Amantea (CS)

Die drei Seelen von Amantea

Amantea, ein prächtiges kalabrisches Dorf nicht weit von Cosenza und Catanzaro und nur wenige Kilometer von der ebenso lebendigen Stadt Paola entfernt, ist eines der schönsten Juwelen der tyrrhenische Küste.
 
Der renommierte Badeort an der tyrrhenischen Küste ist reich an kulturellen Traditionen, Veranstaltungen, Werken und Denkmälern von historischem und künstlerischem Interesse.
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Amantea hat drei Seelen, von denen jede eine starke und gut verwurzelte Identität besitzt, die ihren Teil zum Charme des Ortes beitragen.
 

Die Stadt unterteilt sich in ein hochgelegenes Viertel, das auf einem felsigen Hügel die Altstadt beherbergt, und ein niedriges, an der Küste gelegenes Viertel. Besonders eindrucksvoll sind die engen Straßen und Gassen der Altstadt, die den deutlichen Kontrast zwischen den majestätischen Adelspalästen und den bescheidenen Behausungen des übrigen Volkes widerspiegeln.

 
Amantea
 

Amantea hat drei Seelen, von denen jede eine starke und gut verwurzelte Identität besitzt. Die Altstadt thront auf der Steilküste, auf der sich auch das Schloss erhebt; das flache Gelände ist insbesondere durch die Viale Margherita geprägt; schließlich der Yachthafen entlang der Strandpromenade und in unmittelbarer Nähe der schönen Strände, der wahre Ruhm und Stolz aller Amanteaner.
Die Altstadt vermittelt den Besuchern die Atmosphäre jener verzauberten Orte von einst. Sie schlängelt sich vorbei an Häusern aus dem neunzehnten Jahrhundert und bezaubernden Gärten, entlang einer Route aus Gassen und gepflasterten Straßen, die zum Schlendern einladen. Aus der Höhe ist das Panorama absolut unglaublich und vereint den steinernen Bogen der schrägen Hausdächer am Fuße der Klippe und den Horizont des Tyrrhenischen Meeres in einem majestätischen und ausladenden Blick.

 
Amantea
 

Die Burg von Amantea schmiegt sich in dichtes Grün am Rand eines Dorfes, das zu jeder Tages- und Nachtzeit von Leben wimmelt, und ist nur für Kraxelbegeisterte erreichbar. Allein ihre Überreste vermitteln eine Vorstellung von der architektonischen Bedeutung dieses ebenso majestätischen wie imposanten Gebäudes.
Die dem heiligen Franz von Assisi gewidmete Kirche ist nur noch eine Ruine, die es jedoch durchaus wert ist, besichtigt zu werden, auch weil äußerst beredte Wege durch raue und ungezähmte Natur dorthin führen. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Palazzo delle Clarisse, der heute als Touristenresidenz genutzt wird und in dem sich einst ein Kloster befand, das während der französischen Herrschaft beschlagnahmt und verkauft wurde.
Die Höhle, die der Altstadt als Stützpfeiler zu dienen scheint, sollte ebenfalls unbedingt besichtigt werden. Es handelt sich in jeder Hinsicht um einen historischen Ort, landeten hier doch jene Handelsschiffe an, die monatelang auf See unterwegs gewesen waren. Die Höhle von Amantea war auch von strategischer Bedeutung und in ihrem Inneren wurde ein Geheimgang entdeckt, über den es möglich war, zur Burg zu gelangen oder die Festungsmauern hinter sich zu lassen.

 

Bei der Ebene handelt es sich um den am stärksten kommerziell genutzten und bevölkerungsreichsten Bereich, gleichsam um eine lebendige Miniaturstadt voller Annehmlichkeiten, wie es sich an der kalabrischen Küste äußerst selten gibt.
Obwohl diese Gegend moderner ist als die Altstadt, führt die Route an schönen alten Häusern mit schmiedeeisernen Geländern und in den Himmel ragenden Schornsteinen vorbei. Entlang des Weges, der zur Piazza Commercio führt, stellen einheimische Künstler ihre Werke aus, die stets bemüht sind, das Schloss, die Gassen und die Strände dieses authentischen Ortes auf ihren Gemälden unsterblich zu machen.
Während des Sommers drängen sich auf der Promenade von Amantea unablässig die Touristen. Im Laufe der Zeit hat sich das Marina-Gebiet zur eigentlichen Attraktion von Amantea entwickelt. Die lokalen Strände stehen jenen prominenterer Orte in nichts nach und die locker aufgereihten Clubs an der Promenade tragen dazu bei, das Nachtleben zu beleben.
Vor einigen Jahren wurde der Jachthafen von Campora San Giovanni eingeweiht, der als Ausgangspunkt für Bootsfahrten zu den Äolischen Inseln und bezaubernde und reizvolle Ausflüge dient.

Kathedralkirche oder Chiesa di San Biagio

Am oberen Ende einer Brüstungstreppe erhebt sich die Fassade der Kirche San Biagio, des Doms von Amantea, aus dem siebzehnten Jahrhundert, mit ihrem schönen Portal samt Steingewölben, die mit reichen Seitenvoluten geschmückt sind. Das Innere besteht aus drei Schiffen, wobei der Hauptsaal von den beiden anderen durch Rundbögen getrennt ist, die auf starken Säulen ruhen. Auf dem Hochaltar befindet sich ein vergoldeter Holzrahmen von 1600 mit sehr reichen Schnitzereien. Zur Kirche gehören drei bemerkenswerte historische Gemälde, die lange Zeit restauriert wurden; sie zeigen die Verkündigung, ein Werk der römischen Schule aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Madonna mit der Heiligen Teresa und dem Heiligen Bernhard, ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert eines anonymen Künstlers aus dem Süden, und die Darstellung Jesu im Tempel, das Werk eines unbekannten Meisters aus der Provinz aus dem 19. Jahrhundert.

 
Amantea
 
Il Castello

Die Überreste der alten Burg befinden sich auf dem abgeflachten Kamm des felsigen Hügels, der die Altstadt überragt. Sie weist einen viereckigen Sockel auf, der auf zwei Seiten von einem Graben und einer gemauerten Zugangsbrücke flankiert wird; die beiden anderen Seiten zeigen zur steilen Klippe. Sie hat vier Ecktürme, von denen der älteste kreisförmig auf einem steilen Sockel aufragt.

 
Amantea
 
Altstadt

Von künstlerischer und ästhetischer Bedeutung sind die Stadttore des Palazzo Mirabelli und des Palazzo Cavallo Marincola. Die engen Gassen des alten Stadtkerns laufen in breiten, flachen Bereichen (Agorà) zusammen, die von Häusern begrenzt werden, die an den Felsen kleben und an Höfe mit Gartenstreifen und Zierpflanzen erinnern, die dem Ganzen Farbe verleihen.
Die Treppen sind zwischen den Häusern eingekeilt und ermöglichen das Überwinden der Höhenunterschiede auf dieser Route. Der Bogen ist das grundlegende Element des lokalen architektonischen Ausdrucks und drückt der historischen Stadtlandschaft seinen Stempel auf. Oft sieht man Außentreppen mit langen Rampen samt Eisengeländern, die in einem gewagten Geflecht aufsteigen und sich eines ausufernden Bogens bedienen, der einem gewölbten Durchgang vorausgeht, während Stützbögen zwischen den Wänden verlaufen. Nur die Gassen ermöglichen die Durchquerung der dicht bebauten Viertel und einige von ihnen erlauben bezaubernde Ausblicke auf das darunter liegende Meer.
Die Gassen münden in kleinen offenen Räumen, die mit öffentlichen Brunnen mit Außentreppen und Terrassen ausgestattet sind, die dazu einladen, diese Freiräume als Orte der aktiven Begegnung und des gelebten Austauschs zu genießen. An diesen Orten entstand die mündliche Überlieferung der Menschen von Amantea, Volkslieder, Erzählungen, Sprichwörter, magische Traditionen, Objekt- und Esskultur, Fest- und Todesrituale.

 
Amantea
 
Die Klarissen

Der Palazzo wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Sitz des Klarissenklosters erbaut und erfüllte bis 1806 diese Funktion, als die Franzosenihnnach der Belagerung von Amantea zusammen mit anderen kirchlichen Besitztümern beschlagnahmten. Er wurde 1603 errichtet und erhebt sich auf einem Überhang der alten, von einer Meereshöhle durchbrochenen Klippe. Elegante, mehrfach gelappte Sprossenfenster mit schlanken, gedrehten Pfeilern, Holzdecken und die Symbole altehrwürdiger Familien an den Wänden verleihen den Innenräumen die gefasste Atmosphäre der Vergangenheit.
Nach einer Zeit des Niedergangs und des deutlichen Verfalls wurde der Palazzo von Privatpersonen gekauft und restauriert. Im Palazzo delle Clarisse finden derzeit kulturelle und kommerzielle Aktivitäten statt und hat die Accademia degli Arrischiati ihren Sitz sowie das Museo della Copia d'Autore und ein Restaurant.

 
Amantea
 
Gastronomia

Was die Gaumenfreuden anbelangt, so sind insbesondere pasta ccu alici e sardi oder die vortreffliche rosamarina fatta a pitticelle erwähnenswert. Amantea ist berühmt für den Buccunotto, ein typisches Dessert in Form eines kleinen Bootes, das mit Schokolade und Gewürzen gefüllt ist, sowie für die Verarbeitung von Trockenfeigen in schwarzer und weißer Schokolade oder in anderen Rezepten.
Bedeutsam sind auch die hier aufgetischten Fischgerichte, darunter Sardellen, Sardinen und die neonata rosamarina, die von lokalen Gaststätten unter strenger Einhaltung der Rezepte früherer Fischer zubereitet werden.

 


 


Adresse C.so Umberto I°, 1
  87032 Amantea (CS)
Telefonnummer 0982 4291
Fax 0982 41013
Webseite http://comuneamantea.gov.it
 

 

Der wunderschöne Strand, der sich über zehn Kilometer hinweg erstreckt, ist sicherlich eines der Aushängeschilder der Stadt. Zwischen Amantea und Belmonte Calabro ragen die bezaubernden Felsen Iscas empor, die von Homer in der Odysee zitiert wurden. Die Klippen, Isca Piccola im Süden und Isca Grande im Norden, befinden sich 800 Meter von der Küste entfernt und verfügen über eine atemberaubende Meerestiefe von maximal 25 Metern. Diese Schönheit hat im 1991 die Gründung eines gleichbenannten Schutzgebietes durch den lokalen WWF evoziert: die berühmte blaue Oase der Isca. Ungefähr eineinhalb Kilometer entfernt kann man die Sandbank der Limoncella bewundern, wessen Höhepunkt, ungefähr 15 Meter von der Oberfläche entfernt, ein großer Schatz der Unterwasserfotografie darstellt. Man kann Meeresmargeriten, orange Steinkorallen, Seeigel und Seesterne beobachten. Auf den Felsen rasten Möwen, Bachstelzen und manchmal auch Reiher. Während der Migration kann man sogar die Durchreise der Delfine bewundern. Ungefähr drei Kilometer südlich von Amantea befindet sich das erstaunliche Felsenriff von Coreca, bestehend aus zehn Felsen: Capoto (der grösste), Formica, Ginario, Longarino, Piccirillo, Tirolé (auch Pirolé genannt) und die vier Scuagli da Funtana. Letztere erstrecken sich von der Ortschaft "La Tonnara" bis hin zur Grenze des Meeresgebietes von Coreca. Der Capoto ist mit seiner Oberfläche von 50 m² der größte aller Felsen und wird insbesondere für Sprünge und Bildaufnahmen genutzt. Das klare, transparente Wasser ermöglicht es Felsen unter dem Meeresspiegel und die damit verbundene Unterwasserwelt zu beobachten.

Unter der Altstadt befindet sich die Grotte – eine sehr grosse, natürliche Einbuchtung. Als in der Antike das Wasser des Meeres bis hin zu den Stadtmauern reichte, stellte die Grotte einen idealen Anlegeplatz für Handels- und Segelschiffe dar. Amantea ist einerseits eine wunderschöne Touristenortschaft, andererseits aber auch eines der wirtschaftlich und sozial belebtesten Zentren der tyrrhenischen Küste Cosenzas. Amantea beherbergt nämlich zahlreiche Kulturstiftungen, was sie somit zum Kern der ganzen Umgebung macht.

Amantea stellt das wohl größte Touristenzentrum der tyrrhenischen Küste Cosenzas dar. Ausgehend von den Ruinen der antiken Stadtmauern und durch die engen Gässchen hindurch, die bis zum felsigen Hügel ragen, erreicht man die mittelalterliche Altstadt. Der antike Stadtkern bewahrt die Ruinen eines altertümlichen Schlosses mit Türmen und Bastionen. Empfehlenswert sind die aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammenden Überreste der S. Franziskus Kirche von Assisi und insbesondere die San Bernardino von Siena Kirche, welche ein prächtiges Beispiel der spätgotischen Architektur darstellt. Im Sommer ist die Kleinstadt voll von Ortsansässigen und Touristen, die sich beim Einkauf entlang des Viale Margherita vergnügen oder auf dem Obst-, Gemüse – und Fischmarkt auf der Suche lokaler Köstlichkeiten herumbummeln.

In Amantea gibt es zahlreiche Kirchen zu besuchen: die Collegiata von San Biagio oder Chiesa Matrice, die Kirche von San Bernardino von Siena, die Kirche des Carmine oder von San Rocco, die Kapuzinerkirche oder die Kirche von Santa Maria la Pinta und die Kirche von Sant'Elia oder des Gesù. Nach der definitiven Wiedereroberung Amanteas durch di Byzantiner (1031-1032), wurde am Hang der Erhebung des Schlosses eine basilianische Komune griechischer Sitte gegründet, die die Kirche San Basilio erschuf. Diese Kirche wurde wahrscheinlich am Ort wo einst eine alte Moschee stand, erbaut und ist somit eine Spur der kontroversen arabischen Herrschaft über Amantea. Im Dezember 1121 wurde Papst Callisto II auf seiner Reise nach Reggio Calabria von den Mönchen des basilianischen Klosters beherbergt. Man kann annehmen, dass im Laufe de 12. Jahrhunderts das Kloster zerfiel, da im 1216 der selige Piero Catin, Kamerad von San Francesco d’Assisi, sich zusammen mit anderen Religiösen im antiken basilianischen Kloster niederliess und den Franziskanerkonvent mit der angrenzenden Kirche des San Francesco d'Assisi gründete. Diese wurde anschließend durch eine Kirche, die dem San Giovanni gewidmet wurde ersetzt und gab dem Gebiet den Ortsnamen. Diese antike, im 15. Jahrhundert bezeugte Kultstätte wurde in einen herkömmlichen Wohnort umgewandelt. Die Kirche der Santa Maria della Calcata, die dem alten Augustinerkloster angrenzte, wurde im 1490 gegründet und anschließend aufgrund der Aufhebung des Klosters wieder geschlossen. Die Antike Kathedrale von Amantea hieß aufgrund eines alten Gemäldes, das die Madonna darstellte und in der Kathedrale aufbewahrt wurde, "della Pinta". Sie befand sich in der Altstadt im Stadtviertel Sant’Elia. Kirche des San Nicola des Rimo: Es ist anzunehmen, dass der Ortsname “rimo” dem Wort “eremo” entstammt, da diese Kirche, die im 15. Jahrhundert entlang dem Fluss Catocastro gegründet wurde, ein Ort der Einsiedelei war. Die Kirche des San Nicola dell'Oliva ist ein antiker Benediktiner Altbau und wurde im 1151 erschaffen. Sie ist entlang dem Fluss Oliva in der Nähe des heutigen Ortsteils Campora San Giovanni zu finden. Die Furgiuele Kapelle, die dem S. Alfonso de’ Liguori gewidmet war, grenzt dem Palazzo Furgiuele an.

Der Jachthafen von Amantea ist in der Ortschaft Campora San Giovanni, angrenzend an der Staatsstraße Nr. 18 der Tirrena Inferiore gelegen. Der kleine Hafen Amanteas besteht aus einem kurvenförmigen Pier gegen Südwesten orientiert und aus einer weiteren Mole, die von der Küste aus sich gegen Westen erstreckt. Im Hafen hat es drei schwimmende Landungsbrücken. Beim Eintreten breitet sich ein Hafenbecken aus.

Das Schloss von Amantea, mit dem zentral gelegenen Turm des Mastio und der Ruinen der alten Kirche San Francesco aus Assisis (vielleicht einst eine Moschee) in unmittelbarere Nähe, dominiert die Ortschaft vom Gipfel des Hügels aus. Von den Untersuchungen Enzo Feras geht hervor, dass das Verteidigungssystem der Küste, gebaut zwischen dem 1100 und 1600 nach Christus, rekonstruiert wurde. Zahlreiche Türme und Festungen bezeugen, dass die Gegend einst sehr gut gegen Überfälle barbarischer Korsaren überwacht wurde. Es bestehen noch unversehrte Manufakturen.



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