I Castelli del Reggino

Die Burgen von Reggio Calabria

Von Stilo bis San Giorgio Morgeto, zwischen normannischer Pracht und Landschaften von großem Reiz.

 
Etappe - 77 km

Stilo - Via Buozzi - Stilo RC • Mappa Vai alla mappa
Gerace - Viale Castello - Gerace RC • Mappa Vai alla mappa
San Giorgio Morgeto - Via Castello - San Giorgio Morgeto RC • Mappa Vai alla mappa

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Ein mythisches Land mit einer legendären Vergangenheit.

Kalabrien zeugt von einer kriegerischen Vergangenheit zwischen den mächtigen Mauern der Burgen, die die Region entlang der Küste und im Landesinneren umranden, Festungen, die mit dem Ziel geschaffen wurden, sich gegen häufige Einfälle von außen zu verteidigen, und dann zu Denkmälern der Architektur und Schönheit geworden sind.
Byzantinische und mittelalterliche Burgen, die historisch und kulturell viel zu bieten haben, aber auch voller Legenden und Mythen stecken, verborgen zwischen den noch stehenden Steinen der Gebäude, so als ob sie die Zeit, heute wie damals, herausfordern wollen. Antike Spuren kühner und stolzer Völker, künstlerisches Sammelbecken unter freiem Himmel: Die kalabrischen Burgen trotzen majestätisch den Felsen, auf denen sie stehen, und verleihen der Landschaft Charme.
Die Burgen von Reggio Calabria boten der vor Piraten aus Übersee fliehenden Bevölkerung Zuflucht und waren ein notwendiger Bezugspunkt für die Entwicklung der Kultur in Zeiten großer historischer Unruhen.

 
Stilo

Stilo ist dank der Geschichte und der vielen Denkmäler ihres Gebietes, ihrer tausendjährigen Kultur und der zahlreichen Veranstaltungen, die das ganze Jahr über für angenehme Überraschungen sorgen, eine der schönsten und meistbesuchten Städte Kalabriens.
Die Altstadt und der nahe gelegene Ortsteil setzen sich aus einem Labyrinth von engen Gassen, eng aneinandergereihten, sich fast gegenseitig stützenden Häusern, Höfen und kleinen Gärten zusammen, die Einblicke in zauberhafte Winkel gewähren. Hinzu kommen mächtige Adelspaläste, wunderschöne Kirchen und vor allem die Einfriedungsmauern mit ihren Türmen und Stadttoren, die Stilo ihr typisch mittelalterliches Aussehen verleihen und es zu einer der schönsten Ortschaften Italiens küren.
Stilo bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten und ihre Lage an der Fiumara zur Bewachung des Ionischen Meeres erzählt von der außergewöhnlichen Kultur, die von diesem Ort ausgeht, der die Kultur ganz Kalabriens interpretiert und repräsentiert.

 
Lungo la Costa degli Dei
 

Die normannische Burg

Das erste Zeugnis einer normannischen Burg in Stilo geht auf das Jahr 1093 zurück, als die Normannen diesen Ort wegen seiner strategischen Lage wählten, von der aus man das gesamte Stilaro-Tal überblickte.
Die Burg stand in der Mitte verschiedener Verteidigungsanlagen, die es absolut uneinnehmbar machten; einige davon sind noch heute an den steilen Hängen des Monte Consolino sichtbar.
Weitere Sperren, Wasserzisternen und Unterstände befanden sich vor der eigentlichen Burg, die über autonome Befestigungsanlagen mit mehreren halbkreisförmigen Türmen verfügte. Von dieser großartigen Festung sind heute noch die Ruinen der Außenmauern, der Türme und des Zugangstores zu sehen.
Die Burg von Stilo ist dank der Arbeiten an der Zufahrtsstraße wieder zugänglich, von der aus man eine wunderschöne Landschaft bewundern kann, die bis zum Meer, von Capo Spartivento bis nach Crotone reicht.
Darüber hinaus wurde kürzlich eine kleine Einschienenbahn gebaut, um den Zugang zu diesem atemberaubenden Ort zu erleichtern.

 
Lungo la Costa degli Dei
 
Gerace

Die einsam zwischen den Anhöhen von Locride liegende Ortschaft Gerace bietet eine normannische und byzantinische Seele und zeigt ihre einfache und zugleich elegante Schönheit.
In den Fels gegraben, auf einem Hügel mit Blick auf das Ionische Meer: Gerace ist ein Labyrinth von Gassen, die eine Landschaft zieren, in der Kultur und Natur ineinander gleiten. Die Fremdherrschaften, die sich in den verschiedenen Stilen der schönen Palazzi widerspiegeln, haben eine komplexe künstlerische Identität hinterlassen, in der die Energie eines stolzen und eleganten Landes mitschwingt.
In Gerace spricht alles von Zivilisation, Kulturaustausch und tiefer Religiosität: Die Stadt der 128 Kirchen, heute sind es nur noch 17, wurde einst die Heilige Stadt genannt.
Die sagenhafte künstlerische Konzentration von Kirchen und Palazzi verrät nicht den ganzen Charme von Gerace, das in den engen Gassen, auf den kleinen Plätzen, in den Bögen, Unterführungen, reichen Portalen, noch erhaltenen gewölbten Holzöfen zum Brotbacken, geschichtsträchtigen Mauern noch heute prachtvolle Überraschungen bereithält, die wie Edelsteine funkeln. Und dann die Kathedrale, ein wunderbares Kunstwerk, eines der wichtigsten im Süden und das größte in Kalabrien.

 
Lungo la Costa degli Dei
 

Burg

Die Burg von Gerace erhebt sich direkt über der Festung, um die herum sich der ursprüngliche Ortskern entwickelte.
Die im 7. Jh. n. Chr. als einfache Festung erbaute Burg existierte ganz sicher bereits Mitte des 10. Jahrhunderts, als es mit der Ankunft der byzantinischen Truppen dem Erdboden gleichgemacht und das Städtchen verwüstet wurde.
Die Burg war von mächtigen Wehrmauern umgeben und mit einer ausgeklügelten Kanalisation für Regenwasser ausgestattet, das in den großen zentralen Brunnen floss. Im Inneren des Burggeländes befand sich auch ein kleines byzantinisches Oratorium mit einer mit wertvollem Maldekor verzierten Apsis, das bis ins 17. Jh. genutzt wurde.

Von der antiken Burg ist nur wenig zu sehen: ein zylindrischer Wachturm, Mauerabschnitte und einige verstreute Ruinen. Die Burg war einst durch eine Zugbrücke mit der Stadt verbunden und diente der Bevölkerung als Zufluchtsort, sobald die Stadt in Gefahr geriet. Von besonderem Interesse sind die deutlich sichtbaren Überreste des imposanten zylindrischen Hauptturms, lange monolithische Fundamente und Mauern aus megalithischen Felsblöcken, die von Gerace stammen.
Vor der Burg befindet sich der einst dem Handel und Militärtätigkeiten vorbehaltene Platz Baglio. Von hier aus genießt man einen herrlichen Blick auf das Dorf Antonimina und das ganze gleichnamige Tal, in dem sich die Thermalbäder mit dem berühmten Heiligen Wasser von Locri befinden.

 
Lungo la Costa degli Dei
 
San Giorgio Morgeto

San Giorgio ist stufenweise angeordnet und steht auf einem Hügel, auf dessen Spitze man von einem Pinienwald umgeben die Ruinen einer Burg erblickt.
San Giorgio Morgeto ist eine der 37 Gemeinden, die zum Nationalpark Aspromonte gehören. Es liegt am südöstlichen Rand der Ebene von Gioia Tauro, am kurzen und kompakten Bergrücken, der die Serre des Aspromonte miteinander verbindet, von denen man auf die Äolischen Inseln blickt.
Die mittelalterliche Ortschaft San Giorgio ist terrassenförmig angelegt und steht auf einem Hügel, auf dessen Spitze man von einem Pinienwald umgeben die Ruinen einer Burg sieht. Die auf das Jahr 1296 zurückgehende Burg mit ihren Ursprüngen, die zwischen Geschichte und Legende verschwimmen, ist ein typisches Beispiel einer normannischen/staufischen Architektur und wird derzeit restauriert.
Auf dem Gipfel hoch oben hinter dem Dorf liegt der historische Ortskern, der den Charme des mittelalterlichen Dorfes mit seinen Denkmälern, architektonisch bemerkenswerten Gebäuden und zahlreichen Kirchen intakt bewahrt hat. Der Ortseingang wird vom alten Dominikanerkloster dominiert, in dem Tommaso Campanella studierte.

 
Lungo la Costa degli Dei
 
Burg Morgezio
 

Wahrscheinlich in vornormannischer Zeit, um das 9. bis 10. Jh. n. Chr. erbaut, beherrscht die prachtvolle Burg Morgezio die gesamte Ebene von Gioia Tauro und ist vom gesamten umliegenden Gebiet aus sichtbar.
Die Burg wurde der Legende nach von König Morgete, einem Nachfahren des Geschlechts Oinotria bewohnt, der den ganzen Ort während der Sarazeneneinfälle uneinnehmbar machte.
Dank der Lage hoch oben auf einem Felsen können die Überreste das ganze Jahr über besichtigt werden, auch dank des Einsatzes der zuständigen Behörden, die sich um den gesamten umliegenden Naturpark kümmern.

 
Lungo la Costa degli Dei
 
Food tipps

Das berühmteste Produkt der Region ist der legendäre Greco di Gerace, ein Likörwein mit 17 % Alkohol, der aus Trauben der Sorte Greco hergestellt und in begrenzten Mengen produziert wird.
Es wird erzählt, dass die Griechen ihn zusammen mit Honig als Zeichen der Gastfreundschaft anboten.
Der Greco di Gerace wird ausschließlich aus Greco di Bianco des Weinbaugebietes von Gerace gewonnen. Er zeichnet sich durch Konditoreinoten aus, vom Panettone mit kandierten Früchten bis hin zu Marzipan, mit angenehmen Anklängen von Heilkräutern und einer für die Gegend typischen Endnote von Bittermandel, kurzum ein erfreulicher Wein, von dem man gerne ein zweites Gläschen trinkt.

 

 



 


 



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