Auftrag gegeben wurde. Die Kultstätte besteht aus drei Kirchenschiffen. Auf der Seite des rechten Schiffes befindet sich die Kapelle von San Gaetano (oder De Franco). Auf alle Fälle einen Besuch wert ist die Kirche von S. Rocco, Schutzpatron der Ortschaft, die auf einer alten Straße, die zum Ortskern führt, gelegen ist. Auf der Straße, die zur Abtei von S. Maria la Nova in die Gemeinde von San Giovanni bringt, befindet sich das antike dominikanische Kloster, besser al Kirche der Riforma oder von S. Maria del Soccorso bekannt. Der Bau wurde im 1518 vom dominikanischen Ordensbruder Andrea da Gimigliano gegründet. Der Gebäudekomplex der Abtei von S. Maria del Soccorso, der reich an Denkmälern ist, wird von den Einheimischen das Convento (Kloster) genannt. Dies, weil bloß am Ende des 19. Jahrhunderts die Ordensbrüder die Kultstätte, aufgrund des Verkaufs der Anlage an den Baron Barracco, verließen. Dieses Kloster ist die wahre Perle der Kunstschätze Caccuris und enthält bemerkenswerte Schätze in seinem Inneren. Im Inneren der enormen Konstruktion der S. Maria del Soccorso befindet sich, vor dem ehemaligen Klostereingang, der Schatz unter allen lokalen Kunstschätze: die Kapelle der Bruderschaft des S. Rosario, wo seit 1679 der vollständige Ablass gewährt wird. Noch heute ist die päpstliche Bulle von Innocenzo XI sichtbar.

Die Straßen aus polierten Steinen führen zur grandiosen Schönheit des Schlosses, das auf das sechste Jahrhundert zurückzuführen ist und majestätisch über den darunterliegenden Felsen dominiert. In der Vorhalle des Schlosses befindet sich die Kapelle der Cavalcanti (Reiter). Das Innere wurde durch Gemälde und Skulpturen, die der Neapolitanerschule des 1800 zugeschrieben werden, verschönert. Des Weiteren verfügt die Kultstätte über eine Holzdecke und ein Steintor, das durch die Meistersteinmetzen der Zeit kreiert wurde. Das unverwechselbare Profil des einzigen Turmes, die melancholische Torre Mastrigli, ist das Symbol des Gemeindewappens und macht die Ortschaft auch von Weitem erkennbar.



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