Caulonia (RC)

Der illustrierte Ort, der von sich selbst spricht

Caulonia ist eine große Stadt in der Provinz Reggio Calabria, die sich über drei Hügel hinweg erhebt, und Teile ihrer mittelalterlichen Struktur, architektonische Motive byzantinische Eingebung und zahlreiche Gebäude aus dem 17. und 18.
 
Jahrhundert bewahrt. Der Ort verfügt über sich windende, enge Gassen, über Plätze von unvergleichlichem Charme und herrlichen Panoramaterrassen.
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Caulonia ist eine Art illustrierte Ansiedlung, die sich durch ihr künstlerisches Wesen, das ihre authentische Seele darstellt, selbst erzählt.
 

Bei einem Spaziergang durch die Stadt haben Besucher die Möglichkeit, zahlreiche künstlerische und museale Ausprägungen der ländlichen Kultur und der Farben von Byzanz sowie der Renaissance unter freiem Himmel zu bestaunen. Die lebhaften Töne der Fresken und Mosaiksteine erschaffen wunderbare Darstellungen an den Hauswänden und erinnern an die Gebräuche des Alltags. Caulonia bildet eine Art illustrierte Stadt ab, die sich mithilfe von Geschichten altehrwürdiger Handwerkszünfte erzählt und durch ihr künstlerisches Wesen die authentische Seele des Ortes hervorhebt.
Das Gebiet von Caulonia erstreckt sich vom Meer aus über das Hügelland bis zu den Bergen der Serre. Die Berge der Serre calabre erreichen eine Höhe von maximal 1241 Metern und zeichnen sich durch eine abwechslungsreiche Flora mit Steineichen, Kastanienbäumen, Tannen und Kiefern aus.
Der Weiler Caulonia Marina bietet Bade- und Unterkunftsmöglichkeiten entlang der Küste, die aus eines weitläufigen Sandstrands, eines blauen und kristallklaren Meeres und der wunderbaren Sonne des Südens erfreut.
Zu den alljährlichen Veranstaltungen gehört das Kaulonia Tarantella Festival, das seit einem Jahrzehnt dank der Organisation von Kursen und Seminaren über den typischen traditionellen kalabrischen Tanz tausende von Menschen aus ganz Italien in den kleinen Ort lockt.

 
Caulonia
 
Die Altstadt

Ein Spaziergang durch das historische Zentrum von Caulonia ist eine beeindruckendere Erfahrung alles, was sich über das künstlerische Erbe lesen oder schreiben ließe. Bei einem Spaziergang durch das alte, im Lauf der Geschichte immer wieder modernisierte Gemäuer spürt man den Geist dieser Stadt im Wandel der Zeit.
Vier mittelalterliche Tore der Stadtmauer sind noch sichtbar, die heute in das Stadtgefüge integriert sind: die Porta Sant'Antonio oder del Salvatore aus Sandstein; die mit den Burgmauern verbundene Porta Pusterla aus Stein und Ziegeln; die Porta Amusa, das Tor zu den Gärten der Stadt und zur Promenade entlang des Flusses Amusa; die Porta Allaro, das kleinste der Stadttore, aus Stein und Ziegeln, die den Blick freigibt auf die Küste am Verlauf des Flusses Allaro und an seiner Mündung.

 
Caulonia
 

Neben den zahlreichen Kirchen gibt es eine Reihe von herrschaftlichen Gebäuden mit Portalen, Innenhöfen, reichen Gärten und wertvollen kunsthandwerklichen Einrichtungsgegenständen zu bestaunen. Zu den wichtigsten Privatvillen gehört die elegante, von Gärten und Kreuzgängen umgebene Villa Campisi, die nicht nur aus architektonischer, sondern auch aus botanischer und offizineller Sicht von großem Interesse sind.
Unter den schönen Portalen des historischen Zentrums gibt es einige aus hellem, beinahe ockerfarbenem Sandstein und andere, wie das Portal der ehemaligen Chiesa di San Leo, das ungewöhnlicherweise aus rotem Sandstein besteht. Sandstein ist ein lokales und in der Antike weit verbreitetes Sedimentgestein, das als eine Unzahl miteinander verbundener Sandkörner erscheint. Tatsächlich wurde er hauptsächlich für religiöse Gebäuden oder im städtischen Gefüge eingesetzt bzw. hie und da für die eine oder andere Schicht steinerner Mauern verwendet.
All diese durch Straßen (aus Kopfsteinpflaster oder Kieselsteinen) miteinander verbundenen Elemente, die an vielen Stellen die alten Kirchen, Plätze, antiken Palazzi begrenzen und sich mit den vielen engen Gassen verflechten, machen den alten Stadtkern zu einer äußerst reizvollen Hügelsiedlung.

 
Archäologischer Bereich

Höchst interessant ist der archäologische Bereich, der sich in der Nähe von Monasterace Marina befindet. Ein Teil der in diesem Gebiet ausgegrabenen Fundstücke wird im Nationalmuseum von Reggio Calabria aufbewahrt.
Caulonia hieß in römischer Zeit Castrum Vetus und im Mittelalter Castelvetere aufgrund der normannischen Burg aus dem elften Jahrhundert. Die Entdeckung einiger griechisch-römischer Anlage in Focà-Mattanusa veranlasste einige lokale Gelehrte zu der Annahme, dass es sich dabei um die Überreste des antiken Kaulon handelte; daraus ergab sich der heutige Name der Gemeinde, obwohl die tatsächliche Lage jener Stadt der Magna Graecia später von Paolo Orsi am Leuchtturm von Punta Stilo im Monasterace verortet wurde.

 
Caulonia
 
Die normannische Burg

Wahrscheinlich gab die Burg von Caulonia der Stadt ihren Namen. Die im normannischen Stil erbaute Festung diente als Sitz der Kastellane, bis das Erdbeben, das Kalabrien 1783 heimsuchte, sie „schmerzlichst verheerte“.
Die äußere Form der Burg war unregelmäßig, teilweise durch einen Graben begrenzt, mit einer Eskarpe- und einer Kontreeskarpemauer versehen und von einigen Türmen und in den vorderen Räumen mit rohen Steinen und Eisentoren ausgestattet. Die Burg wurde von Milizionären und Artilleristen verteidigt, die auch gegen gut organisierte Feinde Widerstand leisten konnten, und war vom Platz durch einen „händisch angelegten“ Graben: Die Verbindung wurde mithilfe einer Zugbrücke hergestellt.
Die Burg, eine echte Festung samt Gräben, Brücke, Kurtinen und Wällen, Paradeplatz und Rückzugsmöglichkeit, hatte geräumige Höfe und Hinterhöfe, eine Kirche, viele Zimmer, die den Soldaten und Bediensteten ein bequemes Leben ermöglichten, sowie umfangreiche Lagerräume für Lebensmittel. Im April 1842 waren die Ruinen des Schlosses im Besitz eines gewissen Ilariantonio Taranto, der, nachdem er den Graben abgedeckt und die Zugbrücke repariert hatte, eine Seidenspinnerei darin einrichtete, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Im Jahr 1897 gingen die Ruinen des Schlosses an neue Besitzer (die Familie Gallo) über, dann an die Familie Scalisi und so weiter bis zur Familie D'Amato, die noch heute das Privileg genießt, im Schatten des alten normannischen Bollwerks zu leben, dessen Überreste nach wie vor deutlich sichtbar sind.

 
Caulonia
 


 


Adresse Via Roma
  89041 Caulonia (RC)
Telefonnummer 0964 860811
Fax 0964 860833
Webseite www.comune.caulonia.rc.it
 

 

Caulonia ist eine Ortschaft, in welcher man bezaubernde Plätze, Paläste und Häuser mit einem zeitlosen Charme bewundern kann. Die Gemeinde besitzt eine ziemlich gut erhaltene Altstadt, die Ruinen des mittelalterlichen Schlosses, die wunderschöne Freske mit dem “Cristo Pantocratore” der Kirche von S. Zaccaria, die Mutterkirche mit der imposanten Grabstätte aus dem 15. Jahrhundert von Vincenzo Carafa und die Kirche der Immacolata, wo bemerkenswerte Werke aus dem 18. Jahrhundert bewahrt werden.

Die suggestive Wallfahrtskirche von Santa Maria di Crochi (17. Jahrhundert), die sich im Territorium von Caulonia befindet, ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Das Heiligtum wurde durch ein Hochwasser des Flusses Amusa überflutet und Ende des 19. Jahrhunderts durch die lokale Bevölkerung wiedererbaut. In der San Zaccaria gewidmeten Kirche kann man eine byzantinische Freske, die den Cristo Pantocrator und die Heiligen Silvestro und Barbara darstellt, bewundern.

In Caulonia ist es möglich das normannische Schloss, das durch die Carafas (die Prinzen von Roccella waren) im 15. Jahrhundert restauriert wurde, zu besuchen. Von diesem Schloss bleiben heute die Überreste des Mauerrings und die Eingangstore übrig. In der Gegend Casigli befindet sich der Turm der Cavallari (15. Jahrhundert), der als Bewachungsturm genutzt wurde und teil eines kompletten Sichtungssystems der Küste war.



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