Altomonte (CS)

Ein Kreuzweg aus Geschichte und Verschmelzungen

An den Füßen des Nationalparks Pollino in einer Gebirgsfalte im Norden Kalabriens liegt Altomonte, einer der faszinierendsten Orte der Provinz Cosenza, der in ganz Italien für sein bemerkenswertes künstlerisches und kulturelles Erbe berühmt ist und ihn zu einem der wichtigsten künstlerischen Zentren der Region macht.
 
Sein Territorium liegt teils in der Ebene, die von den Flüssen Esaro, Grondi und Fiumicello umspült wird, und teils in den Hügeln, wo man ein herrliches Klima und einen weitreichenden Ausblick, der bis in die Ebene von Sybaris und dem Ionischen Meer reicht, genießen kann.
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Ort der Begegnungen und Kontaminationen, zwischen der orientalischen Ader und den Ableitungen der Arbereshe-Volksgruppe
 
Altomonte
 
Altomonte liegt in zentraler Lage und ist daher ein Ort der Begegnung und Verschmelzung mit einer orientalischen Ader, die durch das Fortbestehen des griechischen Ritus und die städtebauliche Anordnung arabischen Ursprungs sowie durch die Abstammung der Arbëresh, d.h. die Albaner Italiens, belegt wird, die trotz jahrhundertelanger perfekter Integration ihre Sprache und ihre Traditionen bewahrt haben.
 
Gotisch-angovinische Kunst

Der Ort wurde auf einer bereits bestehenden befestigten Siedlung gebaut und hat bis heute seine mittelalterliche Anordnung mit antiken Häusern mit Steinportalen, die von berühmten lokalen Steinmetzen aus dem 17.-19. Jahrhundert erbaut wurden, erhalten.

 
Altomonte
 

Das Zentrum ist reich an Kirchen und Denkmälern von großem künstlerischen und architektonischen Wert, die die Stadt zum größten Beispiel gotisch-angevinischer Kunst in Kalabrien machen. Im oberen Teil der Ortschaft steht die Kirche von S. Maria della Consolazione, die sich durch ein prachtvolles Portal, ein Rosettenfenster aus kleinen, in einem Rad angeordneten Bögen und einem eleganten zweibogigen Fenster im massiven Glockenturms auszeichnet. Zur Kirche gehört ein im 14. Jahrhundert von den Dominikanern gegründetes Kloster, in dem sich heute das Dorfmuseum befindet. Zu den wertvollen Skulpturen und Gemälden, die ausgestellt werden, zählen Meisterwerke von Simone Martini und Bernardo Daddi. Und genau dank dieser Meisterwerke spricht man von Altomonte als eine Art Kunstinsel des toskanischen 14. Jahrhunderts in Kalabrien. In seinen Räumen kann man eine auserlesene Sammlung antiker Paramente und eines der von den Dominikanern mit Buchmalereien verzierten Chorbücher bewundern.

 
Altomonte
 

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg normannischen Ursprungs, die zwar von den verschiedenen aufeinanderfolgenden Lehnsherren vergrößert und restauriert wurde, aber seine ursprüngliche Anlage erhalten hat. Der historische Stadtkern ist reich an glamourösen und mit Kultur gespickten Stadthäusern, darunter der Palazzo Giacobini, Sitz des alten Krankenhauses, wie das Haus mit den Pilgerunterkunften genannt wurde und heute als Empfangs- und Konferenzzentrum dient.

Besonders hervorzuheben ist das Theater Belluscio, in dem auch international renommierte Veranstaltungen stattfinden. Das „Belluscio“ ist eine eiförmige, inmitten des historischen Ortskerns von Altomonte eingefügte Freiluftbühne.

 
Antikes Herz

Aber dieser Ort hält noch weitere Überraschungen bereit. In Altomonte ist es nicht ungewöhnlich, vor ihren Häusern sitzende Frauen zu beobachten, die wilde Disteln schälen, die auf dem Land gesammelt wurden. In den Gassen des historischen Ortskerns kann man ein aus den Küchen kommendes Gewirr aus Aromen vernehmen, ein Erbe einer bäuerlichen Kultur mit sehr alten phönizischen Wurzeln, die reich an Aromen ist. In jedem Haus im Dorf und in den Gasthäusern und Restaurants kommen auch heutzutage noch jene Gerichte auf den Tisch, die die lokale einheimische Küche bietet.

 
La Festa del Pane (Brotfest)

Im Mai finden in den Straßen des historischen Stadtkerns das Gran Festa del Pane (das Große Brotfest) statt. Es zählt zu den beliebtesten und charakteristischen Ereignissen des sehr reichen kulturellen und touristischen Angebots von Altomonte. Zahlreiche Stände lokaler Produzenten, Vertreter der Städte des Associazione Città del Pane (Verband der Brotstädte), derjenigen, die zu den Borghi più Belli d'Italia (schönsten Dörfern Italiens) und der Città Slow (langsamen Städte) zählen und Verkostungen von Spezialitäten und vortrefflichen Produkten anbieten. Die Pro Loco (eine in ganz Italien tätige Verbandsinitiative, die die Traditionen des jeweiligen Ortes pflegt) von Altomonte kümmert sich um die geführten Wege zwischen Forni Accesi (angefeuerte Öfen) und Catui Aperti (offene Höhlen, Keller und Ställe). Eine hervorragende Gelegenheit, um die Schönheit des historischen Ortszentrums und die Vorzüglichkeit der typischen lokalen Produkte zu genießen.

 
Altomonte
 
Gastronomie

Die bäuerliche Küche basiert auf der Natürlichkeit der Zutaten aus der umliegenden Region. Besonders zu erwähnen die hausgemachten Nudeln und die Mischiglia, eine Suppe mit Gemüse, Hülsenfrüchten und neun Wildkräutern, die alle zusammen gekocht werden. Typisch für die Gegend sind Zafarani Cruschi, kleine sonnengetrocknete und in Öl gedünstete Paprikaschoten. Unter den Süßspeisen stechen jene aus Honig aus der arabischen Tradition hervor.

 
Altomonte
 


 


Adresse Largo della Solidarietà, 1
  87042 Altomonte (CS)
Telefonnummer 0981 948041
Fax 0981 948261
Webseite http://www.comune.altomonte.cs.it/
 

 

Der besiedelte Kern ist auf einem wunderbaren Hügel 500 Meter über dem Meeresspiegel gelegen und von der imposanten Gebirgskette des Pollinos umgeben. Die Gegend, wodurch glänzende Wasserläufe fließen, ist von der mediterranen Macchia umrissen und spiegelt sich im Stausee des Esarotals.

Altomonte bietet seinen Besuchern die ganze Pracht der bezaubernden, mittelalterlichen Innenstadt, die zahlreiche historische und künstlerische Höhepunkte bietet. Die bewundernswerte Architektur sowie die faszinierenden Gässchen der Altstadt ziehen jedes Jahr tausende von Touristen an – Altomonte gehört somit zu den schönsten Ortschaften Italiens. Die Gastronomie dieser Gemeinde evoziert den Geschmack, die Gerüche und die Farben der Vergangenheit. Die antiken kulinarischen Traditionen wurden aufgewertet und gefördert und identifizieren und nähren heute das Wachstum des Gebiets. Zum Bewahren des gastronomischen Reichtums ist Altomonte dem nationalen Verband Città del Pane beigetreten. Das ganze Jahr hindurch sind die Straßen Altomontes von Touristen bevölkert, die die historischen und künstlerischen Schönheiten sowie die Bräuche und Sitten der kleinen Ortschaft bewundern. Die fortschreitende Zunahme der Besucherzahlen hat zur Weiterentwicklung der Dienste und der Infrastruktur im Rahmen des Tourismus beigetragen. Die Wirtschaft Altomontes basiert im Wesentlichen auf der Landwirtschaft (Weinberge, Olivenhaine und Pfirsichgärten), dem Tourismus, der Zucht, dem Baugewerbe und dem Handwerk. Das Aushängeschild dieses Gebiets sind die Pfirsiche, die produziert und in ganz Europa exportiert werden. Ein hoher Stellenwert in der Tradition Altomontes hat die hausgemachte pasta: zu den typischen Produktionen gehören die "maccarruni", die "rastatieddri" und die “lagani" mit Kichererbsen. Des Weiteren gehören auch das Bauernbrot sowie die "pitte", typische Fladen mit Schweinsgrieben, Tomaten und Holunderblüten zur kulinarischen Tradition. Im Mai findet jedes Jahr in der Innenstadt das grosse Brotfest statt, das zu den ersehnten und charakteristischsten Ereignissen des kulturellen und touristischen Lebens Altomontes gehört. Zahlreiche Stände lokaler Produzenten sowie Vertreter der Städte des nationalen Verbands Città del Pane, der "Borghi più Belli d'Italia" und der "Città Slow" stellen ihre Spezialitäten hervorragender Qualität zur Degustation aus. Das Fremdenverkehrsamt Altomontes pflegt di Besichtigungen und Führungen der "Forni Accesi" und der "Catui Aperti”. Altomonte wurden im 2006 der “Alesini” Preis als Stadt der Prävention, der Tourismuspreis der Region Kalabrien im 2005 und den Cerere Preis für die schönste Altstadt der Provinz Cosenza anerkannt.

Zu den wohl wichtigsten Kunstschätzen Altomontes gehören die Kirche aus dem 14. Jahrhundert der Santa Maria della Consolazione und die Sammlung des städtischen Museums. Die Kirche der Santa Maria della Consolazione (die heilige Maria des Trostes) ist eines der wichtigsten Beispiele in der ganzen Region der Architektur der Dynastie der Angiòs. Si wurde durch Filippo Sangineto im Dienste der Angiòs an dem Ort gebaut, wo sich früher die kleine normannische Kirche der Santa Maria de Franchis befand. Der Bau der Santa Maria della Consolazione wurde im 1380 durch die Umwandlung der kleinen Kirche hin zur großen Basilika vollendet. Die sehr wichtige Sammlung an Kunstwerken, die die Kirche verschönern, ist Filippo Sangineto zu verdanken. Als die Grafschaft den Sanseverinos überging, wurde das Gebäude erweitert und schließlich den Dominikanern im Jahre 1443 übergeben, die ein Kloster gründeten. Der Bau besteht aus einem einzigen Kirchenschiff mit einer spätgotischen Fassade, einem Spitzgiebel, dem prunkvollen Eingangstor und der großen, sechzehnblättrigen Fensterrose, die restauriert wurde. Zur Rechten ragt auf einem quadratischen Grundriss der Glockenturm empor, welcher über ein zweibogiges Fenster verfügt und Werk der kalabrischen Arbeiterschaft des 14. Jahrhunderts ist.

In dominanter Position befinden sich die Burg, welche Spuren von Fresken mit Schießscharten und Wandbrettern aus verarbeitetem Stein bewahrt, sowie die antiken Häuser mit Steintoren, die durch lokale Steinmetzen kreiert wurden. Altomonte entspricht der antiken Balbia, die Herkunft des Namens entstammt dem Phönix (und heißt soviel wie Herr), die auch durch Plinio dem Alten dank dem Wohlgeschmack des balbischen Weins gelobt wird.

Seit 1988, Jahr seiner Eröffnung, beherbergt das Theater Belluscio Altomontes Veranstaltungen von internationalem Prestige. Die äußere Vorderseite des Theaters wurde mit verschiedenen Mosaiken durch Künstler beachtlichen Ruhms verschönert. Das “Belluscio” besitzt eine im Stile einer Eierschale eingefassten Bühnenausstattung und befindet sich in Mitten der Altstadt Altomontes. In den 80er Jahren kam das Bedürfnis eines Parkplatzes seitens der Bevölkerung auf. Während dem Bau des Parkplatzes entstand die Idee aus den Verästelungen des Werkes, das heutige Aushängeschild der Stadt zu gewinnen.



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