GERACE

Aufgrund der zahlreichen Kirchen und der verschiedenen Klöstern und Münstern wird die Ortschaft auch Città Santa genannt. Gerace ist eine mittelalterliche Gemeinde außergewöhnlichen Charmes, die perfekt erhalten blieb und in Borgo Maggiore, Largo Piano, Borghetto und Città Alta geteilt ist. Gerace wurde rund um das achte Jahrhundert durch die Flüchtlinge der nahegelegenen griechischen Kolonie der Locri Epizefiri gegründet, die sich im Hinterland niederließen, um der Zerstörung durch die Sarazenen zu entkommen. So ragte Hagia Kyriaki (Santa Ciriaca) empor. Der Name geht laut dem Volksmund auf das Diminutiv Ierókion (kleiner Adler) zürück und gab der Ortschaft den aktuellen Namen. Die Gastronomie von Gerace ist reich an typischen Gerichten, welche die Sitten und Bräuche der Tradition der Zone bewahren. Zum Alltagsbrauch gehört eine Küche, die reich an Frittüre ist. Charakteristisch sind die Alatucia (Schwarten) mit Eiern und die “curcudia”, eine Art Polenta vom Aspromonte. Das bevorzugte Fleisch, ist das Ziegenfleisch, eine der besten Spezialitäten dieser Orte darstellt. Die Produktion von Ricotta und Käse nach antiker Tradition ist sehr renommiert. Sehr schmackhaft ist auch die hausgemachte Pasta, die sogenannten maccarruni, die durch die Frauen mit Hilfe von Graszweigen, die mazzuni oder cannici genannt werden, vorbereitet werden. Im Aspromonte werden Tomaten und eine Varietät an Oliven in Öl eingemacht. Zur Wurstware gehören der Capocollo und die Soppressata, die mit hausgemachtem Brot zu kosten sind. Zu den Süssigkeiten gehören die Petrali und die Zeppole (an Weihnachten), die N'gute und die Cuddhuraci (an Ostern), die sciaruni aus Blätterteig, Ricotta und Eiern, sowie die verschiedenen Pitte und die Scaddateddhi. Sehr schmackhaft sind auch die getrockneten Feigen, die mit Nüssen und Mandeln zubereitet werden, die Maulbeere und die Costee (getrocknete Birnen). Zu den Weinen gehören die erlesenen Cuvertà und der Palazzi, der Mantonico und der griechische Dessertwein von Bianco, die Doc Weine sind. Außerdem ist die Produktion verschiedener hausgemachter Liköre (Limoncello, Zitrusmix, Nusslikör) sehr entwickelt. Schließlich finden wir an der Basis der Wirtschaft des Aspromontes hundertjährige Olivenhaine und zahlreiche antike und moderne Ölmühlen, welche die Herstellung eines sehr hochwertigen Öls ermöglichen.




 


Adresse Via di Sottoprefettura 1
  89040 Gerace (RC)
Telefonnummer +39 0964 356243
Webseite http://www.comune.gerace.rc.it/
 

 

In der Ortschaft Gerace, die den Kern vieler Gebäude, die sich auch außerhalb der Stadtmauern befinden, bildet, leben auch heute noch Bauer und Tonhandwerker. Diese Handwerker arbeiten in Grotten, die im Tuffstein ausgehöhlt wurden und führen so eine handwerkliche Tradition, die im 16. und 17. Jahrhundert florierte, weiter.

Gerace ist eine Kleinstadt, die reich an architektonischen Schätzen – von der Kathedrale byzantinischen Ursprungs bis hin zu den Wohnungen, die im Tuffstein ausgehöhlt wurden – ist. In der Ortschaft ist es nach wie vor möglich, den Töpfern zuzuschauen, die den Ton nach der antiken griechischen Form modellieren. Die prächtigen Herrenpaläste verfügen über Steintore, die durch die lokale Steinmetzen bearbeitet wurden. Die tausendjährige Geschichte von Gerace wird durch den Charme der Kirchen und der prächtigen Gebäude aus Tuffstein mit wertvollen Toren, durch die Ruinen des imposanten Schlosses, das im höhergelegenen Teil der Stadt emporragt und durch die ländlichen Sträßchen bezeugt. Die historischen und kulturellen Schönheiten verliehen der Stadt den Titel eine der schönsten Ortschaften Italiens (Borghi più belli d’Italia). Bemerkenswert ist auch die Kirche der S. Maria des Mastro, die im zwölften Jahrhundert in der Mitte der Ortschaft erbaut wurde. Die Kirche weist eine typisch byzantinische Architektur auf, verfügt aber über eine Fassade aus dem 17. Jahrhundert. Leicht erhöht liegt das Borghetto, wo man viele Reihenhäuser aus dem Mittelalter beobachten kann, die teilweise durch Steinbögen gestützt werden. Im hohen Teil der Stadt, der auf dem ebenen Felsgipfel situiert ist, kann man den Platz des Toccos bewundern, wo einst die Versammlungen stattfanden und wo heute noch wichtige Gebäude des Adels von Gerace bestehen.

Die Kathedrale ist teils auf den Felsen und teils auf einer griechisch-byzantinischen Krypta gestützt und wurde wahrscheinlich auf einem antiken Betsaal mit verschiedenen gewölbten Säulen im zehnten bis elften Jahrhundert gebaut. In der nahegelegenen Kapelle von San Giacomo wird „der Schatz der Kathedrale“ aufbewahrt, der aus einem wichtigen Kirchenmobiliar und Silbergeschirr besteht – darunter ein wundervolles Heiligenkreuz aus Jerusalem, das auf das 13. Jahrhundert datierbar ist. Beachtlich ist auch die Kirche von San Francesco (1227), die ursprünglich dem San Lorenzo gewidmet war und an welche ab dem 1252 das Kloster der Ordensbrüder Frati Minori grenzte. Die gotische Kirche bewahrt ein wundervolles, spitzbogiges Seitentor aus Tuffstein, ist mit einem dreifachen Bogen dekoriert und wurde vom arabisch-normannischen Stil inspiriert. Auf der südlichen Seite der Kirche, ragt die kleine Kirche von San Giovannello empor, ein kleiner Schatz der basilianischen Architektur, der ungefähr auf das zwölfte Jahrhundert datierbar ist. Im tiefergelegenen Teil der Gemeinde befinden sich die Kirch des Sacro Cuore aus dem 18. Jahrhundert, die Porta del Sole mit ihren barocken Formen, der suggestive Platz des Toccos und die Kirche von Sant’Anna. Die Kathedrale, die der Assunta gewidmet war und zum ersten Mal im 1054 und anschliessend im 1222 wahrscheinlich in Anwesenheit von Federico II aus dem Schwabenland geweiht wurde, ist die wohl grösste und eine der wichtigsten Kirchen Kalabriens. Der Bau bewahrt die sauberen Linien der normannischen Kathedralen und die byzantinische Gliederung. Die Kirche von S. Giovannello, ein kleines Gebäude, das auf das elfte bis zwölfte Jahrhundert zurückgeht, enthält einen Brunnen, der ursprünglich als Taufbecken genutzt wurde.

Vom antiken Schloss kann man bloß noch wenige Überreste bewundern: ein zylinderförmiger Wachtturm, Mauerstücke und einzelne, zerstreute Ruinen. Einst war das Schloss durch eine Fallbrücke mit der Stadt verbunden und stellte ein Zufluchtsort für die Bevölkerung dar. Es wurde während der normannischen Zeit (1057-1060) konstruiert, im 13. bis 14. Jahrhundert neu- und im 16. Jahrhundert umgebaut.



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